Ein Pfingstlager in diesem Ort?
Wann und auf
welcher Wiese das war, da wurde heftig drüber diskutiert.
Dieter
schätzt das war Pfingsten 1956, wir werden uns darüber im Laufe der Woche noch
unterhalten. Kallmuth, Gemeinde Mechernich, 395 Einwohner, Ackerland, Hügel und
Fachwerkhäuser. Eine Krimireihe wurde hier auch schon gedreht, das Revier der
Polizei Hengasch im WDR.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.5 Kall, Kommern,
Mechernich, Nettersheim.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 14,3 km 03:55 h 380 hm.
Streckenführung: Weg Nr. 8,7,1,A3,8,querfeldein,Römerkanalweg,Eifelverein.
Wetter: 23,5 Grad,
trocken Sonne.
Wegcharakter: befestigte breite Waldwege.
Unsere Tour beginnt am
Ortsrand von Kallmuth, direkt an der Brunnenstube. Ein Römerbrunnen, von dem
aus eine Wasserleitung nach Köln führte.
Das Naturschutzgebiet
Kallmuther Berg entstand auf dem Gelände eines Ende des Jahres 1957
stillgelegten Tagebaus zum Abbau von Bleierz.
Die Brunnenstube Klausbrunnen
wurde bei der Suche nach Quellgebieten für die Wasserversorgung im Jahr 1935
entdeckt. Auf diese Weise ist man auch auf die nicht zugänglichen
Quellfassungen bei Dreimühlen und bei Urfey gestoßen. Dabei war es schon erstaunlich,
dass die römischen Ingenieure mit ihren einfachen Mitteln offensichtlich zu
denselben Ergebnissen gekommen waren, wie heute mit den Methoden unserer Zeit. Im
Kallmuther „Klausbrunnen“ befindet man sich am Kopfende eines der drei
Wasserleitungszweige, die in der ersten Bauphase der Eifelwasserleitung 80/90
n. Chr. gebaut worden sind.
Direkt gegenüber auf dem
Weg Nummer 8 geht es bergan in Richtung Vollem. Ein Bergkreuz ist eine weithin
sichtbare Markierung. Tiefes sattes Grün und blühender Gingster, herrlich bei
diesem Wetter eine Wanderung zu unternehmen. Einige Kilometer auf dem Höhenzug
oberhalb von Eiserfey auf dem Weg Nummer 7 geht es leicht talwärts zu dem Ort
Vussem.
Das Römische Aquädukt
lassen wir unterhalb des Ehrenfriedhofs linke Hand liegen und wiederrum über
einen Höhenzug geht es in Richtung Weyer.
Die auf der Anhöhe
weithin für alle Gläubigen sichtbar gelegene Pfarrkirche wurde 1187 zum ersten
Mal urkundlich erwähnt. Diese Kirche ist von der B266 bei Kall auf den Fahrten
in den Nationalpark Eifel immer ein Kommentar wert. Wer sich den Verlauf des
Römerkanal-Wanderweges anschaut und die Brunnenstube bei Eiserfey kennt, kann
verstehen warum man sich gerade hier, in der Gegend um Nettersheim, seit
Generationen Geschichten von geheimen unterirdischen Gängen erzählt. Denn
jahrhundertelang wusste kein Mensch mehr die hin und wieder im Feld
auftauchenden, gemauerten Tunnelreste der römischen Wasserleitung zu deuten. In
der Tat staunen wir noch heute über das antike Kunstwerk, in das man sogar
hineinkriechen kann.
Von Weyer schnurstracks
gerade aus abwärts ins Königsfelder Tal nach Urfey. Ein Straßendorf in einem
engen Tal, Karnevals Freitag ein sehenswerter Lichterzug mit Bus Shuttle von
Mechernich, ein Hinweis in 2,5 Kilometer Entfernung ist der Ausgangspunkt
erreicht, da kommt Freude auf, eventuelle Termine am späten Nachmittag sind
noch zu Händeln, und bei der Wegführung Nummer 8 am Waldrand, unter hohen
Buchen, ein kühles Lüftchen, tolles Landschaftsbild da freut man sich auf die
Kaffeepause im Krewelshof.
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