Durch
die Wachholderlandschaft.
Wir starten direkt unterhalb des Eifeldoms in
Mirbach. Südlich von Blankenheim gibt es eine versteckt gelegene Gegend, in der
Gedanken an Italien unweigerlich aufkommen. Denn dort wachsen Wacholderbüsche,
und die sehen fast aus wie Zypressen.
Die Erlöserkirche
Mirbach ist die katholische Kirche des kleinen Eifelortes, einem Ortsteil der
Gemeinde Wiesbaum. Sie wurde von Ernst Freiherr von Mirbach, dem Kammerherrn
und Freund Kaiser Wilhelms II. 1902 errichtet.
Die Familie Mirbach
stammte aus der Eifel, ohne noch im 19. Jahrhundert persönliche Bindungen
dorthin zu haben. Auf der Suche nach seinen Wurzeln begann der Kammerherr mit
dem Bau einer Pseudo-Burgruine um daneben in selten schöner Position über der
Hocheifellandschaft die Pfarrkirche zu errichten. Die Familie von Mirbach war
evangelisch, baute aber hier in katholischem Umfeld für eine kleine
Eifelgemeinde. Diese Einblicke wurden uns in der Kaffeepause vom Betreiber des Em
Backes von Reinhold Thiel vermittelt. Claudia Thiel war schließlich einige
Jahre Küsterin in besagter Kirche.
Wilhelm II.
besuchte am 20. Oktober 1906 die Kapelle und telegrafierte begeistert von
Mirbach nach Berlin: „Ich habe mich
über Ihre Kapelle in Mirbach sehr gefreut, ich finde den Bau sehr gelungen und
gratuliere Ihnen dazu“.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr. 16, Urlaubsregion
Hillesheim.
Wanderkilometer,
Zeit und Höhenmeter: 15,8 km, 04:30 h, 344 hm.
Streckenführung: Weg Nr. 34,10,36,F 10.
Wetter:
gemessen + 18,6 Grad C. bedeckt, trocken Sonne.
Wegcharakter: befestigte breite
Waldwege, Wiesenpfade querfeldein.
Die Wanderleitung des heutigen Montags hatte noch
eine Pflicht zu erfüllen, was sich aus dem Schreiben entnehmen lässt, und am
Rande des Naturschutzgebietes übermittelt wurde.
Bei der kleinen Bergkapelle aus Sandstein oberhalb
von Alendorf, kann man sich Zeit für die verdiente Verschnaufpause nehmen. Das
Kirchlein selbst stammt aus dem Jahre 1494, ist aber meist verschlossen. Immer
offen ist jedoch der Friedhof mit angrenzender Kriegsgräberstätte, wo man sich
in Ruhe die verwitterten Grabsteine anschauen kann, die im Schatten der
knorrigen Buchen liegen. Vor allem aber sollte man von hier oben die herrliche
Aussicht auf den Kalvarienberg genießen. Für Norbert waren das vollkommen neue
Anblicke.
Der abgeschiedene Fleckchen mit Tisch und Bänken,
dort wurde redlich geteilt und auch Norbert hatte noch Überraschungen dabei. So
wurde die Tour zu einem nachösterlichen Gedenken mit Blick auf den Kalvarienberg.
An mehreren alten Kreuzwegen vorbei ging es leicht bergan nach dieser Stärkung.
Unser Blick fällt auf den Hämmersberg, den Eierberg
und schließlich den Kalvarienberg, der über und über mit Wacholder bewachsen
ist. Direkt von der Bergkapelle aus führt ein schmaler Pfad zum Fuß des
Kalvarienbergs. Nach wenigen Minuten ist das Gipfelkreuz des Kalvarienbergs
erreicht (525 Meter), das die Jahreszahl 1675 trägt. Ein phänomenaler Rundblick
über die Eifelhöhen. Der Ort verfügt über eine ganz besondere Atmosphäre und
will mit seinen sanften Wacholderhügeln, den windschiefen Bäumen und den
bizarren alten Kreuzen kaum in die Eifel passen. Es ist ein magischer Platz mit
einer ganz eigenen Ausstrahlung. Über den Wanderweg F 4 ging es zurück zum
Ausgangspunkt mit der Lokation Em Backes.




1 Kommentar:
wie hat denn der Halbsowild geschmeckt?
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