Samstag, 26. September 2015

Der Rheinsteig.

Von Braubach bis Kamp Bornhoven.
Wanderung: 02_2015
Wanderleitung: Heinz. 
Wanderkarte: Wanderkarte Kompass Rheinsteig
Länge: 18,23 km.
Gehzeit brutto: 7h 46 min.
WDG: 3,5 km/h bis 5,0km/h
Streckenführung: Weg blaues R.
Wegbeschaffenheit: gut befestigte Wanderwege, Treppenstufen urige schmale Pfade.
Anspruch: schwer.
Wetter: ca. + 15 Grad, bewölkt teilweise bis Mittag Sonne.
Steigung: siehe Diagramm.
Die Tour begann am Parkplatz in der Nähe des Bundesbahnhofs Braubach.
Bisher sind wir, ich gewandert auf folgenden Strecken von Erpelerley über Linz nach Bad Hönningen, ( strömender Regen ) Hönningen nach Leutersdorf, Leutersdorf nach Rengsdorf, Rengsdorf nach Bendorf, Bendorf nach Ehrenbreitstein, Niederlahnstein bis Braubach. Heute die anspruchsvolle Etappe von Braubach nach Kamp Bornhoven.


Die Marksburg, der Erlkönig unter deutschen Burgen. Nie zerstört gehört zu den schönsten Wehrbauten am Mittelrhein. Schaurig sehenswert sind die in den Fels gehauene Reitertreppe, die mittelalterliche Folterkammer, die Kanonenbatterien sowie der Kräutergarten. Seit 1900 residiert in dem Gemäuer die Deutsche Burgenvereinigung, ein Zusammenschluss der Besitzer von 30.000 Burgen und Burganlagen im deutschsprachigen Raum. Eine Führung ist sehr lohnend, und trägt zu Erholung der ersten Strapaze bei.
Vom Ortskern Braubach aus steil an über einem Serpentinenpfad zur Burg, so sieht es der Rheinstieg halt vorsieht. Am 10. Mai waren wir zuletzt unterwegs, da werden wir wohl in 2017 das Ziel Rüdesheim erreicht haben.
Den Burghügel hinunter geht es zur St. Martinskirche. Von dort führt ein Treppenweg bis zu den Bahngleisen hinab, wo der steile Zecherweg beginnt.
An den Weinbergen vorbei lohnt es sich immer wieder umzudrehen und einen Blick auf die Marksburg zu genießen. Auf der letzten Etappe bis Braubach wurde die Burg schon mehrfach abgelichtet.
Am Lusthäuschen, ein Ruhe und Aussichtspavillon, hat man die erste Anstrengung geschafft. Vollbesetzt mit Hundefreunden und Viechern aller Größe. Da hieß es für uns schnell weiter. Was folgt, ist Lustwandern pur parallel am Hang, bis der Rheinsteig plötzlich wieder scharf nach rechts abwärts abbiegt und in Serpentinen ins Dinkholder Bachtal zum Sauerbrunnen hinabsteigt.
Eine Wasseranalyse von 1565 besagt, das Wasser werde für den täglichen Trunk genutzt, um die Nachwirkung gestriger Trunkenheit aufzulösen, da dies für uns nicht zutrifft verzichten wir auf eine Probe, nur Harald und Udo laben sich an dem Nass, bei deren Körpergröße dauert es ja auch einen langen Weg bis zum Magen.
Man folgt dem Tal zunächst leicht ansteigend, bis die Route dann steil hinaufführt zum Dinkholder Berg mit Schutzhütte und grandioser Aussicht. Eine Abkürzung wäre hier möglich, aber nicht mit uns. Die Schutzhütte lädt zur Pause ein und es stellte sich die Frage, verwahre ich noch ein wenig Proviant.

Denn nun ging es weiter in stetem Auf und Ab, wobei mehrere Seitentäler ausgelaufen werden müssen. Man stößt schließlich auf den Pilgerweg, den Wallfahrer nutzten, um die Strecke zum Kloster Bornhofen abzuschneiden.
Hinter Filsen führt ein Serpentinen-Aufstieg hoch zu einem Aussichtspavillon mit Blick auf Boppard und die Filsener Ley.
Ein Fotoversuch um den sagenhaften Rheinbogen bei Boppard abzulichten, ist von dieser Rheinseite nicht so spektakulär. Der nun folgende Pfad entlang der Hangkante des Kamperhauser Feldes zählt zu den schönsten Abschnitten des Rheinsteigs.

Zum allem Überdruss wird an der Strecke probiert einige Klimmzüge zu machen. Schließlich erreichten wir über den Naturlehrpfad das Ziel Bahnhof Kamp. Die nächste Route wird dann hier beginnen.

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