Montag, 12. Oktober 2009

Die Drover Heide. Wanderung mit markierten Zeichen.

Schon öfter an einem markanten Punkt auf der Fahrt nach Nideggen vorbeigefahren, aber noch nie angesteuert. Das wär’s doch mal.
Endlich ein Wandergebiet welches der Montagskreis noch nicht kannte. Der Blogger Schreiber hatte sich dieses Gebiet ausgesucht. Wanderung an markierten Pfählen durch die Drover Heide. Flach und weitläufig erstreckt sich dieses Naturschutzgebiet östlich von Kreuzau, schnell erreichbar und auch für Nichtkletterer geeignet. In Stockheim starten wir an der Marieneiche und sind auch schon bald in dem von den belgischen Streitkräften bis 2004 als Übungsplatz genutztem Gelände. Gut ausgewiesen mit farbigen Pfählen konnte man sich eine Route aussuchen.
Die Heide ist ein Kleinod für seltene Tier- und Pflanzenarten, durch den Panzerbetrieb sind zahlreiche Klein- und Kleinstgewässer entstanden. Einige Wege sind zu bestimmten Zeiten für seltene Vögel, wie der Ziegenmelker, Heidelerche oder auch das Schwarzkehlchen, die am Boden zwischen dem Heidekraut brüten gesperrt.
Mit 40 Brutpaaren besiedelt der Ziegenmelker die Drover Heide. Im wird folgendes nachgesagt: Sie stehlen bei Nacht, denn am Tage können sie nicht sehen, sie dringen in die Ställe der Hirten und fliegen nach den Eutern der Ziegen um Milch zu saugen. Durch diese Gewalttätigkeit stirbt der Euter ab, und die so gemolkenen Ziegen werden blind. Dies vor 1900 Jahren von Plinius beschrieben. An einem Sportplatz bei Soller organisieren wir uns eine Bank und Tisch für die Pause. In Anbetracht des aufkommenden kalten Nordwinds wurden die ersten Obstler nach langer Enthaltsamkeit in die Runde gereicht.

Manche Wege sind mit Bohlen ausgebaut, um in den vielen Tümpeln die Tierwelt zuschützen. Es soll Wanderer geben die sich nicht an Geboten die ausführlich auf Schildern erstellt sind, halten.


Eine Beschreibung über Urkrebse dagegen, die sich hier in Tümpeln tummeln erheiterte die Runde. Klar das nun einige Herrenwitze die Runde machten.
Weidende Rindviecher ließen sich nicht stören. Den Ziegenmelker hatten wir nicht gesehen aber eine schöne abwechslungsreiche Landschaft mit viel Heide und Birkenwald, wie im letzten Bild zu sehen. Die nächste Tour wird Norbert leiten und alle die nun Urlaub hatten können sich an ihn wenden.

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