Görlitz blieb im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen
fast völlig verschont. Streift man jedoch stundenlang durch die Stadt dann
sieht man an vielen Orten die Hinterlassenschaft der Deutschen Demokratischen Republik.
Eine Besonderheit der Stadt ist, dass alle
wesentlichen Phasen der mitteleuropäischen Siedlungsentwicklung ohne größere
bauliche Veränderungen erhalten und ablesbar sind.
Die größtenteils restaurierten Baudenkmäler sind oft
als das große zusammenhängende Flächen vorhanden.
Das innerstädtische Bild ist durch spätgotische,
Renaissance- und Barockbürgerhäuser in der Altstadt sowie ausgedehnte
Gründerzeitviertel im Umkreis der Altstadt geprägt.
Der östlich der Neiße gelegene Teil der Stadt wurde
durch die Grenzziehung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg abgetrennt und
bildet seitdem die eigenständige polnische Stadt Zgorzelec.
Dort machten wir eine Pause direkt am Wohnhaus von
Jacob Böhme. Bei Apfelkuchen mit Advokat alles zahlbar in Zloty.
Jacob Böhme, war ein Schuhmacher und Philosoph ein
bedeutender Sohn der Stadt. Von Zeitgenossen Böhmes, wie Johannes Kepler oder
Galileo Galilei hat sicher jeder schon einmal gehört. Aber Böhme? Ganz Mutige
haben vielleicht sogar einmal in seine Bücher geschaut, sie aber entnervt und
kopfschüttelnd wieder weggelegt. Nach dem Studium des Stadtplans geht es weiter
auf Sightseeing Tour zunächst auf polnischer Seite und dann zurück nach
Görlitz.
Das Heilige Grab, erschaffen von Georg Emmerich um
1500, Sohn eines reichen Kaufmannes in Görlitz, Student in Dresden, schwängert
die Tochter eines Nachbarn und verweigert danach die Ehe. Eine Pilgerreise nach
Jerusalem mit der Absolution seiner Sünden, ermutigt ihn eine Heilig-Grab-Kapelle,
die so nicht mehr in Jerusalem steht zu bauen.
In der gesamten Anlage wird die Geschichte der
Kreuzigung nachgebildet. Inclusive sind auch die Würfel der Soldaten unter Verschluss.
Die Heilig-Grab-Kapelle, die Heilig-Kreuz-Kapelle,
Adamskapelle, Golgathakapelle und das Salbhaus mit Skulptur ist nachgebildet. Die
Landschaft mit den Anhöhen nördlich der Grabeskapelle stellt den Ölberg mit dem
Garten Gethsemane dar, mit der Gebetsstätte und der Jüngerwiese. Der Wasserlauf
symbolisiert das Tal des Baches Kidron. Die Straßen der Stadt von der Krypta
der Peterskirche bis zur Anlage bilden den Kreuzweg mit verschiedenen Stationen
der Rast.
Nach einer Rast fahren über die niederlausitz Alleen
Richtung Berlin, dennoch wird ein Foto geschossen, wie die Ortschaft hieß
werden wir später sehen.
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