Montag, 25. Januar 2010

Wintermärchen in Deutschland. Warum knirscht der Schnee???

Die Staumeldungen am Montagmorgen, was bei Rentnern eher ein schmunzeln verursacht, waren diesmal ausschließlich auf das Wetter zurückzuführen. Die weiße Pracht hatte sich so schön über das Rheinland gelegt, und auf den Bäumen ausgebreitet, da lag es nahe durch den Flamersheimer Wald zu wandern.

Wintermärchen pur.

Der Startpunkt am Parkplatz Queckenberg wurde mit einer roten Limousine belegt, und schon ging’s los über den Paul – Möhrer- Weg mit dem Ziel Steinbachtalsperre.
Der Flamersheimer Wald ist einer der größten geschlossenen Forstbestände in NRW. Im 18. Jahrhundert noch von 3000 Erben ausgebeutet zeigte er heute wie gut er sich erholt hat. 4 einsame Wanderer und nur vereinzelt Tierspuren sind zu erkennen. Breite Wege und viel erzählen und schon verliert man die Übersicht des Standortes. Keine Vortour gemacht.


Da der elektronische Helfer zu Hause geblieben war musste er gute alte Kompass herhalten. Zuerst war da mal Stau angesagt. Links und rechts, gerade aus und hinter uns ging’s einfach nicht mehr weiter. Nichtsdestotrotz konnte die märchenhafte Schönheit der Schneemenge in dieser Natur wahrgenommen werden.


Was lag da näher als die Frage? Warum knirscht der Schnee??? Irgendwie lag in der Luft die Info an der Talsperre hat die Restauration montags offen.

Mal ein Bierchen genießen wie sonst nicht möglich ist, dazu eine kräftige Gulaschsuppe und schon kann’s weiter gehen durch den Schnee und der bis dahin diskutieren Frage. Warum knirscht der Schnee???Hier die Lösung. Es war viel kälter als Null Grad, die Schneekristalle auf dem Boden waren also hart und spröde, bei jedem Schritt zerbrechen die kleinen Eiskristalle. Knirschen ist also nur wenn es auch entsprechend kalt ist, ansonsten verbiegen sich die Kristalle oder schmelzen einfach unter dem Druck des Fußes und man wandert ziemlich lautlos durch den Schnee. Die Bedeutung der Zeichen in der Karte, was die Vegetation betrifft, Laub- oder Nadelwald, wurden nun auch durch die beschlagene Brille wahrgenommen. Da wurde das verlorene Brillenetui zur Nebensache, muss halt Fielmann noch mal herhalten. Das trübe Brauhaus Bier hinterließ seine Spuren, und über den Wanderweg der Deutschen Einheit wurde das Ziel erreicht. Nach 15 Kilometern hatte man dann auch einen Apfelkuchen mit Calvadossahne verdient.

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