Donnerstag, 24. Januar 2013

Köln, Scala Theater.


Irrsinnig verrückte kölsche Spektakel werden zurzeit in der Scala aufgeführt. Vor 10 Jahren noch ein Kino, jetzt Theater und Konzertraum, mit Essen und Trinken. Das Stück Puddelrüh durch die Prärie lässt bei den fiktiven Darstellernamen schon erahnen wie dort die Post abgeht. Winnetunt und sein Pferd Glitschi. Doch was heißt puddelrüh, übersetzt, ist das gleich wie bläck Föös?
Giggi Herr, Bildmitte, Geburtstag letzte Woche, 70 Jahre, Nichte der unvergesslichen Trude Herr, als kölsche Weltenbummlerin Anneliese Kolvenbach ist Sie in der Prärie gestrandet. Lange schon ist ihre große Liebe, der Indianerhäuptling rollender Stein, in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Geblieben ist nur das Produkt dieser Liebe, der etwas einfach gestrickte Winnetunt. Sein Pferd Glitschi will Hafer, das Halbblut Anna Patschi will ihm an die Wäsche, die anderen Stämme seinen Skalp und Mutter Anneliese will mit ihm in ihre Heimat, nach Köln. Schöne, leider zu laute Lieder, derbe Ausdrücke mit Humor verpackt, viel Temperament auf der Bühne und im Saal. Lustiger Abend.

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