Montag, 14. November 2011

Merl.


Damit ist nicht in Brühl und Bundesweit bekannt eine Feinkostgruppe gemeint, sondern unser Startpunkt am Parkplatz Die Drei Steine in Merl. Dieter hatte eine Schongang Wanderung geplant. Schließlich waren er und Wolfgang 4-mal hintereinander nicht dabei. Komisch, Absprache. Die erste Bank zur Erholung war noch mit Raureif bedeckt, und somit ungeeignet für eine kleine Pause.
Am Wanderweg Nr 21 Kottenforst Ville kurz vor Pesch

Weiter über eine Allee mit gewaltigen sogenannten Clemens August Eichen wurde dann doch bald eine beschauliche Hütte für einen wärmenden Tee gefunden. Eine problemlose Orientierung bietet eine Wanderung im Kottenforst Ville. Wegweiser und Standorttafeln versorgen die Wanderer mit hilfreichen Informationen. Interessante Sehenswürdigkeiten ergaben sich am Forsthaus Schönwaldhaus.
Grenzsteingalerie
Infos zu Grenzsteinen

Dieses von Clemens August 1730/31 seinem Förster und reitenden kürfürstlichen Jäger Heinrich Schönewald erbaute Forsthaus ist und nach wie vor nach seinem ersten Förster benannt, Vater von elf Kindern, der hier im Jahre 1772 85-jährig starb. In der Außenmauer um das Schönwaldhaus sind von 1 bis 25 alte Kottenforster Grenzsteine eingelassen und dokumentiert. Seit 1899 durften sich die Förster einiges dazuverdienen. Sie hatten die behördliche Erlaubnis, an Spaziergänger Erfrischungen, jedoch mit Ausschluss von geistigen Getränken, gegen Entgelt zu verabfolgen. Ob der Förster Schnaps verschenken durfte, war nicht formuliert. Wir gönnten uns den bei der Mittagspause. Bis 1937 hatte die Lizenz Bestand, heute sorgen gleich zwei Nachbarn für das Wohl der Wanderer. Die ließen sich zwar nicht blicken, dafür aber herrliche Aussichten auf den Baumbestand.
Clemens August Eichen
Herbstende

Andenken an die im hiesigen Reviere genossenen Waidmannsfreuden damals allerhöchst eigenhändig und eine Eiche, wurde gepflanzt die dann im Dreikaiserjahr zur „Kaisereiche“ wurde.
Das Jägerhaus, ein Hexenhaus ohne Brezeln, erstrahlte in der Sonne. Die große Eiche liegt  dem Jägerhäuschen gegenüber, und wird vermutlich immer mal verwechselt mit der Prinz-Friedrich-Eiche von 1904, die mitten auf einer Kreuzung steht. Wir treten den Rückweg an und folgen dem asphaltierten Professorenweg
 (A 21)  nun kilometerweit bis zum Startpunkt. Asphalt war bei der heutigen Wanderung oft, so dass die gefühlten Kilometer vom Chronisten richtig eingeschätzt wurden. 
Jägerhaus
Die Bonner Runde wurde dann in einem Friedhofskaffee würdevoll beendet. Die Rechnung für Kaffee und Kuchen hatte der Reiseleiter übernommen, na dann hoffentlich gute Besserung der strapazierten Bein Muskulatur.

1 Kommentar:

Berlin hat gesagt…

na, dit war ja feines Wetter