Auf zum 2. Frühstück bei Milz.
Marmagen, da denkt direkt jeder an die Reha Klinik, oder es fällt der Name Café
Milz, aber auch der Name, Eiffel, der Konstrukteur des Turms für eine Weltausstellung
und viele Jahre das höchste Bauwerk Europas. Ein Handwerkerdorf mit ca. 1600
Einwohnern. Die ehemals eigenständige Bürgermeisterei ist seit 1969 Ortsteil
der Gemeinde Nettersheim im Kreis Euskirchen. Den heilklimatischen Ort hatten
schon die Römer im Visier. Vicus Marcomagus an der Römerstraße von Trier bis Köln.
Das wird in römerzeitlichen Wegeverzeichnissen des 2. bis 4. Jahrhunderts
erwähnt. Nach einer 700-jährigen Geschichte als Klosterdorf entwickelte sich in
Marmagen seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts in eine ausgeprägte
Handwerkskultur im Bausektor. Der Bauunternehmer Peter Milz (1836–1910) ließ
sich 1869 in Marmagen nieder und errichtete ein Sägewerk. In der von ihm
entwickelten Bruchstein-Fachwerk Bauweise erbaute er zahlreiche Bahnhöfe und
Streckengebäude an der neuen Reichsbahnstrecke. Sein Sohn verlegte das
florierende Unternehmen an die Bahnstrecke bei Blankenheim-Wald. Das Café Milz
backt seit 130 Jahren Brot.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.5 Kall,
Kommern, Mechernich, Nettersheim.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 4,6 km, 01:24 h, 64 hm.
Streckenführung: Weg Nr. 4 örtlicher Rundweg.
Wetter: ca. 2 Grad
.bedeckt, Nieselregen, hohe Luftfeuchte.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, Asphalt.
Unsere Tour beginnt im
Ort, direkt hinter der Kirche im Café Milz, Menschen verbringen in der Regel 20
Minuten bis 1,5 Stunden hier, laut Internet. Wir warten mal ab wie das Wetter
sich entwickelt. Ein reichhaltiges Frühstück in urigem Ambiente, das fällt es
schwer sich aufzuraffen.
Es lohnt sich, den Tag
mit einem Frühstück bei Milz zu beginnen. Wir waren mit 5 Wandersleuten hier
frühstücken. Wir schafften nicht alles. Wir waren alle satt und auch Kaffee
gab's bis zum abwinken, ein Sekt zum Appetit anregen und ein Eifelgeist zur
Verdauung. Man gönnt sich ja sonst nix.
Hier auf 566 Meter über
N.N. waren wir nun das erste Mal im Schnee, in 2018. Die Schäden vom Sturmtief
Fredericke waren deutlich zu sehen, die Schneehöhe beachtlich, aber leider
alles in den Mittagsstunden noch im Dunst. Ein schöner Winterspaziergang.
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