Montag, 11. April 2011

Frühsommertag. Roderath, Bouderath, Holzmülheim, Frohngau.

Die metrologische Definition eines Sommertages besagt, dass man bei 25 ° C Grad von einem solchen sprechen kann. Ein Mitwanderer der sich mittags in der Sonne aalte, war da anderer Meinung.
Ganz im Sinne der Wanderungen
Blühende Landschaften
Morgens um acht lacht diese dann auch schon. Nimmt man nun noch Tee oder Kaltgetränke mit, auf jeden Fall den Flachmann. Heute hatte unser Navi Mann Wolfgang das Sagen. Das fast übliche Quartett der letzten Wanderungen war wieder zusammen. Wolfgang, Dieter, Norbert und Gerd, Ohne, ich betone ohne Karte, nur ein elektronisches Etwas beschrieb die Wege. Kommentare der Mitwanderer, hier sind wir auf dem Weg Nr. 2, oder Nr.3 wurden belächelt. Deshalb entfällt eine Wegbeschreibung in der heutigen Doko, und die Elektronik wird hier aufgezeigt.
Wenn es keine Möhren gibt, bleibe ich stehen
Elektronischer Wegweiser
Punktgenau sind wir natürlich am Auto angekommen. Viele Dörfer haben wir an diesem Tag durchquert, was der Spekulation Nahrung gab, dass Wolfgang die Wege über den Michelin ausgesucht hatte. In der Tat waren es viele Pflasterwege, was aber an diesem Frühsommertag keine Rolle spielte. Nach einiger Zeit die Bekleidung zum Sommeroutfit umzufunktionieren. Eincremen und Ärmel hoch, die blühenden Landschaften bewundern und den Pferdeflüsterern bei der Arbeit zusehen.
Pferdeflüsterer am Werke
Ortsrand Roderath
Erste Hinweise auf eine Besiedlung in Roderath deuten auf das 2. bis 3. Jahrhundert nach Christi Geburt hin. Beweis hierfür ist die westliche von Roderath gelegene "Villa Rustica", deren Überreste (Fundament, Dachziegel und Keramikscherben) erst in den letzten Jahren freigelegt wurden.
Im Jahr 1020 wurde der Ort Bouderath als "Bohart" erstmalig erwähnt; Heinrich II. schenkte den Ort der Abtei Prüm. Das Kleingeld in der Geldbörse wurde für einige Kerzen in der Kapelle geopfert und nach Umrundung der Ortschaft an der Erft Quelle in Holzmülheim am gedeckten Tisch Platz genommen. 
An der Erftquelle
Tief eingebettet zwischen hohen Bergen liegt ungefähr auf halbem Wege zwischen dem mittelalterlichen Städtchen Münstereifel und dem Grafensitz Blankenheim das kleine anmutige Eifeldörfchen Holzmülheim. Zur Zeit des Frühlings verschwinden hier die Häuser fast in einem blühenden Wald von Obstbäumen. Wahrhaftig, hier hat das helläugige und muntere Eifelkind, die Erft, einen idealen Wiegenort.
Belohnung am Nachmittag

Es sprudelt das glasklare und Sommer wie Winter gleich kühle Bergwasser am Fuße der "Hardt" aus den Kalkfelsen hervor. Ein idealer Ort mit guter Infrastruktur zur Erholung. Nach 110 Kilometern fließt die Erft bei Neuss in den Rhein. Wir gehen wie üblich nach der Mittagspause steil bergan und kommen dabei gehörig ins Schwitzen. Am Ortsrand von Buir bietet sich eine trockene Wiese bzw. eine Bank an noch mal eine Verschnaufpause einzulegen. Da lag es nahe zu überlegen wie beenden wir diesen Tag, Eis essen in Nettersheim. Für nächste Woche hat sich Norbert gemeldet, naja wenn man so gut erholt geschlafen hatte kann man ja die Planung schon mal überdenken.  

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