Rundweg in einer rekultivierten
Landschaft.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Freizeitkarte Brühl und die
Ville-Seen.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 11,8 km, 02:49 h Echtzeit 34 hm.
Wegführung: örtliche Wege, A 1 als Kennzeichnung
nicht vorhanden.
Anspruch: leicht Wetter: + 16,0 Grad C, ab und an Sonne, starke Bewölkung.
Unsere Tour startet am Parkplatz Zieselsmaarsee
unweit der Ratsstätte Ville an der A 1. Die Berrenrather Börde liegt im Bereich des
Villerückens. Hier begann bereits im 18. Jahrhundert in verschiedenen kleinen
Gruben die gewerbliche Nutzung der Braunkohle. Mitte der 1960er Jahre lief der
Tagebau Berrenrath aus und rund zehn Jahre später war die Rekultivierung
abgeschlossen. In den 60 er Jahren war der Berichterstatter als Lehrling in
dieser Gegend an den Signalanlagen für die Braunkohlenzüge tätig.
Die
Berrenrather Börde ist wahrscheinlich das erste Beispiel für eine konsequente,
vorlaufende Planung der Rekultivierung durch Landschaftsplaner. Heute liegt das
rekultivierte Gebiet bis auf eine größere Erhebung im Durchschnitt ca. 5 m
tiefer als das frühere Gelände. Die Reliefausformung ähnelt nicht mehr einem
Höhenrücken, sondern einem ca. 35 m über dem übrigen Gelände liegenden Plateau.
Eine Großflächig ackerbaulich genutzte Fläche, an den Außenhängen ein
Waldgürtel.
Die
heute in der Berrenrather Börde angesiedelten landwirtschaftlichen Betriebe
verteilen sich auf die beiden neu entstandenen Siedlungen Weiler Berrenrath und
Weiler Brüggen. Die Rekultivierung ist Bestandteil der bergmännischen
Planungen, der nach dem Abbau durchgeführt wurde. Hochwertige Ackerböden sind
flächenmäßig dominierend.
Eine
Mischung aus Löss mit Kies und Sand aus dem Quartär waren die besten
Startbedingungen für die Bodenentwicklung. Dieses Standardsubstrat ist im
Villerücken für die forstliche Rekultivierung eingesetzt. Die Pappeln dienten
zu Beginn der Maßnahme als schützendes Schirmgehölz. Reiner Löss, am besten
kalkreich, ist die beste Grundvoraussetzung für die Wiederherstellung
ertragreicher landwirtschaftlicher Flächen, wie sie für die Bördelandschaft
charakteristisch sind. Im Tagebau Berrenrath wurde das Substrat im
Nassspülverfahren aufgebracht.
Der
Boden blieb locker, die Flächen absolut eben mit einem Minimalgefälle für die
Oberflächenentwässerung. Außer im Tagebau Berrenrath wurde zuletzt nur noch im
Südteil des Tagebaus Frechen die Methode angewendet. Eine schöne Tour, wenn ungünstige
Wetterbedingungen angesagt sind. Von N.N. bei 135 Meter maximal auf 155 Meter
an der Wilhelmshöhe, breite Wege, kaum Schwarzdecke, leider starker Lärmpegel
durch die Autobahn, da brauchen die Nackt Bader am Zieselsmaarsee Ohrtöpsel.
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