Montag, 7. Mai 2018

Kallmuth.


Ein Pfingstlager in diesem Ort?

Wann und auf welcher Wiese das war, da wurde heftig drüber diskutiert.
Dieter schätzt das war Pfingsten 1956, wir werden uns darüber im Laufe der Woche noch unterhalten. Kallmuth, Gemeinde Mechernich, 395 Einwohner, Ackerland, Hügel und Fachwerkhäuser. Eine Krimireihe wurde hier auch schon gedreht, das Revier der Polizei Hengasch im WDR.

Wanderleitung: Gerd.

Wanderkarte: Wanderkarte Nr.5 Kall, Kommern, Mechernich, Nettersheim.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  14,3 km 03:55 h 380 hm.
Streckenführung: Weg Nr. 8,7,1,A3,8,querfeldein,Römerkanalweg,Eifelverein.
Wetter: 23,5 Grad, trocken Sonne.
Wegcharakter: befestigte breite Waldwege.

Unsere Tour beginnt am Ortsrand von Kallmuth, direkt an der Brunnenstube. Ein Römerbrunnen, von dem aus eine Wasserleitung nach Köln führte.
Das Naturschutzgebiet Kallmuther Berg entstand auf dem Gelände eines Ende des Jahres 1957 stillgelegten Tagebaus zum Abbau von Bleierz.

Die Brunnenstube Klausbrunnen wurde bei der Suche nach Quellgebieten für die Wasserversorgung im Jahr 1935 entdeckt. Auf diese Weise ist man auch auf die nicht zugänglichen Quellfassungen bei Dreimühlen und bei Urfey gestoßen. Dabei war es schon erstaunlich, dass die römischen Ingenieure mit ihren einfachen Mitteln offensichtlich zu denselben Ergebnissen gekommen waren, wie heute mit den Methoden unserer Zeit. Im Kallmuther „Klausbrunnen“ befindet man sich am Kopfende eines der drei Wasserleitungszweige, die in der ersten Bauphase der Eifelwasserleitung 80/90 n. Chr. gebaut worden sind. 


Direkt gegenüber auf dem Weg Nummer 8 geht es bergan in Richtung Vollem. Ein Bergkreuz ist eine weithin sichtbare Markierung. Tiefes sattes Grün und blühender Gingster, herrlich bei diesem Wetter eine Wanderung zu unternehmen. Einige Kilometer auf dem Höhenzug oberhalb von Eiserfey auf dem Weg Nummer 7 geht es leicht talwärts zu dem Ort Vussem. 

Das Römische Aquädukt lassen wir unterhalb des Ehrenfriedhofs linke Hand liegen und wiederrum über einen Höhenzug geht es in Richtung Weyer.
Die auf der Anhöhe weithin für alle Gläubigen sichtbar gelegene Pfarrkirche wurde 1187 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Diese Kirche ist von der B266 bei Kall auf den Fahrten in den Nationalpark Eifel immer ein Kommentar wert. Wer sich den Verlauf des Römerkanal-Wanderweges anschaut und die Brunnenstube bei Eiserfey kennt, kann verstehen warum man sich gerade hier, in der Gegend um Nettersheim, seit Generationen Geschichten von geheimen unterirdischen Gängen erzählt. Denn jahrhundertelang wusste kein Mensch mehr die hin und wieder im Feld auftauchenden, gemauerten Tunnelreste der römischen Wasserleitung zu deuten. In der Tat staunen wir noch heute über das antike Kunstwerk, in das man sogar hineinkriechen kann.

Von Weyer schnurstracks gerade aus abwärts ins Königsfelder Tal nach Urfey. Ein Straßendorf in einem engen Tal, Karnevals Freitag ein sehenswerter Lichterzug mit Bus Shuttle von Mechernich, ein Hinweis in 2,5 Kilometer Entfernung ist der Ausgangspunkt erreicht, da kommt Freude auf, eventuelle Termine am späten Nachmittag sind noch zu Händeln, und bei der Wegführung Nummer 8 am Waldrand, unter hohen Buchen, ein kühles Lüftchen, tolles Landschaftsbild da freut man sich auf die Kaffeepause im Krewelshof. 

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