Wanderung: 2014_45
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Nr.4 Zülpicher Börde.
Region:. Voreifelland.
Länge: 12,12 km.
Gehzeit brutto: 3h 40 min.
WDG: 4,4 km/h
Wegmarkierungen kaum, Rund um den Billiger Wald,
Römerkanalweg, querfeldein über Äcker, tiefgefrorene Wege gottseidank.
Wegbeschaffenheit: breite Wege.
Anspruch: leicht
Wetter: kalt
ca. -1 Grad C, Graupelschauer.
Steigung: vom Satzvey zum Laurezberg, Max.
312 Meter.
Sehenswertes: Blicke auf die Kölner Bucht, bei
guten Wetter.
An
der B 266 und der Kreuzung zur L11 ist
ein großer Parkplatz der überwiegend von Pendlern genutzt wird. Da diese wohl
alle frei haben ist der Startpunkt für die definitiv letzte Wanderung in 2014
gegeben. Nach einigen Metern erreicht man die Burg Veynau.
Die
Burg liegt unmittelbar am Veybach neben der Bahntrasse der Eifelstrecke sowie
der Bundesautobahn 1, von wo aus sie in südlicher Fahrtrichtung gut zu sehen
ist, wenigstens die Türme.
Die
um 1340 erbaute Burg Veynau ist eine der eindrucksvollsten und zugleich bedeutendsten
mittelalterlichen Burganlagen im Rheinland. Bemerkenswert ist, dass der
mittelalterliche Baubestand der Burg in späteren Jahrhunderten nicht wesentlich
verändert wurde. 1988 begannen sorgfältige Restaurierungsarbeiten, so dass die
Burg heute einen authentischen Eindruck von einer monumentalen gotischen
Ritterburg vermittelt.
Durch
den Ort Satzvey ging es in Richtung Burg Zievel. Von weitem war schon
zuerkennen, das wird nix mit einem Kaffee am frühen Morgen. Hoch zum
Laurezberg, der einzige Anstieg an diesem Tag. Auf der Höhe peitsche der Wind
und Graupelschauern begleiteten uns. Was bei guten Wetter möglich blieb uns
heute verborgen.
Nach
Norden weitet sich der Blick über die Kernstadt Euskirchen hinaus bis ins
Kölner Land, bei besonders klarer Sicht zeichnet sich am Horizont sogar die
Silhouette des Kölner Domes ab. Im Osten schweift der Blick bis zum
Siebengebirge. Zwischen diesen beiden Polen breitet sich die Ebene des
Euskirchener Landes in einer selten geschauten Weite aus.
Ausgrabungen
im Billiger Wald in den Jahren um 1870 förderten bedeutsame Funde zutage, so
den Grabstein des römischen Soldaten Quintus Petronius Rufus, das zu einem
großen Grabmal gehörende kunstvoll gearbeitete Steinbild der an einen Felsen
geschmiedeten Hesione aus der Herkulessage, ferner eine Bronzebüste des
weinfrohen Gottes Bacchus, heute alles im Landesmuseum Bonn. Trotz querfeldein gewählter
Route fanden wir nur tiefe Spuren in den Wegen. An der Wißkirchener Tongrube
einen Blick auf den Abbau, in unmittelbarer Nähe an der Schranke ein Anruf für
die Öffnung, einen Kaffee in Kommern. Das war es in 2014, dafür werden wir am
5. Januar uns Belohnen mit einem Essen im Wiesengrund in Eichenbach, wenn auch
die Leistungen der Jahreskilometer leicht im Abwärtstrend liegen.

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