Dritte Wanderung in 2020. Neffelsee, Neffelbach.
| Am Neffelbach hinter dem Ort Embken in Richtung Juntersdorf |
Wanderleitung: Herbert. Wanderkarte: Nummer 4 Zülpicher Börde.
Wetter: 4,4
Grad C, bedeckt Nebel, mittags Sonne.
Kreis: Euskirchen. Region: NRW Wegprofil: Wirtschaftsweg
Asphalt.Strecke:14,80 km.Zeit:03:55 h.Höhenmeter: 83 hm.
| Startpunkt am ehemaligen Kloster |
Direkt am alten Kloster in Füssenich wird geparkt und dort hat auch der Weg Nummer 1 seinen Anfang. Linksrum am Ufer entlang wurde der Neffelsee teilweise umrundet. Der See ist im Grunde ein etwa 40 Meter tiefes Baggerloch, das vom Zülpicher Braunkohletagebau übrig geblieben ist. An den Ufern musste man massenhaft Erdaushub in den See kippen, um das Schilf zum Wachsen zu bewegen. Denn die ursprünglichen Ufer des Lochs waren dafür viel zu steil. Klares Wasser ist wohl ein besonderes Merkmal.
| Der Neffelsee |
Die üppig wuchernde Naturverjüngung zwischen den Pappeln zeigt allerdings inzwischen deutliche Spuren, was hier standortgerecht ist. Eschen, Erlen und Weiden. Gleich vor dem See auf einem Feld suchen Nilgänse Nahrung. Wie der Name schon sagt kommt diese hübsch gefärbte Gans aus Afrika. Seit 1970 breitet sie sich in Mitteleuropa aus und brütet auch an den Zülpicher Seen.
Weithin waren die Rufe der ganzjährig hier lebenden Stockenten und Blässhühner zu hören. Auch die Kanadagans mit ihrem unverwechselbaren Ruf machte auf sich aufmerksam. Hier sagt der Name ebenfalls aus, woher sie stammt.
| Blick auf Embken von der Bank wo Mittagspause war |
Von 1953 bis 1969 wurde rund um Zülpich Braunkohle abgebaut. Mit einem großen Schaufelradbagger wurde die Braunkohleschicht aus dem Erdreich ausgegraben. Da diese Schicht nahe an der Erdoberfläche lag, konnte man sie in einer großen, offenen Grube im Tagebau fördern.
| Diese Bezeichnung ist in der neusten Karte Zülpicher Börde nicht präsent |
An der Luisgesmühle geht es in Richtung Juntersdorf. Entlang einer alten Tagebauhalde wird aus dem Weg Nummer 1 der Zülpich Chlodwig Weg. Oberhalb des Ortes Embken lädt eine Bank zur Mittagspause ein und auch die Sonne lässt sich blicken. Am Bahnhof vom Embken sind wir im letzten Jahr mal gestartet.
| Goldene Lichtblicke beim Frühnebel |
Heute auch zu Dritt in anderer Konstellation. Einer ist der blühenden Haselnuss entflohen und heute in Aruba. Der hätte seine Freunde an den blühenden Sträuchern entlang des Neffelsbaches gehabt. Wir folgen dem Bachlauf bis zum Startpunkt. Noch genug Zeit für 2 Karnevalsjecken im Walfisch abzufeiern.
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