Erstmal Richtung Süden den Weg Nr. 3 nach Unkelbach. Jürgen mit Riesenschritten immer vorweg.Franz und ich bleiben treu hinter der Karte. Da wird auf einmal unser Ausgangspunkt wieder sichtbar nicht weit weg steht das Auto, gerade mal eine Stunde vorbei. Jürgen meinte wir sollten die Zicken aufhören und ihm folgen. Weiter geht’s den Wanderweg 4 und 5 folgend Richtung Oberwinter. Nachdem wir dann steil ab am Rhein stehen geht’s wieder bergan. Eine Querverbindung auf dem Höhenweg hatten wir ignoriert und so ist mal wieder schwitzen angesagt. Die Pause auf Birkenstämmen in der Sonne und die Abschätzung wie viele Kilometer sollen wir noch gehen wurde abgeklärt. Der Vorwurf Luschi Wanderung wollte
Jürgen nicht mehr hören. Aber weit gefehlt. Der Abzweig zum Rolandsbogen, diesen kennen Franz und Jürgen nicht, musste ich mit Nachdruck durchsetzen und das hatte sich auch gelohnt. Der Rolandsbogen ist ein verbliebenes Burgfenster von Burg Rolandseck. Der Bogen stürzte am 28. Dezember 1839 ein. Der Dichter Ferdinand Freiligrath, der von 1839 bis 1841 in Unkel wohnte, gab durch seinen Spendenaufruf in der Kölnischen Zeitung den Anstoß zum Wiederaufbau und wurde dafür 1914 mit dem Freiligrath-Denkmal am Fußweg vom Rheintal zum Rolandsbogen geehrt. Mittels der Spenden konnte der Bogen bereits 1840 wieder aufgebaut werden. Die Pläne zum Wiederaufbau steuerte der Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner bei.
Auf dem umgebenden Gebiet befindet sich seit 1929 ein Plateau mit einem Restaurant, montags und dienstags Ruhetag. Von dort bietet sich eine gute Aussicht auf das Rheintal, insbesondere auf das Siebengebirge mit Bad Honnef und den vorliegenden Inseln Grafenwerth und Nonnenwerth. Weite Sicht auf Siebengebirge. Eine SMS von Herbert meldet, er sieht von Andorra, auf 2600 Meter den Rolandsbogen und winkt uns zu. An großen Walnussbaum Wiesen vorbei geht es zurück nach Bandorf. Die Frage wie viele Kilometer waren das heute, konnte nicht so recht beantwortet werden. Jürgen hat einen neuen Schrittmesser, aber nicht die Bedienungsanleitung dabei. Meine Abschätzung mit dem Zeigefinger signalisiert mir 18 Km. Mehrmals rauf und runter von 09:30 bis 16:00 mit Pausen, da kommt das auch hin. Jürgen war dann auch davon begeistert, dass die montagabendlichen Tanzstunden ausfielen, wegen Ferien. Über die B9 durch die alte Bundeshauptstadt zurück nach Brühl. Schöner Tag mit super Wanderwetter und nun weiß jeder, warum ist es am Rhein so schön.
1 Kommentar:
Da ist der Franz mit 80 ganz fit - und dem Fotografen zittern schon die Hände? Etwas verwaggelt *g
Hört sih aber nach einem schönen Ausflug an - und das Wetter scheint ja auch gepasst zu haben.
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