Montag, 19. März 2018

Siebengebirge.


Meer rigge met däm essel op d'r drachefels.
Ein Lied von Jupp Schmitz. Der Berg im Siebengebirge am Rhein zwischen Königswinter und Bad Honnef, lange als die höchste Erhebung von Holland bezeichnet, hat immer noch eine Anziehungskraft. Aufgrund seiner markanten Lage über dem Rheintal, ist die Ruine Rheinromantik pur. Außerdem ist die Restaurantfassade geändert und in neuem Glanz.
Der Drachenfels entstand durch aufsteigendes Magma, das nicht zur Erdoberfläche durchbrechen konnte, sondern darunter Dom artig erstarrte; Vulkanologen nennen das Quellkuppe. Deshalb hat Dieter auch heute die Leitung der Tour.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr. 22, Bonn und das Siebengebirge, NRW
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  7,57 km, 02:47 h, 255 hm.
Streckenführung: Weg Nr. K, Rheinsteig,
Wetter: gemessen -1 Grad C bis + 2,5 Grad C. 5 Grad bedeckt, trocken Sonne.
Wegcharakter: befestigte breite Waldwege, Biker Pfad.
Unsere Tour beginnt am Ortsrand von Königswinter, direkt unter der Autobahnbrücke wird geparkt. Schräg gegenüber durch das Nachtigallental am Denkmal für Willi Ostermann vorbei geht es weiter, die Drachenburg lassen wir rechts liegen aufwärts zum Drachenfels.

Der Eselsweg ist gesperrt und mächtige Buchen ragen über die Wege. Viele Hinweisschilder sind zu beachten, bevor wir im neuen Restaurant Outfit eine Kaffeepause einlegen. Völlig erschöpft gleitet auch noch die Kamera zu Boden. Das Display hat nun auf einem Drittel des Bildes eine neue Markierung.
Tolle Ansichten sind durch die Panoramascheiben von allen Sitzplätzen im Restaurant möglich. Konrad Adenauer Haus in Rhöndorf und schneebedeckte Berge bei Maria Laach.
Unterhalb der Wolkenburg erreichen wir das Milchhäuschen wo schon mal ein Jahresabschluss gefeiert wurde, mit großer Besetzung. Franz, Heinz, Jürgen und die üblichen Verdächtigen. Wir nehmen einen Mountainbiker Pfad abwärts zu den Ofenkauler Höhlen.
Als 15 Jährige haben wir die erkundet und den Eltern verschwiegen wo wir das Wochenende verbrachten. Das war schon ein wenig leichtsinnig. Über lange Zeit wurde das Gestein zum Backofenbau verwendet. In den Kriegsjahren wurden rund 400 Zwangsarbeiter, Männer und Frauen vor allem aus Osteuropa und Italien, in 12 Stunden Schichten unter Tage verpflichtet Deckel-Einspritzpumpen zusammen zubauen. Diese wurden für das Jagdflugzeug Focke-Wulf 190 gebraucht.

Im März 1962 war im Siebengebirge der Teufel los. Dieter Freese, ein langgesuchter Verbrecher hatte sich in den Höhlen häuslich niedergelassen. Ein paar Jahre später als wir mit Taschenlampe und Faden versuchten die Höhle zu vermessen.
1969 werden die großen Gruben zu der Sommerseite hin schließlich mit einer Betonmauer verschlossen, und zum Schutz der Fledermäuse Einflugschlitze eingelassen.
Weiter abwärts an der L331 zur Auffahrt zum Petersberg geht es Retour über den Kreuzweg zum Ausgangspunkt. Ein großer Vorteil bietet diese Jahreszeit mit freier Sicht auf die historischen Gebäude.

1 Kommentar:

BerlinerKindl hat gesagt…

Schönet Wetta!