Entlang der Römerkanalleitung.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.5 Kall,
Kommern, Mechernich, Nettersheim.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 15,4 km 03:52 h, 182 hm.
Wegführung: Weg Nummer 3, Römerkanalweg
Anspruch: leicht.
Wetter: bedeckt,
Sonne, Mittag 13,4 Grad C.
Wegcharakter: Breite Waldwege.
Startpunkt der Tour ist
ein Wanderparkplatz hinter dem Ort Billig, unweit von Euskirchen. Vorweg ist
angemerkt, der Eifelverein hat ein neues Logo, bzw. Wegzeichen. Die alten
Zeichen, bestehend aus schwarzen Keilen und Winkeln auf weißem Untergrund,
werden in den kommenden Monaten nach und nach ersetzt durch ein einheitlich
farbiges Symbol.
Ein mutiger Schritt für
den traditionsbewussten Eifelverein. Das moderne Zeichen symbolisiert ein
großes E für Eifel in den Farben blau für Himmel, grün für Wald und braun für
Erde.
Die 35.000 neuen
Markierungszeichen und 200 neuen Orientierungstafeln sind bereits an die
Wegewarte verteilt worden und werden die Wanderer in frischer Optik den Weg
durch die Eifel weisen. Die Aktion wird den Eifelverein 40.000 Euro kosten,
ohne jegliche öffentliche Förderung. Eine weitere Herausforderung wird es sein, möglichst in einem
absehbaren Zeitraum alle Wanderkarten des Eifelvereins auf die neuen
Markierungszeichen umzustellen.
Nur fünf Kilometer von
Euskirchen entfernt, also im Billiger Wald, waren bis 1985 Atomraketen in einer
mehr oder weniger handelsüblichen Garage gelagert worden. In allen
Nike-Stellungen in Europa haben die US-Amerikaner während des Kalten Kriegs
atomare Sprengköpfe gelagert.
Die wurden von US-amerikanischen Soldaten rund um
die Uhr streng bewacht. Mitte der 1960er Jahre waren belgische und
US-amerikanische Streitkräfte der Flugabwehrraketen-Abteilung im Billiger Wald
stationiert. Reste der Station sind auf dem Billiger Berg zu sehen. Sendeturm
und Baracken. Nicht nur das, sondern auch ein weiter Blick auf das
Siebengebirge.
In der weiteren
Wegführung sieht man in der Ferne die Burg Zievel mit dem angrenzenden
Golfplatz der an dem Wanderweg endet. Bis in Höhe Katzensteine ist das neue
Logo mit Silikon an Bäumen oder Pfählen angeklebt.
Sehens- und erlebenswert
ist der Hombusch, Mechernicher Wald, hier beginnt die 3. Etappe des
Römerkanalweges, besonders gut zu erkennende Veränderung, was die Nutzung der
Wasserleitung anbelangt.
Nach der Aufgabe der
Wasserleitung und dem Ende der Römerzeit im Rheinland diente das Bauwerk vor
allem im Hochmittelalter als Lieferant von Baumaterial. Steine wurden
abgetragen und zum Bau zahlreicher Burgen, Klöster und Kirchen verwendet. So
kann man sich ziemlich sicher sein, dass man bei diesen Bauwerken im Rheinland
sehr oft auf Steine des ehemaligen Römerkanals stößt. In diesem Gebiet lassen
sich noch sehr deutlich die Gräben ausmachen, die durch das Brechen der Steine
entstanden. Der Rückweg geht unter der Autobahn A1 her in Richtung Lessenich,
an Antweiler vorbei zum Startpunkt. Trockenen Fußes erreichen wir den
Ausgangspunkt mit Weitblicken in die Landschaft.
Stockert und Bruder Klaus
Kapelle ist deutlich zu sehen und die dunklen Wolken bestätigen die
Wettervorhersage, am Nachmittag einzelne Schauern möglich, wir sind davon
verschont geblieben.
1 Kommentar:
Da fragt man sch nur, warum die Erde über der Wiese liegt?
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