Dienstag, 9. Dezember 2008

Wollte da einer ins Guinnessbuch der Rekorde, nicht 10,15,20,nein mal so locker in der Heimat 25 Kilometer zurücklegen.

Auf weiter Strass…. So ein Pfadfinderlied kennen wir, da hatte sich Peter wohl daran erinnert. Bei den Wanderungen in heimischen Gefilden führt er uns immer souverän durch die nähere Heimat, aber diese Strecke hatte er wohl mal mit dem Fahrrad zurück gelegt.
Noch viel Spaß und Gelächter am Zieselmar See, Peter 2 unser Schlossbote, und heute unser Busfahrer, schließlich waren wir zu acht, meinte auf dem FKK Gelände er müsse noch seine Hose suchen.
Durch den rekultivierten Tagebau Hubertus erreichen wir auch schon Schloss Türnich. Von da an ging’s halt überwiegend immer wieder über Pflaster, ob Radweg oder Landwirtschaftsweg, nicht gerade so angenehm für die alten Knochen der Rentner, aber alle haben tapfer durchgehalten. Das Schloss Türnich ist zwar auch älter als wir acht zusammen, aber dafür in einem desolaten Zustand. Da hat der Graf Godehard von und zu Hoensbroech wohl jahrelang nichts investiert, und erhofft nun von den Grundwasserabsenkungen der Rheinischen Braunkohle zu profitieren und auf Kosten der Steuerzahler ein neues zu Hause zu bekommen. Das spätbarocke Haus ist im Grunde mit Schloss Falkenlust vergleichbar, und dieses ist jetzt fertig renoviert und kann gegen einen Obolus von 3 Euro besichtigt werden.
Entlang er Erft ging’s weiter bis Gymnich. Diese Ritterburg wurde erstmalig 1121 erwähnt und war lange Jahre das Gästehaus der Bundesregierung, mehrmals trafen sich hier die EU Außenminister. Die verlassenen Baracken der Sicherheitskräfte im Park erwecken nicht gerade einen schönen Anblick. Für einige Jahre im Besitz der Musikerfamilie Kelly-Famely entwickelte sich der Standort zum größten Teenie Meiletreff Deutschlands. Wir studieren die Speisekarte der Gastronomie und machen uns schnell auf die Socken.
In der Ferne ist der idyllische Ort Dimerzheim sichtbar, Zeit für eine außergewöhnliche Mittagspause. An einer Feldscheune mit genug Bauschutt und Steinen werden Sitzgelegenheiten gebaut und in der Sonne lässt es sich aushalten. Dennoch etwas steif in den Gliedern, so wie ein Kaninchen vor der Schlange sitzend, nehmen wir unsere Verpflegung ein. Tee mit Schuß und Weihnachtsgepäck lassen erahnen was uns nächste Woche beim traditionellen Wehnachtsessen erwartet. An der Burg Konradsheim vorbei machen wir uns auf den Rückweg. Den großen Golfplatz zu überqueren ist doch nicht ins Auge gefasst worden, am Rotbach vorbei erreichen wir dann Brüggen und finden da auch ein offenes Kaffee. Der Tag ist gerettet, denn ohne den gemütlichen Abschluss läuft gar nichts. Letzte Tour für dieses Jahr ist dann am Montag nach 42 Wanderungen und insgesamt ca. 765 Kilometern, wollen wir unter dem Motto: Wieder einmal ausgeflogen, wieder einmal heimgekehrt, das Jahr ausklingen lassen.

2 Kommentare:

Melanie und Michael Assenmacher hat gesagt…

Kein Bild vom Besuch? Ich bin enttäuscht!

Anonym hat gesagt…

Der ist ja viel zu schnell wieder weg.