Von der Elsenstraße über den Treptower Hafen entlang
der Spree bis zum Bahnhof Friedrichstraße auf östlicher Seite, das zu erkunden
war der Zweck eines Spaziergangs. Die Frage war, ist es möglich entlang der
Spree in die Stadt zu spazieren. Fazit Nein.
Der erste Stopp war in der Stralauer Allee, der
nächste in einem illegalen Camp an der Eisfabrik auf westlicher Seite, die
Kaffeepause im Nicolaiviertel zum abwettern und letztendlich an der Friedrichstraße,
Abbruch wegen Starkregen.
In der Tat, ohne die Spree wäre die heutige
Millionenmetropole nicht denkbar. An den Ufern der Spree ist Berlin entstanden,
sie war die Versorgungsader, für Menschen mit Nahrungsmitteln, Bau- und
Brennmaterialien. Dank der Spree konnte aus dem kleinen, unbedeutenden Fischerdorf
eine glanzvolle Residenzstadt für Kurfürsten, Könige und Kaiser entstehen.
Die Spree entstand vor rund 15000 Jahren, als die
Gletscher der letzten Eiszeit schmolzen. 352 Kilometer fließt sie vom
Oberlausitzer Bergland durch Sachsen und Brandenburg bis sie Berlin erreicht
und nach weiteren 46 Kilometern in die Havel mündet. Aber die Spree hat ein Problem, auf Grund ihres sehr geringen Gefälles
liegt ihre Fließgeschwindigkeit bei nur maximal 50 Zentimetern pro Sekunde und
in Berlin sind es nur noch neun Zentimeter. Erstmals wurde im Jahr 2003
beobachtet, dass der Fluss bei Köpenick rückwärts floss.
Zurück zur Sommerresidenz ging es am ARD Studio,
tiefschwarze Wolken zwangen dazu das Vorhaben am Hauptbahnhof zu beenden. Im
Bus M41 wurden wir dann angesprochen vom einen Libanesen, sehen wir uns gleich.
Na klar, für
die Dame gab es Lambrusco rot mit Pizza Vegetaria, und der Herr gönnte sich
einige Frascati Secco weiß mit Lammfilet in Kräutern mariniert, grüne Bohnen
und Kartoffelscheiben.
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