Samstag, 7. April 2018

Berndorf.


Krimi Wanderweg.
Jacques Berndorf, geb. am 22. Oktober 1936 in Duisburg-Hamborn; eigentlich Michael Preute ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller.
Zur Jahreswende 1983/84 ließ sich Michael Preute mit mehreren Rechercheaufträgen überregionaler Nachrichtenmagazine in Berndorf in der Eifel als Schriftsteller nieder. Zu diesem Zeitpunkt recherchierte er im Auftrag des Spiegels eine Reportage über den sogenannten Regierungsbunker in Marien Thal an der Ahr.
1989 legte er den ersten Eifel-Krimi vor. Um seine Romane von seinen Sachbüchern zu trennen, riet ihm sein Verleger zu einem Pseudonym.
Er wählte seinen damaligen Wohnort Berndorf bei Hillesheim. Mitte der 1990er Jahre bezog Preute seinen Wohnsitz in der Eifelgemeinde Dreis-Brück. Dort wohnt er wie sein Romanheld Siggi Baumeister in der Heyrother Straße.
Sein Roman Eifel-Schnee wurde vom ZDF unter dem Titel Brennendes Schweigen verfilmt. Auf dem Eifel Literatur Festival 1996 bekam Preute für sein Gesamtwerk den Eifel-Literaturpreis zuerkannt.
Wir starten im Ort Berndorf an der alten Wehrkirche die trotz Hinweis geschlossen ist. Die Richtung nach Walsdorf war eine gute Entscheidung, erstmal leicht bergab damit der begleitenden Dame nicht die Lust vergeht.
Bei diesem Wetter mit den noch anstehenden Highlights ein Topvergnügen.
Durch einen Tunnel, wir natürlich ohne Schutzhelm, erreichte man den Vulkan Arensberg der einige Überraschungen darbot.
Hier waren wohl außerirdische am Werke. Zwei Vulkanausbrüche schufen einen Berg, wo vorher keiner war. Das erste Mal vor etwa 32 Millionen Jahren. Aufsteigendes Magma bahnte sich seinen Weg durch Schiefer-, Kalk- und Sandsteinschichten nach oben und reißt mit ungeheurer Kraft Gesteinsblöcke mit sich.
Mit großer Wucht werden die Bruchstücke aus dem Schlot geschleudert und vermischen sich mit dem Ascheauswurf. Bis heute sind an den Abbruchkanten im Steinbruch die helleren Gesteinsblöcke inmitten der dunkleren Aschenablagerungen sehr gut zu erkennen.
Im weiteren Verlauf der Wanderung geht es in Richtung Loogh zur gläsernen Molkerei. Die Sonnenterrasse lädt zum Verweilen ein, und Eifeler Camembert wandert in den Rucksack. Hier ist montags geöffnet.
Über den Wanderweg Nummer 22 wir die Ortschaft Kerpen erreicht wo der Eifelmaler Wille beheimatet ist. Zurück nach Berndorf hat wer auch immer einen Wanderweg um gepflückt, einen Steinbruch eingezäunt, riesige Löcher gebuddelt und das ganze angeblich noch mit Video überwacht, die werden staunen wie die Alten dort hingekommen sind, unter dem Zaum her und dann noch mal drüber, als Andenken ein Loch im Hemd. So ist das halt bei Abkürzungen.

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