Montag, 22. Februar 2010

Frühlingsbeginn am Heimatblick.

So langsam können die Ohne Wecker Lebenden in unserer Gesellschaft wieder nach dem Laufe der Natur aufstehen. Es wird heller und wärmer. Die siebte Wanderung in diesem Jahr stand an. Schon leicht rekordverdächtig, gerade zwei Monate um.
Wolfgang hat die Aufgabe übernommen uns einen Wandertag zu präsentieren, das sollte zur allgemeinen Überraschung beinhalten am Nachmittag bei Ihm zum Kaffee einzukehren. Seine Argumentation war, wenn wir in der Nähe wandern gibt’s bei Ihm Kaffee und Kuchen. Da kann Dieter ja nächste Woche auswählen was wir machen.

Norbert am Vorabend noch aus einem Bereich mit 30 Grad Plus war auch wieder früh morgens dabei. Seine Begeisterung kennt halt keine Grenze, das wissen wir noch aus der Zeit seiner Ballonfahrerei. Der möchte seinen Teilnehmerbonus sichern. Naja wenn das beim Wandern mal so anhält. Am Airport auf Male erkundet er sich, was so in der Rentnerseite steht, und das weckt Enthusiasmus in Ihm pur. Der Kommentar von Herbert war dann, sieht’s du 3 Milliarden lesen den Blogger.

Nur per Navi ging’s los, und zu unserem Erstaunen hatte Wolfgang nur eine topografische Karte dabei. Was das für Probleme aufkommen lässt, kennen wir doch von den Wanderfahrten. Querfeldein, plötzlich ein Bach ect. wo der uns Eifelvereinskarten billiger besorgen kann, komisch. Der Regen hatte sich pünktlich am Start Parkplatz Gut Eichholz verabschiedet, und die teilweise noch glatten Wege wurden vorsichtig bezwungen. Am Kamelleboom vorbei und zum Eisernen Mann wurde die Runde gemacht. Kamelleboom,
Ein Hinweis in Stein gemeißelt hat eine alte Tradition. Die Kinder am Kamelleboom zu beschenken geht nach mündlicher Aussage auf einen Brauch von Bauersfrauen zurück. Auf dem Weg zur Bahn in Roisdorf wurden nach dem Verkauf von Obst und Gemüse, die wartenden Kinder mit Süßigkeiten an dieser Stelle belohnt.

Der Eisernen Mann, ein Stahlträger mit 1,20 m Höhe steht am einen Wegeknotenpunkt. Seine Herkunft und sein Verwendungszweck ist nicht ausführlich bekannt. Urkundlich war es eine Grenzmarkierung zwischen Alfter und Heimerzheim. Das so um 1625. Unter Kurfürst Clemens August eine Planungshilfe, für seine Reitwege nach Poppelsdorf, heute für Wanderer ein Treffpunkt. Wir genießen die Mittagspause in der spürenden Frühlingsluft und die vorbeilaufende römische Wasserleitung gibt ein Wort vor, altrömische Dekadenz. Ob Schnee schippen oder Gartenarbeit, montags machen wir unseren Job, und das einige schon seit 10 Jahren, wobei die Krankmeldungen per Telefon genehmigt werden.

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