Dienstag, 19. August 2014

Berlin Görlitz Berlin.

Görlitz blieb im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen fast völlig verschont. Streift man jedoch stundenlang durch die Stadt dann sieht man an vielen Orten die Hinterlassenschaft der Deutschen Demokratischen Republik.
Eine Besonderheit der Stadt ist, dass alle wesentlichen Phasen der mitteleuropäischen Siedlungsentwicklung ohne größere bauliche Veränderungen erhalten und ablesbar sind.

Die größtenteils restaurierten Baudenkmäler sind oft als das große zusammenhängende Flächen vorhanden.
Das innerstädtische Bild ist durch spätgotische, Renaissance- und Barockbürgerhäuser in der Altstadt sowie ausgedehnte Gründerzeitviertel im Umkreis der Altstadt geprägt.

Der östlich der Neiße gelegene Teil der Stadt wurde durch die Grenzziehung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg abgetrennt und bildet seitdem die eigenständige polnische Stadt Zgorzelec.
Dort machten wir eine Pause direkt am Wohnhaus von Jacob Böhme. Bei Apfelkuchen mit Advokat alles zahlbar in Zloty.
Jacob Böhme, war ein Schuhmacher und Philosoph ein bedeutender Sohn der Stadt. Von Zeitgenossen Böhmes, wie Johannes Kepler oder Galileo Galilei hat sicher jeder schon einmal gehört. Aber Böhme? Ganz Mutige haben vielleicht sogar einmal in seine Bücher geschaut, sie aber entnervt und kopfschüttelnd wieder weggelegt. Nach dem Studium des Stadtplans geht es weiter auf Sightseeing Tour zunächst auf polnischer Seite und dann zurück nach Görlitz.
Das Heilige Grab, erschaffen von Georg Emmerich um 1500, Sohn eines reichen Kaufmannes in Görlitz, Student in Dresden, schwängert die Tochter eines Nachbarn und verweigert danach die Ehe. Eine Pilgerreise nach Jerusalem mit der Absolution seiner Sünden, ermutigt ihn eine Heilig-Grab-Kapelle, die so nicht mehr in Jerusalem steht zu bauen.
In der gesamten Anlage wird die Geschichte der Kreuzigung nachgebildet. Inclusive sind auch die Würfel der Soldaten unter Verschluss.
Die Heilig-Grab-Kapelle, die Heilig-Kreuz-Kapelle, Adamskapelle, Golgathakapelle und das Salbhaus mit Skulptur ist nachgebildet. Die Landschaft mit den Anhöhen nördlich der Grabeskapelle stellt den Ölberg mit dem Garten Gethsemane dar, mit der Gebetsstätte und der Jüngerwiese. Der Wasserlauf symbolisiert das Tal des Baches Kidron. Die Straßen der Stadt von der Krypta der Peterskirche bis zur Anlage bilden den Kreuzweg mit verschiedenen Stationen der Rast.
Nach einer Rast fahren über die niederlausitz Alleen Richtung Berlin, dennoch wird ein Foto geschossen, wie die Ortschaft hieß werden wir später sehen.

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