Dienstag, 19. Juni 2018

Pollenca.


Auf der Suche nach der Römerbrücke.
Der Kurzurlaub geht so langsam zur Neige und im zweiten Anlauf wurde doch noch die Römerbrücke gefunden. Dafür waren wir beeindruckt vom Stadtrundgang auf der alten Mauer in Alcudia. In Pollenca an der Infotafel war leider kein W LAN und nehmen wir in Kauf zuerst den El Calvari zu ersteigen
Der Kalvarienberg bietet nicht nur einen unvergleichlichen Blick auf Pollença, sondern ist einer der symbolträchtigsten Orte, dank der beeindruckenden Treppe für den Aufgang.
Bestehend aus 365 Stufen, eine für jeden Tag des Jahres, wird sie neben den Zypressen von 14 Kreuzen von drei Metern Höhe flankiert, die an das Martyrium Jesu auf dem Weg nach Golgatha erinnern, wo er gekreuzigt wurde.
Der Ursprung dieser Steinbrücke, die den Strom von Sant Jordi kreuzt, ist ein Geheimnis der Stadt Pollença, denn seit dem 19. Jahrhundert ist sie als römische Brücke, Puente Romano, bekannt, auch wenn es erst seit dem Jahr 1403 Nachweise zu ihrer Existenz gibt.
Einige meinen, dass sie ein Teil der Aquädukte zur antiken Ortschaft Pollentia, heute Alcudia, ist die von den Römern erbaut worden, deren Anwesenheit auf Mallorca auf die Jahre 123 v. Chr. bis 425 n. Chr. geschätzt wird. Aber die Tatsache, dass Pollença als Dorf, wie wir es heute kennen, erst im 13. Jahrhundert entstand, verleitet wiederum andere Historiker dazu, den Bau dieser Brücke auf das Mittelalter zu datieren.
Römisch oder nicht, sicher ist, dass diese Brücke für die Pollenser von grundlegender Bedeutung war, da Sie bis zum 20. Jahrhundert der einzige Punkt war, an dem bei Hochwasser der Strom von Sant Jordi sicher überquert werden konnte. Es ist auch klar, dass die Römer in Pollença einen unauslöschlichen Eindruck hinterließen: nämlich den Namen.

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