Auf der Suche nach der Römerbrücke.
Der
Kurzurlaub geht so langsam zur Neige und im zweiten Anlauf wurde doch noch die
Römerbrücke gefunden. Dafür waren wir beeindruckt vom Stadtrundgang auf der
alten Mauer in Alcudia. In Pollenca an der Infotafel war leider kein W LAN und
nehmen wir in Kauf zuerst den El Calvari zu ersteigen
Der
Kalvarienberg bietet nicht nur einen unvergleichlichen Blick auf Pollença,
sondern ist einer der symbolträchtigsten Orte, dank der beeindruckenden Treppe für
den Aufgang.
Bestehend aus
365 Stufen, eine für jeden Tag des Jahres, wird sie neben den Zypressen von 14
Kreuzen von drei Metern Höhe flankiert, die an das Martyrium Jesu auf dem Weg
nach Golgatha erinnern, wo er gekreuzigt wurde.
Der Ursprung
dieser Steinbrücke, die den Strom von Sant Jordi kreuzt, ist ein Geheimnis der
Stadt Pollença, denn seit dem 19. Jahrhundert ist sie als römische Brücke,
Puente Romano, bekannt, auch wenn es erst seit dem Jahr 1403 Nachweise zu ihrer
Existenz gibt.
Einige
meinen, dass sie ein Teil der Aquädukte zur antiken Ortschaft Pollentia, heute
Alcudia, ist die von den Römern erbaut worden, deren Anwesenheit auf Mallorca
auf die Jahre 123 v. Chr. bis 425 n. Chr. geschätzt wird. Aber die Tatsache,
dass Pollença als Dorf, wie wir es heute kennen, erst im 13. Jahrhundert
entstand, verleitet wiederum andere Historiker dazu, den Bau dieser Brücke auf
das Mittelalter zu datieren.
Römisch oder
nicht, sicher ist, dass diese Brücke für die Pollenser von grundlegender
Bedeutung war, da Sie bis zum 20. Jahrhundert der einzige Punkt war, an dem bei
Hochwasser der Strom von Sant Jordi sicher überquert werden konnte. Es ist auch
klar, dass die Römer in Pollença einen unauslöschlichen Eindruck hinterließen:
nämlich den Namen.
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