2017 auf zur dritten Tour,
Wintermärchen Landschaft.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Nr. 5 Kall, Kommern, Mechernich,
Nettersheim.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 17,6 km, 04:43 h Echtzeit, 171 hm.
Wegführung: Wege Nr.1, 2 bzw. Quellenpfad,
Weg Nr. 4 ab Marmagen.
Anspruch: schwer,
Wetter: -0,7 Grad
C, trocken, Tiefschnee, Sonne.
Ein Traum von weiß wird zum Alptraum. Die anfänglichen Schneehöhen in
Nettersheim liegen bei 20 bis 30 cm, im Eichtertal kurz vor Marmagen werden die
50 cm überschritten.
Das Schneetreiben auf der Autobahn führte dazu die Wandertour zu
ändern. Erstmal einen heißen Kakao im Römer Café in Nettersheim. Da hieß es für
die Wanderleitung, Flexibel sein, das ergibt eine Routenänderung, anstatt an
die Ahr, in den Hügeln der Kalkeifel auf historischen Strecken. Das geht hier
auch ohne Wanderkarte, die römischen Wege sind gut ausgeschildert, und die
Elektronik des 21. Jahrhunderts gibt hilfreiche Informationen.
Entlang der Urft ist ein breiter Radweg gut bedeckt mit Schnee und bis
zur Römerquelle, Grüner Pütz, leicht zu gehen. Durch das Eichtertal in Richtung
Marmagen leicht bergan werden die Schneehöhen direkt spürbar, hier war in den
letzten Tagen weniger Publikumsverkehr, selbst die Spurrillen im Gestein wo
einst die Römerstraße war sind zugeweht.
In der Römerzeit wurden die Wälder gewaltig zurückgedrängt, Holz war
zum Bauen nötig für die vielen Gehöfte an der Strecke. Bis auf die Höhen der
Schneifel besiedelten Römer, bzw. die galloromanische Bevölkerung, die gesamte
Eifel mit einem dichten Straßennetz und nutzten mit ihren oft auf den Höhen
liegenden Gutshöfen weite Teile der Landschaft für Ackerbau und Viehzucht.
Am Sportplatz von Marmagen ist die Pause unter der Tribüne bei leichten
Minusgraden und heißem Tee mit einer Schnapsmischung aus Geranienblüten und Rum
angesagt. Nach einem leichten Anstieg und hinter den Ortsrand von Marmagen
entfaltet sich eine atemberaubende Landschaft.
Die angekündigte Mittagssonne und der tiefverschneite Weg Nr. 4 parallel
zum Josef Schramm Weg, den wir nicht nehmen wegen der verwurzelten Wegführung bis
zur Urft, geht es immer leicht bergab, das Highlight des Tages, Wildwechsel
inclusive, strahlend blauer Himmel, Tiefschnee. Noch eine irreführende
Wegorientierung in Richtung Nettersheim an der Bahnüberführung der Eifelstrecke
Köln Trier. Das war es und wir nehmen die kürzere Variante und lassen uns im
besagten Römer Café verwöhnen, Fußbodenheizung, Schuhe sauber, Hosen trocken.
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