Montag, 14. März 2016

Roderath.

Wanderung bei fast frühlingshaften Temperaturen.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.7 Bad Münstereifel
Wanderstrecke und Zeit: 11,9 Kilometer, 3h 41min, 253 hm auf, 250 hm ab.
Wegbeschaffenheit: gepflasterter Pilgerweg, Nr. 2 , im einem schlechten Zustand, Weg WDE Nummer 4 gute Befestigung. Anspruch: mittel
Wetter: + 10,0 Grad C, strahlend blauer Himmel auf der Bank in Hohn.
Startpunkt war an der Kirche von Roderath, auf 500 hm, mal wieder fast vollzählig. An manchen Wegrändern waren noch Schneereste vorhanden. Über den Pilgerweg geht es durch das Hombachtal in Richtung Schutzhütte Zimmerscheid.
Die morgendlichen Null Grad und die Bewölkung hatte sich bis dato gebessert. Die Trinkpause mit einem alten Mirabelle angereichert, lassen vergessen das ein Teil der Wege durch die Reiter in einem desolaten Zustand waren.
In dem Wandergebiet sind weite Bereiche mit Feldern und Wiesen überzogen an einigen Stellen sind die Parzellen gut abgeholzt worden, und nach dem Spruch: Willst du den Wald vernichten, so Pflanze Fichten, neue Anpflanzungen zu sehen.
Weiter ging es über den Weg Nr. 2 in Richtung Hohn. Links und rechts des Weges waren die Folgen der Waldzerstörung zu sehen, früher wurde durch die Rottwirschaft, die seit dem Mittelalter in der Eifel betrieben wurde eine noch extensive Nutzung des Waldes für den Getreideanbau betrieben.
In bestimmten Abständen wurde der Wald gehauen, ohne dass man die Strünke entfernte. Die Bauern verbrannten einen Teil des Holzes um der Düngerwirkung willen und bestellten das Gelände für ein oder zwei Jahre mit Getreide.
In Hohn wurde die Mittagspause im Sonnenschein auf einer Bank bei angenehmen 10 Grad C zelebriert. Kleine schmackhafte Frikadellen von Dieter, Ferrero Rocher und alte Mirabelle von Gerd, kein Wunder das zwei Wanderer innehielten und die lebenserwachende Natur genossen.
Über den Wanderweg Nr.2 wurde auf 462 hm ein Eifelblick auf Bouderath frei. Trinkpause und mal probieren wie sich ein Panorama Bilder bei ruhiger Hand darstellen lässt, da nütze es nix wenn auch Herbert sich aus dem Bilderschwenk wegschleichen wollte.
Die Anpflanzung der Nadelbäume, im Volksmund »preußisch Holz« genannt, führte aber auch zu einer entscheidenden Strukturveränderung der Eifelwälder.
Im Ersten Weltkrieg war ein gewaltiger Holzbedarf, ebenso im Zweiten Weltkrieg. Aber am Ende stand zwar kein Sieg, dafür ist die Eifel für uns ein beliebtes Wandergebiet geworden. Ein herrlicher Vorfrühlingstag, könnte so bleiben, dann kann Norbert nächste Woche eine lange Tour planen vor der Zeitumstellung. Zeit hatten wir noch in Nettersheim im Römer Café das traditionelle Schiffchen in gesponserter Form zu verzehren.

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