Meer rigge met däm essel op d'r
drachefels.
Ein Lied von
Jupp Schmitz. Der Berg im Siebengebirge am Rhein zwischen Königswinter und Bad
Honnef, lange als die höchste Erhebung von Holland bezeichnet, hat immer noch
eine Anziehungskraft. Aufgrund seiner markanten Lage über dem Rheintal, ist die
Ruine Rheinromantik pur. Außerdem ist die Restaurantfassade geändert und in
neuem Glanz.
Der Drachenfels
entstand durch aufsteigendes Magma, das nicht zur Erdoberfläche durchbrechen
konnte, sondern darunter Dom artig erstarrte; Vulkanologen nennen das Quellkuppe.
Deshalb hat Dieter auch heute die Leitung der Tour.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr. 22, Bonn und das
Siebengebirge, NRW
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 7,57 km, 02:47 h, 255 hm.
Streckenführung: Weg Nr. K, Rheinsteig,
Wetter: gemessen
-1 Grad C bis + 2,5 Grad C. 5 Grad bedeckt, trocken Sonne.
Wegcharakter: befestigte breite Waldwege, Biker Pfad.
Unsere Tour beginnt am
Ortsrand von Königswinter, direkt unter der Autobahnbrücke wird geparkt. Schräg
gegenüber durch das Nachtigallental am Denkmal für Willi Ostermann vorbei geht
es weiter, die Drachenburg lassen wir rechts liegen aufwärts zum Drachenfels.
Der Eselsweg ist gesperrt
und mächtige Buchen ragen über die Wege. Viele Hinweisschilder sind zu
beachten, bevor wir im neuen Restaurant Outfit eine Kaffeepause einlegen.
Völlig erschöpft gleitet auch noch die Kamera zu Boden. Das Display hat nun auf
einem Drittel des Bildes eine neue Markierung.
Tolle
Ansichten sind durch die Panoramascheiben von allen Sitzplätzen im Restaurant möglich.
Konrad Adenauer Haus in Rhöndorf und schneebedeckte Berge bei Maria Laach.
Unterhalb der
Wolkenburg erreichen wir das Milchhäuschen wo schon mal ein Jahresabschluss
gefeiert wurde, mit großer Besetzung. Franz, Heinz, Jürgen und die üblichen
Verdächtigen. Wir nehmen einen Mountainbiker Pfad abwärts zu den Ofenkauler
Höhlen.
Als 15
Jährige haben wir die erkundet und den Eltern verschwiegen wo wir das
Wochenende verbrachten. Das war schon ein wenig leichtsinnig. Über lange Zeit wurde das Gestein
zum Backofenbau verwendet. In den Kriegsjahren wurden rund 400 Zwangsarbeiter,
Männer und Frauen vor allem aus Osteuropa und Italien, in 12 Stunden Schichten
unter Tage verpflichtet Deckel-Einspritzpumpen zusammen zubauen. Diese wurden für
das Jagdflugzeug Focke-Wulf 190 gebraucht.
Im März 1962
war im Siebengebirge der Teufel los. Dieter Freese, ein langgesuchter
Verbrecher hatte sich in den Höhlen häuslich niedergelassen. Ein paar Jahre
später als wir mit Taschenlampe und Faden versuchten die Höhle zu vermessen.
1969 werden
die großen Gruben zu der Sommerseite hin schließlich mit einer Betonmauer
verschlossen, und zum Schutz der Fledermäuse Einflugschlitze eingelassen.
Weiter abwärts an der
L331 zur Auffahrt zum Petersberg geht es Retour über den Kreuzweg zum
Ausgangspunkt. Ein großer Vorteil bietet diese Jahreszeit mit freier Sicht auf
die historischen Gebäude.
1 Kommentar:
Schönet Wetta!
Kommentar veröffentlichen