Montag, 16. April 2012

Ahrdorf.

Der Begriff Flash Mob, neudeutsch, steht für, aufgewiegelte Volksmenge, oder als Pöbel bezeichnet, ein kurzer scheinbar spontaner Menschenauflauf, auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun. So weit so gut. Wir kennen uns schon seit einer Ewigkeit, wenn man ein halbes Jahrhundert so definieren kann. Ob wandern zu den ungewöhnlichen Dingen zählt steht außer Frage. Auf in die Natur. Der neudeutsche Begriff hatte am Morgen seine Wirkung, mehrere Aufrufe und übrig blieben mal gerade Drei. Der Präsident aus einem Kegelclub ( Peter ), der Präses der Wanderer und sein Adlatus. ( Chronist )
Wanderstrecke
Ahrdorf

Ahrdorf, der Ort liegt etwa 2 km vor Eintritt der Ahr in das Land Rheinland-Pfalz. Der kleine Ort, der 1687 nur 15 Hausstätten zählte, war in der Feudalzeit (vor 1794) ein politisches Kuriosum, da er als Exklave vollständig von fremden Territorien umgeben war. Dies waren im Westen, Norden und Süden die Herrschaftsgebiete des Herzogtums Aremberg, im Osten die zum Kurfürstentum Köln gehörenden Müsch und Hoffeld und im Südosten die Orte Trierscheid und Nohn des Kurfürstentums Trier. Der Übertritt ins „Ausland“ erfolgte für uns entsprechend kurz hinter der Dorfgrenze. Dort an der Ahrbrücke starten wir auf dem Sonnenweg. Leicht bergan an teilweise Wachholder Bepflanzungen vorbei Richtung Norden bis wir nach 2 km querab, Uedelhoven sehen. Im weiteren Verlauf ist die Jodokus Kapelle in weiter Ferne auf 448,2 Meter Höhe sichtbar.
Auf dem Sonnenweg
verwunderlich

Inspiriert durch die aufkommende Sonne und getäuscht durch die Wegänderung wird noch früh genug die Verwechslung Links und Rechts korrigiert. Geschätzter Umweg ca. 500 Meter. Ob gegen oder mit dem Eifelvereinszeichen, Raute oder Pfeil, war Diskussionswürdig. Auf jeden Fall wurde die notwendige Abzweigung nach Müsch gefunden.


Weitsichten oberhalb vom Lenzenhof, herrliches Panorama, auf den Aremberg und die Nürburg plus der Gewissheit jetzt geht’s nur noch bergab beschleunigen die Schrittfolge.

Aremberg

Die Nürburg

Müsch, Muska, 975 erwähnt hatte in der windgeschützten Bushaltestelle Platz für Drei. Das hier bei  Hochwasser in den Jahren 1804 und 1910 mehrere Menschen ums Leben kamen war vorstellbar, Trierbach und Ahr treffen zusammen. Damit nicht die gefürchteten Radwanderwege mit ihrem Pflaster die Füße ruinierten wurde die alte Bahntrasse gewählt für den Rückweg nach Ahrdorf.

Mutig, ohne Taschenlampe, immerhin 396 meter lang
Größenvergleich

Überraschend lang ein alter Tunnelbogen, mit 396 Meter, damals eine Meisterleistung, ungewöhnlich fürs Auge, und zum Glück noch offen, denn Licht am Ende und greifbar nahe der Startpunkt. Am Jakos Mühlen Camping Platz vorbei war letztlich um 15:30 Uhr Schluss mit Lustig. Curry Kartoffelsalat am Forstwalder Hof und der Tag ist gegessen.

Keine Kommentare: