Burgen Runde im Kreis Euskirchen
Eine Burgenrunde ohne Berge.
Mit nur 216 Höhenmetern gab es bei der heutigen Tour 3 Burgen zusehen. Wir starten in Niederkastenholz und gehen über den Römerkanalweg in Richtung Hardtburg.
Die Hardtburg ist eine gut erhaltene
mittelalterliche Wasserburgruine im Hardtwald bei Euskirchen, am Rande der
nördlichen Eifel, die als beeindruckendes Beispiel einer Mottenanlage gilt. Sie
besteht aus einer Kernburg und einer Vorburg. Die Ruine ist von Wanderwegen
umgeben und bietet einen lehrreichen Einblick in die Burgenkunde, der Bergfried
ist jedoch saisonal wegen brütender Vögel gesperrt.
| Höhenzug zur Hardtburg von Kirchheim aus rechts oben die Zuckerfabrik in Euskirchen |
Im weiteren Verlauf geht es über den Eifelvereinsweg in Richtung Kirchheim bis zur Steinbach Talsperre, immer noch kein Wasser nach der Flut im Ahrtal. Mann will wohl irgendwann wieder die Talsperre füllen und das Schwimmbad in Betrieb nehmen. Im Talgrund erreichen wir das ehemalige Kloster Schweinheim.
| Die Steinbach Talsperre mit Durchbruchkante |
Das ehemalige Kloster Schweinheim gehört,
entgegen seinem Namen, ebenfalls zum Gebiet der ehemaligen Pfarre Kirchheim. Es
wurde als Cisterzienserinnenkloster im Jahr 1238 von dem Ritter Gottfried von
Tomburg gestiftet. Im Laufe der Zeit kam der Konvent zu ausgedehntem
Grundbesitz, so dass seine Einnahmen jährlich 6000 Taler betrugen. In den
Jahren 1726 bis 1728 entstanden die heute noch vorhandenen Gebäude. Heute ein
Meditationszentrum.
| Burg Schweinheim |
Im dem selbigen Ort, Schweinheim, sehen wir die Burg Schweinheim. Eine Bachquerung machte einige Umwege nötig. Der Steinbach und der Sürstbach. Bei der ehemaligen Wasserburg handelte es sich um eine zweiteilige Burganlage umgeben damals von Wassergräben. Heute ist es ein großes landwirtschaftliche Gehöft.
Die Burg Schweinheim ist in den letzten
Jahren in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt, weil hier das erste als Sparschwein
bekannte Schweinchen angeblich von einem Ritter Spies von Büllesheim erfunden
wurde.
| Die Landschaft bei Niederkastenholz |
Am Ausgangsort ist dann noch die Burg Niederkastenholz zu sehen. Siehe oben. Das heutige Erscheinungsbild des Anwesens entspricht im Wesentlichen dem des 18. Jahrhunderts; Haupt- und Vorburg vermitteln nahezu unverfälscht das Bild einer ländlichen Burganlage des 18. Jahrhunderts.

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