Irrsinnig
verrückte kölsche Spektakel werden zurzeit in der Scala aufgeführt. Vor 10
Jahren noch ein Kino, jetzt Theater und Konzertraum, mit Essen und Trinken. Das
Stück Puddelrüh durch die Prärie lässt
bei den fiktiven Darstellernamen schon erahnen wie dort die Post abgeht. Winnetunt und sein Pferd Glitschi. Doch was heißt puddelrüh, übersetzt,
ist das gleich wie bläck Föös?
Giggi
Herr, Bildmitte, Geburtstag letzte Woche, 70 Jahre, Nichte der unvergesslichen
Trude Herr, als kölsche Weltenbummlerin Anneliese Kolvenbach ist Sie in der
Prärie gestrandet. Lange schon ist ihre große Liebe, der Indianerhäuptling rollender
Stein, in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Geblieben ist nur das Produkt
dieser Liebe, der etwas einfach gestrickte Winnetunt. Sein Pferd Glitschi will Hafer, das Halbblut Anna Patschi
will ihm an die Wäsche, die anderen Stämme seinen Skalp und Mutter Anneliese
will mit ihm in ihre Heimat, nach Köln. Schöne, leider zu laute Lieder, derbe
Ausdrücke mit Humor verpackt, viel Temperament auf der Bühne und im Saal. Lustiger
Abend.
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