Montag, 29. Dezember 2014

Obergartzem.

Wanderung: 2014_45

Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Nr.4 Zülpicher Börde.
Region:. Voreifelland.
Länge: 12,12 km.
Gehzeit brutto: 3h 40 min.
WDG: 4,4 km/h
Wegmarkierungen kaum, Rund um den Billiger Wald, Römerkanalweg, querfeldein über Äcker, tiefgefrorene Wege gottseidank.
Wegbeschaffenheit: breite Wege.
Anspruch: leicht
Wetter: kalt ca. -1 Grad C, Graupelschauer.
Steigung: vom Satzvey zum Laurezberg, Max. 312 Meter.
Sehenswertes: Blicke auf die Kölner Bucht, bei guten Wetter.
An der B 266 und der  Kreuzung zur L11 ist ein großer Parkplatz der überwiegend von Pendlern genutzt wird. Da diese wohl alle frei haben ist der Startpunkt für die definitiv letzte Wanderung in 2014 gegeben. Nach einigen Metern erreicht man die Burg Veynau.
Die Burg liegt unmittelbar am Veybach neben der Bahntrasse der Eifelstrecke sowie der Bundesautobahn 1, von wo aus sie in südlicher Fahrtrichtung gut zu sehen ist, wenigstens die Türme.
Die um 1340 erbaute Burg Veynau ist eine der eindrucksvollsten und zugleich bedeutendsten mittelalterlichen Burganlagen im Rheinland. Bemerkenswert ist, dass der mittelalterliche Baubestand der Burg in späteren Jahrhunderten nicht wesentlich verändert wurde. 1988 begannen sorgfältige Restaurierungsarbeiten, so dass die Burg heute einen authentischen Eindruck von einer monumentalen gotischen Ritterburg vermittelt.
Durch den Ort Satzvey ging es in Richtung Burg Zievel. Von weitem war schon zuerkennen, das wird nix mit einem Kaffee am frühen Morgen. Hoch zum Laurezberg, der einzige Anstieg an diesem Tag. Auf der Höhe peitsche der Wind und Graupelschauern begleiteten uns. Was bei guten Wetter möglich blieb uns heute verborgen.
Nach Norden weitet sich der Blick über die Kernstadt Euskirchen hinaus bis ins Kölner Land, bei besonders klarer Sicht zeichnet sich am Horizont sogar die Silhouette des Kölner Domes ab. Im Osten schweift der Blick bis zum Siebengebirge. Zwischen diesen beiden Polen breitet sich die Ebene des Euskirchener Landes in einer selten geschauten Weite aus.
Ausgrabungen im Billiger Wald in den Jahren um 1870 förderten bedeutsame Funde zutage, so den Grabstein des römischen Soldaten Quintus Petronius Rufus, das zu einem großen Grabmal gehörende kunstvoll gearbeitete Steinbild der an einen Felsen geschmiedeten Hesione aus der Herkulessage, ferner eine Bronzebüste des weinfrohen Gottes Bacchus, heute alles im Landesmuseum Bonn. Trotz querfeldein gewählter Route fanden wir nur tiefe Spuren in den Wegen. An der Wißkirchener Tongrube einen Blick auf den Abbau, in unmittelbarer Nähe an der Schranke ein Anruf für die Öffnung, einen Kaffee in Kommern. Das war es in 2014, dafür werden wir am 5. Januar uns Belohnen mit einem Essen im Wiesengrund in Eichenbach, wenn auch die Leistungen der Jahreskilometer leicht im Abwärtstrend liegen.

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