Montag, 7. September 2009

Mit verkalkten Knochen in den Kalkalpen.

Auf ins Tannheimer Tal und den Einstein mit 1867 N.N. bezwingen. Die höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen befinden sich entweder ganz in Österreich oder auf der deutsch-österreichischen Grenze.

Die Heilig Geist Kirche in Oberjoch weckt uns schon um 07:00 Uhr, etwas früh, noch mal rumdrehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück, bestückt mit Thermoskanne, und einer Stulle vom Büfett, fahren wir bis in den Ort Berg in Österreich. Parken an einem ausgewiesenen Platz mit Blick auf den Berg der heute mal bezwungen werden sollte. Einstein. Durch Kiefernwald geht’s steil bergan, ausgewiesen ist diese Strecke mit 2 Stunden.

Die befürchtete Kälte, welche Norbert ein wenig unruhig machte beim Frühstück erwies sich als Trugschluss.

Nach einer Weile waren die ersten Biere des Vorabends ausgeschwitzt. Auch wenn es hier auch keine Bergbahn gibt, viele hatten an diesem Tag das gleiche Ziel. Über Stufen und Serpentinen manchmal im Primatengang erreichten wir den Gipfel. Bei dieser Gangart könnte man Fossilien suchen, aber das hatte bei diesem steilen Anstieg wohl keinen Sinn. Die weite Sicht ins Tannheimer Tal, den Forggensee, das Alpenvorland, Zugspitzmassiv, Ifen, Hochvogel ect. war dann die Belohnung.

Die Tannheimer Berge zeichnen sich klar und eindeutig vom Rest der Allgäuer Alpen ab. Es sind auch die geologischen

Unterschiede. Während weite Bereiche der Allgäuer Alpen aus dem brüchigen Hauptdolomit oder aus den ebenfalls mit Vorsicht anzufassenden Juragesteinen der Allgäuer Schichten bestehen, herrscht im Hauptteil der Tannheimer Berge der Wettersteinkalk, ein Riffkalk, vor. Er bietet festen Fels. Deshalb sind die Tannheimer Berge mit ihren bekannten Bergen Rote Flüh, Gimpel, Kellenspitze und Gehrenspitze ein bekanntes Klettergebiet. Eintrag ins Gipfelbuch, nach Reparatur des Blechkastens erfreute sich auch eine Familie mit Kindern.

Na wenn die Lütten das geschafft haben sollten, muss doch der Rückweg für uns ebenfalls machbar sein. In der
Schäfer Hütte lassen wir uns nieder und beobachten die vielen Paragleiter an diesem Tag.

Ob Tandem oder alleine wir sind zu fünft und hatten einen ausgesprochen sehr schönen ersten Wandertag. Dass im Gipfelbuch die Namen von Peter und Christel standen mit Datum vom 31. 08. machte deutlich, wie intensiv unser Tourleiter diese Wanderwoche vorbereitet hatte.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

... warum so viele unterschiedlich große Schriftarten?