Montag, 16. Januar 2017

Nettersheim.

2017 auf zur dritten Tour, Wintermärchen Landschaft.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Nr. 5 Kall, Kommern, Mechernich, Nettersheim.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  17,6 km, 04:43 h Echtzeit, 171 hm.
Wegführung: Wege Nr.1, 2 bzw. Quellenpfad, Weg Nr. 4 ab Marmagen.
Anspruch: schwer,
Wetter: -0,7 Grad C, trocken, Tiefschnee, Sonne.
Ein Traum von weiß wird zum Alptraum. Die anfänglichen Schneehöhen in Nettersheim liegen bei 20 bis 30 cm, im Eichtertal kurz vor Marmagen werden die 50 cm überschritten.
Das Schneetreiben auf der Autobahn führte dazu die Wandertour zu ändern. Erstmal einen heißen Kakao im Römer Café in Nettersheim. Da hieß es für die Wanderleitung, Flexibel sein, das ergibt eine Routenänderung, anstatt an die Ahr, in den Hügeln der Kalkeifel auf historischen Strecken. Das geht hier auch ohne Wanderkarte, die römischen Wege sind gut ausgeschildert, und die Elektronik des 21. Jahrhunderts gibt hilfreiche Informationen.
Entlang der Urft ist ein breiter Radweg gut bedeckt mit Schnee und bis zur Römerquelle, Grüner Pütz, leicht zu gehen. Durch das Eichtertal in Richtung Marmagen leicht bergan werden die Schneehöhen direkt spürbar, hier war in den letzten Tagen weniger Publikumsverkehr, selbst die Spurrillen im Gestein wo einst die Römerstraße war sind zugeweht.
In der Römerzeit wurden die Wälder gewaltig zurückgedrängt, Holz war zum Bauen nötig für die vielen Gehöfte an der Strecke. Bis auf die Höhen der Schneifel besiedelten Römer, bzw. die galloromanische Bevölkerung, die gesamte Eifel mit einem dichten Straßennetz und nutzten mit ihren oft auf den Höhen liegenden Gutshöfen weite Teile der Landschaft für Ackerbau und Viehzucht.

Am Sportplatz von Marmagen ist die Pause unter der Tribüne bei leichten Minusgraden und heißem Tee mit einer Schnapsmischung aus Geranienblüten und Rum angesagt. Nach einem leichten Anstieg und hinter den Ortsrand von Marmagen entfaltet sich eine atemberaubende Landschaft.

Die angekündigte Mittagssonne und der tiefverschneite Weg Nr. 4 parallel zum Josef Schramm Weg, den wir nicht nehmen wegen der verwurzelten Wegführung bis zur Urft, geht es immer leicht bergab, das Highlight des Tages, Wildwechsel inclusive, strahlend blauer Himmel, Tiefschnee. Noch eine irreführende Wegorientierung in Richtung Nettersheim an der Bahnüberführung der Eifelstrecke Köln Trier. Das war es und wir nehmen die kürzere Variante und lassen uns im besagten Römer Café verwöhnen, Fußbodenheizung, Schuhe sauber, Hosen trocken.

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