Montag, 26. Oktober 2009

Natur im Farbenrausch.

Umstellung der Uhr, Beginn Winterzeit, Ende Sommerzeit, wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät. Um 08:00 Uhr fragte ein Wanderer gehen wir heute oder nicht??? Da war noch eine Stunde Zeit die Zeitung zu lesen. So bunt und abwechslungsreich wie die Geschichte der Burg Olbrück präsentierte sich auch die Landschaft.
Seit ihrer Gründung um 1050 mehrmals zerstört und immer wieder aufgebaut liegen die Ruinen in 470 m über NN auf einem Vulkanrest und sind weit sichtbar von der A 61. Eine Eroberung blieb uns verwährt, das große Tor ist montags verschlossen, trotzdem an einen Gatter entlang kam man bis zum verschlossenen Haupteingang. Also nix mit weiter Sicht, da wäre schon ein Bolzenschneider nötig gewesen. Dieses Monument immer im Blick, führte uns das Navi ( Wolfgang ) zum Königssee.
Ein herrlich kleiner See, der aus einem ausgebeuteten Basaltsteinbruch entstand und bis Ende 1942 in Betrieb war, und sich im Laufe der Zeit mit Grundwasser gefüllt hatte. Die Wassertiefe wurde geschätzt, weil sich keiner traute eine Abkühlung zu nehmen. An der nächsten Ecke lugte wieder die Olbrück hervor, sind wir da nicht im Zickzack gewandert? Ein weiteres Kleinod mit Blick im Hintergrund, klar die Burg, lag zu unseren Füßen.
Das Rodder Maar ebenfalls mit wechselvoller Vergangenheit. Wahrscheinlich hat es seinen Ursprung durch einen Meteoriteneinschlag erlangt, da sich durch Untersuchungen von Experten keine Merkmale vulkanischer Struktur feststellen ließen.
Durch die Schließung der Abläufe ist es gelungen hier ein Biotop zu erschaffen. Zahlreiche Pflanzen und Tierarten haben sich hier angesiedelt. Die Zeitumstellung machte sich an diesem Tag früh bemerkbar, dunkle Wolken zogen auf und ein leichter Nieselregen beendete da auch den Aufenthalt an diesem schönen Fleck. Schade im Sommer hätte man auf dem weichen Untergrund eine lange Pause machen können. In einem Kaffee der 50 er Jahre fand diese Tour ihren Abschluss. Die nächste Route wird in die kühne Architektur der Wildnis sein, über die neue 124 Meter lange Brücke am Urftsee.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wunderschönes Wetter hattet ihr ja, toll!