Großer Wohnraum mit Küche, Dusche für zwei, Wendeltreppe ins Obergeschoß mit 2 getrennten Zimmern, ca.100 qm Ausladen und am Ruppiner See entlang die Stadt erkunden, der halbstündige Fußmarsch war eine Abwechseln nach der langen Fahrt. Donnerstag 20.09.2009
Nach einem erholsamen Schlaf bei Mückenfreier Nacht, raffte ich mich morgens auf und mache den Kaffee, denn, mein Schatz hatte Geburtstag den 64 zigsten, nächstes Jahr gibt es ein Almosen von der BFA. Da klingelte doch am frühen morgen das Telefon und die WWs waren an der Strippe, waren völlig überrascht, als erste, Jürgen und Lilo gratulieren zu Geburtstag. Im laufe des Tages meldeten sich dann die Pänz und gute Freunde aus Elba H&M. Nach der Studie des ADAC Reiseführer hatte ich eine Idee den Tag zu gestalten. Wir fuhren in Richtung Templin und anschließend wollte ich noch nach Rheinsberg.
Nach Besichtigung der Altstadt von Templin mit Turmbesteigung der Maria Magdalena Kirche erkundigte ich mich nach einer Draisinen Station der DB. Draisinen gibt es schon seit den Anfängen der Eisenbahn, benannt wurden sie nach seinem Erfinder Karl Freiherr Drais von Sauerbronn (1785 – 1851). Sie dienten den Eisenbahnern als Transportmittel bei Streckenkontrollen.
Über Beinkraft und Pedale wird angetrieben, die Schiene hält die Spur, soweit so gut. Auto parken und 46€ für eine Fahrt. Die Ansage von 28 Kilometer Fahrtstrecke hatte uns nicht erschreckt. Aber es sollte anders kommen. Nach einigen Kilometern mit Bundesstraßenüberquerung, wobei wir Schranken schließen mussten, hatten wir schon Probleme mit dem Hinterteil, der Sattel war wohl von geringerem Komfort.
Eine schöne Fahrt durch die Brandenburgischen Wälder und an Seen vorbei machte die Schmerzen erträglicher, nach 2.5 h waren wir von Templin in Fürstenberg-Havel angekommen. Nun ging es per Bus zurück nach Templin nach einer Wartezeit von einer Stunde und einer Stunde Fahrzeit sind wir wieder in Templin Es war mittlerweile 17:00 Uhr, und damit Rheinsberg vorerst auf einen anderen Tag verschoben, wie der Abend sich gestaltete das werde ich hier nicht beschreiben. Eins vorweg die Flasche Sekt des Vermieters hatten wir schnell leer.Freitag 21.09.2007
Morgens um 07:00 Uhr hörte ich den Müllwagen, das war es leider zu spät, um den vollen Container zur Straße zu bringen, also bleibt er voll, was soll’s. Gegen neun fuhren wir nach Rheinsberg, die Sonne hatte sich versteckt und es waren gerade mal 12° C Grad. Wir besichtigen Schloss Rheinsberg, wo Friedrich der 2. seine Jugendjahre verbrachte. Umgebaut durch Georg Wenezlaus von Knobelsdorff 1734/40, zählt das Schloss zu den schönsten Bauten der Zeit. Besichtigung ist montags keine, was wir schon in Sanssouci im Juli erlebt hatten. Nachdem ich mich auf eine Fensterbank gesetzt hatte brachte mir ein Aufseher einen Stuhl. Nach 2 Stunden audiovisuellem Rundgang nahmen wir uns noch die Zeit die Stadt zu erkunden. Auf der Rückfahrt entdeckten wir einen Hinweis nach Boltenmühle, was uns neugierig machte. Herbert und Marlis sind dort bei der 5 Seenfahrt gelandet, was wir noch vorhatten. Bei strahlendem Sonnenschein tranken wir einen Kaffee und gingen zum Bootsanleger. Da außer der schönen Restauration keinerlei andere Sehenswürdigkeit vorhanden war, werden wir die Bootsfahrt mit den Kindern am Samstag in Rheinsberg starten.
Samstag 22.09.2007
Um 10:00 Uhr starteten wir in Richtung Rheinsberg, nach einem ausgiebigen Sektfrühstück mit frischen Schrippen erreichten wir den Bootsableger für eine 5 Seenfahrt von Rheinsberg nach Pelowsee mit 2 Stunden Fahrtzeit. Beim unterqueren von Brücken hieß es Kopf einziehen und Kajüte absenken. Die Sonne zeigte sich von der schönsten Seite aber dem Fahrtwind musste mit einer Jacke getrotzt werden.

Ein Spaziergang im Park von Schloß Rheinsberg folgte. Das nächste Ziel hieß dann Gransee. Die alte Stadtmauer und Befestigungstürme aus dem 14. - 15.Jh. konnten durch Ausleihe von Schlüsseln im hiesigen Tourismusbüro erstiegen werden. In der Stadtmitte ist ein Schinkeldenkmal und erinnert an die Überführung der 1810 verstorbenen beliebten Königin Luise vom mecklenburgischen Hohenzieritz nach Berlin.
Die Inschrift lautet „ O Jammer, sie ist hin „ Schinkel und Fontane haben halt ihr Spuren in Brandenburg hinterlassen. Durch die bereits bekannten Ossi Alleen fuhren wir zu Ferienhaus zurück. Melanie hatte dann ein zwei große Bleche mit Pizza zubereitet und dazu tranken wir Märkischen Landmann und Mutter Branik, ein Lagerbier aus Tschechien.
Die anschließende Spielerrunde mit Biberbande, kleine Fische Kakerlaken Poker und Wizard wurde für mich zur einzigen Katastrophe, da sticht die Frau einen sicher geglaubten Stich ab, der eigene Sohn ebenso und letztendlich traut sich die Schwiegertochter das Geschehen so weiter zutreiben, kein Wunder, das der Kasten Landmann fast leer und verloren in der Küche steht.Sonntag 23.09.2007
Heute hieß es denn Tag in Neuruppin verbringen, damit die Berliner wenigstens am Montag im Büro etwas über Kultur zu erzählen hatten, unternahmen wir ein Sightseeing in Neuruppin. Das Fontanedenkmal,
Montag 24.09.2007
Nach dem Frühstück waren wir in Richtung Bantikow aufgebrochen, die Sonne und 23 °C Grad bei wolkenlosem Himmel, haben einfach dazu Eingeladen eine Rundwanderung um den Kiempowsee des unteren Teils in einem Landschaftsschutzgebiet zu unternehmen. Die Gesamtstrecke war mit 21 km angegeben und ging durch angelegte Waldwege entlang des Sees unter schattenspendenden Eichenbäumen, alter 70 Jahre und mehr, auf der Hälfte des Wegs entdecken wir einen Hinweis auf Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der 30 er Jahre.
Dienstag 25.09.2007
Das Wetter hatte sich total verändert, gestern noch 26°C Grad Sonne pur strahlendblauer Himmel und heute Regen und schlappe 13°C Grad, was nun, wir fuhren durch das Land Brandenburg in Richtung polnische Grenze, wir besuchten das Schiffshebewerk Niederfinow ,
Mittwoch 26.09.2007
Nach einer wiederholt ruhigen Nacht, wo in der Ferne nur der Hahn krähte, einige Vögel sich meldeten, war heute der Tag der Heimreise. Das gute Frühstück machte den Abschied umso schwerer, weil dazu noch strahlender Sonnenschein den Himmel erfreute. Wir gaben den Schlüssel beim Vermieter ab, und die dritte Frau an Bord „ Sandra“ war auf Erfurt eingestellt. Übrigens die Sandra hatte uns einige male auf den malerischen Alleen Mark Brandenburg vor den Steuereintreibern des Herrn Tiefensee gewarnt. Wir hatten mal wieder einen guten Riecher, auf unserer Straßenseite waren nur kleinerer Tagesbaustellen und keine Staus. In der Mittagszeit erreichten wir Erfurt. Nach Besichtigung des Doms, Elisabeth von Thüringen, waren wir durch die Gassen gebummelt. Meinen Schatz
2 Kommentare:
Schöner Reisebericht - jetzt weiss ich auch endlich, was ihr am Montag und Dienstag gemacht habt. War übrigens normale Ortschaft und keine 30er-Zone- ändert leider aber nichts an der Knolle.
Wir haben die Zeit in Neuruppin mit Euch seeeeehr genossen und freuen uns schon auf das Wiedersehen am Brandenburger Tor zu Sylvester hier in B.
MuM
Mit dem Wetter hattet ihr wirklich totales Glück. An diesem Wochenende, wie auch schon inklusive Freitag, tobt hier ein Herbststurm nach dem anderen mit Regen aus jeder Richtung: von rechts nach links, und umgekehrt, von oben und von unten und natürlich auch in jeder Tropfenform...
... schön, dass wir gemeinsam soviel Glück hatten.
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