Montag, 18. September 2017

Billig.

Entlang der Römerkanalleitung.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.5 Kall, Kommern, Mechernich, Nettersheim.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  15,4 km 03:52 h, 182 hm.
Wegführung: Weg Nummer 3, Römerkanalweg
Anspruch: leicht.
Wetter: bedeckt, Sonne, Mittag 13,4 Grad C.
Wegcharakter: Breite Waldwege.
Startpunkt der Tour ist ein Wanderparkplatz hinter dem Ort Billig, unweit von Euskirchen. Vorweg ist angemerkt, der Eifelverein hat ein neues Logo, bzw. Wegzeichen. Die alten Zeichen, bestehend aus schwarzen Keilen und Winkeln auf weißem Untergrund, werden in den kommenden Monaten nach und nach ersetzt durch ein einheitlich farbiges Symbol.
Ein mutiger Schritt für den traditionsbewussten Eifelverein. Das moderne Zeichen symbolisiert ein großes E für Eifel in den Farben blau für Himmel, grün für Wald und braun für Erde.
Die 35.000 neuen Markierungszeichen und 200 neuen Orientierungstafeln sind bereits an die Wegewarte verteilt worden und werden die Wanderer in frischer Optik den Weg durch die Eifel weisen. Die Aktion wird den Eifelverein 40.000 Euro kosten, ohne jegliche öffentliche Förderung. Eine weitere Herausforderung wird es sein, möglichst in einem absehbaren Zeitraum alle Wanderkarten des Eifelvereins auf die neuen Markierungszeichen umzustellen.
Nur fünf Kilometer von Euskirchen entfernt, also im Billiger Wald, waren bis 1985 Atomraketen in einer mehr oder weniger handelsüblichen Garage gelagert worden. In allen Nike-Stellungen in Europa haben die US-Amerikaner während des Kalten Kriegs atomare Sprengköpfe gelagert.
Die wurden von US-amerikanischen Soldaten rund um die Uhr streng bewacht. Mitte der 1960er Jahre waren belgische und US-amerikanische Streitkräfte der Flugabwehrraketen-Abteilung im Billiger Wald stationiert. Reste der Station sind auf dem Billiger Berg zu sehen. Sendeturm und Baracken. Nicht nur das, sondern auch ein weiter Blick auf das Siebengebirge.
In der weiteren Wegführung sieht man in der Ferne die Burg Zievel mit dem angrenzenden Golfplatz der an dem Wanderweg endet. Bis in Höhe Katzensteine ist das neue Logo mit Silikon an Bäumen oder Pfählen angeklebt.
Sehens- und erlebenswert ist der Hombusch, Mechernicher Wald, hier beginnt die 3. Etappe des Römerkanalweges, besonders gut zu erkennende Veränderung, was die Nutzung der Wasserleitung anbelangt.
Nach der Aufgabe der Wasserleitung und dem Ende der Römerzeit im Rheinland diente das Bauwerk vor allem im Hochmittelalter als Lieferant von Baumaterial. Steine wurden abgetragen und zum Bau zahlreicher Burgen, Klöster und Kirchen verwendet. So kann man sich ziemlich sicher sein, dass man bei diesen Bauwerken im Rheinland sehr oft auf Steine des ehemaligen Römerkanals stößt. In diesem Gebiet lassen sich noch sehr deutlich die Gräben ausmachen, die durch das Brechen der Steine entstanden. Der Rückweg geht unter der Autobahn A1 her in Richtung Lessenich, an Antweiler vorbei zum Startpunkt. Trockenen Fußes erreichen wir den Ausgangspunkt mit Weitblicken in die Landschaft.

Stockert und Bruder Klaus Kapelle ist deutlich zu sehen und die dunklen Wolken bestätigen die Wettervorhersage, am Nachmittag einzelne Schauern möglich, wir sind davon verschont geblieben.

1 Kommentar:

BerlinerKindl hat gesagt…

Da fragt man sch nur, warum die Erde über der Wiese liegt?