Montag, 17. Oktober 2016

Berrenrather Börde.

Rundweg in einer rekultivierten Landschaft.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Freizeitkarte Brühl und die Ville-Seen.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 11,8 km, 02:49 h Echtzeit 34 hm.
Wegführung: örtliche Wege, A 1 als Kennzeichnung nicht vorhanden.
Anspruch: leicht  Wetter: + 16,0 Grad C, ab und an Sonne, starke Bewölkung.
Unsere Tour startet am Parkplatz Zieselsmaarsee unweit der Ratsstätte Ville an der A 1. Die Berrenrather Börde liegt im Bereich des Villerückens. Hier begann bereits im 18. Jahrhundert in verschiedenen kleinen Gruben die gewerbliche Nutzung der Braunkohle. Mitte der 1960er Jahre lief der Tagebau Berrenrath aus und rund zehn Jahre später war die Rekultivierung abgeschlossen. In den 60 er Jahren war der Berichterstatter als Lehrling in dieser Gegend an den Signalanlagen für die Braunkohlenzüge tätig.
Die Berrenrather Börde ist wahrscheinlich das erste Beispiel für eine konsequente, vorlaufende Planung der Rekultivierung durch Landschaftsplaner. Heute liegt das rekultivierte Gebiet bis auf eine größere Erhebung im Durchschnitt ca. 5 m tiefer als das frühere Gelände. Die Reliefausformung ähnelt nicht mehr einem Höhenrücken, sondern einem ca. 35 m über dem übrigen Gelände liegenden Plateau. Eine Großflächig ackerbaulich genutzte Fläche, an den Außenhängen ein Waldgürtel.
Die heute in der Berrenrather Börde angesiedelten landwirtschaftlichen Betriebe verteilen sich auf die beiden neu entstandenen Siedlungen Weiler Berrenrath und Weiler Brüggen. Die Rekultivierung ist Bestandteil der bergmännischen Planungen, der nach dem Abbau durchgeführt wurde. Hochwertige Ackerböden sind flächenmäßig dominierend.
Eine Mischung aus Löss mit Kies und Sand aus dem Quartär waren die besten Startbedingungen für die Bodenentwicklung. Dieses Standardsubstrat ist im Villerücken für die forstliche Rekultivierung eingesetzt. Die Pappeln dienten zu Beginn der Maßnahme als schützendes Schirmgehölz. Reiner Löss, am besten kalkreich, ist die beste Grundvoraussetzung für die Wiederherstellung ertragreicher landwirtschaftlicher Flächen, wie sie für die Bördelandschaft charakteristisch sind. Im Tagebau Berrenrath wurde das Substrat im Nassspülverfahren aufgebracht.
Der Boden blieb locker, die Flächen absolut eben mit einem Minimalgefälle für die Oberflächenentwässerung. Außer im Tagebau Berrenrath wurde zuletzt nur noch im Südteil des Tagebaus Frechen die Methode angewendet. Eine schöne Tour, wenn ungünstige Wetterbedingungen angesagt sind. Von N.N. bei 135 Meter maximal auf 155 Meter an der Wilhelmshöhe, breite Wege, kaum Schwarzdecke, leider starker Lärmpegel durch die Autobahn, da brauchen die Nackt Bader am Zieselsmaarsee Ohrtöpsel.

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