Montag, 21. Juli 2025

Nettersheim.

Links und rechts der Urft, der Schmetterlingspfad

Links und rechts der Urft, Schmetterlingspfad.

Hinweise genug

In Nettersheim sind uns Wanderwege genug bekannt, das ein oder andere bittet sich deshalb an, selten oder nie gemacht, links und dann direkt rechts der Urft von Nettersheim bis Bahnhof Urft und retour so was hatten wir auch noch nicht gemacht. Dafür bietet sich der Schmetterlingspfad bei Nettersheim an.

Das Urft Tal

In Nettersheim am Café Römer geht es los. Nach 13 Kilometer und sage und schreibe 38 Höhenmetern, also Luschiwanderung, ist die Montagswanderung zu Ende. Es konnten hier bislang 66 Tagfalter nachgewiesen werden, ein für NRW herausragendes Ergebnis.

Der hohe Wert des Urft Tales für die Falter wurde schon früh erkannt: Bereits seit 1966 untersucht und dokumentiert die Uni Bonn mit der Arge Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen das Gebiet. Besonders bedeutend für die Falter und damit besonders schutzwürdig sind die halbnatürlichen Biotope im Urft Tal. Hier führt die Arge in Zusammenarbeit mit dem Naturzentrum Eifel seit 1991 nach Abstimmung mit Behörden und Forstämtern regelmäßige Pflegeaktionen, speziell in Trockenstandorten und Waldübergangsstrukturen durch.

Die Hinweistafeln auf die Natur

Der Schmetterlingspfad führt einen durch das abwechslungsreiche Urft Tal, vorbei an Wäldern und Wiesen, Gebüschen und Rainen in ganz unterschiedlichen Lebensräume der bunten Luftakrobaten. Sechs aufwändig gestaltete Tafeln beleuchten interessante Themen aus dem Leben der Natur:

Acherlochhöhle

Kurz vor Urft wird die Acherlochhöhle tangiert. Sie dient Fledermäusen als Unterschlupf. In vielen Jahren im Karststein entstanden. Weiter am Bahnhof Urft vorbei am Ende der Straße führt ein schmaler Pfad ins Nix, also queren der Bahnlinie und dann wieder über breite Wege wird der grüne Pütz erreicht.

Der grüne Pütz

Hier ist Mittag, Grüner Pütz ist die Flurbezeichnung einer Talaue im Urft Tal in der Gemarkung Nettersheim. Hier befindet sich eine der Quellfassungen der römischen Eifelwasserleitung, die die Colonia Claudia Ara Agrippinensium, das antike Köln, mit Trinkwasser versorgte. Die Urft Talaue beherbergt seit Ende des 1. Jh. n. Chr. die südlichste Quellfassung des bedeutendsten technischen Bauwerks der Römerzeit nördlich der Alpen. Die rund 95 Kilometer lange Wasserleitung versorgte etwa 150 Jahre lang das heutige Köln, mit täglich circa 20 000 m³ Wasser. Wir bleiben immer an der Urft und somit ist der Startpunkt am Café Römer erreicht. Jetzt Montags Ruhetag.

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