Montag, 15. Juli 2019

Alendorf.


Nach dem Motto, ab in den Urlaub.

Blick auf Alendorf mit Kalvarienberg und Eierberg 
Wanderleitung. Gerd.
Wanderkarte. Karte Nummer 15 Oberes Kylltal.
Wetter. 14,2 Grad C, bedeckt.
Wegprofil. Überwiegend Waldwege mit Grasuntergrund, leicht zu gehen.

Alle Daten im Überblick, Route in gelben Verlauf

Wir starten am Parkplatz der kleinen Kapelle in Alendorf in Sichtweite des Kalvarienberges. Das Wacholderschutzgebiet um Alendorf hat bundesweite Bedeutung und ist in Nordrhein-Westfalen das größte. Bundesweit zählt es zu den drei Größten. Kalkmagerrasen heißt das Zauberwort, oder ab in den Urlaub für ein paar Stunden.




Neue Logos bei Glück erwischt man alte Hinweise
Über den Weg Nummer 37 geht es auf der Rückseite der Kapelle und des Eierberges in Richtung Waldorf. Wie schon gewohnt sind die alten Bezeichnungen nicht mehr existent und neue Logos angebracht. Am Griesheuel vorbei hat man noch eine spektakuläre Aussicht auf die Landschaft. Es ist ein karger Boden, auf dem sich der genügsame Wacholderstrauch besonders wohl fühlt. Die Dreiergruppe heute ist ein wenig traurig, da sich der sonst begleitende Geologe auf Exkursion im Nörtlinger Ries befindet, so müssen wir uns auf Infotafeln einlesen.

Auf den Spuren der Römer
Kommt man zu den Alendorfer Kalktriften, erwacht der Gedanke an die Toskana mit ihren sanften wacholderbewachsenen Hügeln. Von Waldorf aus geht es über den Eifelvereinsweg (4) Josef Schramm Weg bis zum Reinertshof in der Nähe der vier Herrensteine. Ein Hinweis auf die Vulkaneifel erlaubt eine Verschnaufpause. Wir kreuzen den Pilgerweg und folgen der Bezeichnung J2 und J3 bis zur Escher Mühle. Die Bezeichnung J signalisiert wir sind im Gebiet von Jünkerath.

Am Wanderweg hinter Esch, ein besonders schönes Tal
Über den J5 und F3 und E2 werden die Ortschaften Feusdorf und Esch angepeilt. In greifbarer Nähe ist Alendorf zu sehen. Zeit die Herde zu füttern, den der Weidegrund ist schon abgefressen. Der Wanderuntergrund war überwiegend mit Grasnaben besetzt und so blieben die Schuhe ordentlich sauber. In der Nähe des Hammersberg ist das Thema wieder bei den Wacholderbeeren. Die blauen Wacholderbeeren würzen auch heute noch das Sauerkraut. Nicht zu vergessen ist der Wacholderschnaps, der im kommenden Jahr speziell gebrannt wird. Neben der bis zu 12 Meter hohen Säulenform kommt der Wacholder auch als niedriger Strauch vor. Über 150 regionale Bezeichnungen gibt es.



Das wecke die Neugier der Montagswanderer
Forstwirtschaftlich eher unbedeutend wird der Wacholder seit dem frühen Mittelalter als Heil- und Gewürzpflanze besonders geschätzt. In Sagen und Märchen gilt er als rätselhaft und geheimnisvoll, schützte aber auch vor Hexen, Zauberern und Dämonen. Die weitsichtbaren weißen Zelte sind ein Forschungsprojekt zur Insektenzählung.

Links und rechts des Weges Wacholder
Das Alendorfer Stübchen ist leider geschlossen, wobei im Internet der Dienstag als Ruhetag vermerkt ist. So geht es kurzer Hand nach Mirbach zu Backes der auch in der Bundeshauptstadt bekannt ist. Dienstagabend in fröhlicher Runde bei Tasso und Harry, schöner kann die Woche nicht beginnen.

Keine Kommentare: