Montag, 9. Juli 2018

Heimerzheim.


Der Kottenforst, wo Clemens August zu Pferd unterwegs war.
Um 1727 wurde der Kottenforst unter Clemens August von Bayern erstmals systematisch vermessen, um Alleen für seine Jagden anzulegen. Diese meist breiten Alleen wurden schnurgerade aufgeschüttet und wegen des nassen Untergrundes beiderseitig mit Gräben versehen. Beachtlich ist die genaue Ausrichtung der Wege in Bezug auf das kurfürstliche Schloss Brühl. Dieses Wegesystem ist bis heute weitgehend erhalten geblieben.

Ebenfalls ist die Eifelwasserleitung der Römer bis heute noch als Graben auf weiten Strecken im Wald leicht zu erkennen. In Teilstücken ist die Leitung sogar vollständig erhalten geblieben. Geborgene Abschnitte sind jetzt in mehreren der umliegenden Orte aufgestellt.
Heimerzheim, Bis 1969 war Heimerzheim eine eigenständige Gemeinde. Auch Heimerzheim begeistert den Besucher durch malerische Fachwerkbauten, ein altes Backhaus und den Zehnthof, der in früheren Zeiten die jährlichen Zinsen und Pachtentgelte der Bauern und Winzer für den Grundherrn beherbergte. Für die Montagswanderer oft nach Wanderungen an der Ahr im Café Linnartz der Abschluss.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Nr.6 Rheinbach Alfter.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  14,68 km, 03:45 h, 43,0 hm.
Streckenführung: immer geradeaus, Römerkanalweg.
Wetter: ca. 28 Grad bedeckt, trocken Sonne.
Wegcharakter: befestigte breite Waldwege. 
Unsere Tour beginnt am Ortsrand von Heimerzheim am Sportplatz in der Nähe der evangelischen Freikirche Der Kottenforst ist bis heute weitgehend unbesiedelt geblieben. Über breite Wege mit extra Spuren für die Pferde ging es zuerst in Richtung Siebenschussstein. Eine Infotafel sorgte für die nötige Erklärung dieses in der Wanderkarte verzeichneten Punktes.
Ein wenig schmunzeln und eine kurze Trinkpause. Im weiteren Verlauf der Wanderung erreichen wir das Forsthaus Buschhoven am Waldrand. Die nächste Etappe ist dann die Markierung, Der Eiserne Mann. Hierzu ist folgende Geschichte als Erklärung vermerkt.
Der Eiserne Mann ist eine ca. 1,20 m aus dem Boden ragende und 15 × 15 cm messende Stele aus Eisen, die an einem Wegeknotenpunkt nördlich von Buschhoven und östlich von Dünstekoven aus dem Boden ragt.
Urkundlich erwähnt wurde die Stele erstmals 1625, sie diente lange als Orientierungspunkt für die Grenze zwischen den Gemeinden Heimerzheim und Alfter. Eine Untersuchung aus dem Jahre 1978 weist darauf hin, dass es sich um Holzkohlenroheisen handelt, das in eine offene Erdrinne in Barrenform ausgegossen wurde. Dies ist eine Technik, die im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, aber noch nicht in der Römerzeit, angewendet wurde.
Eine neue Schutzhütte existiert seit 2015. 
Alteingesessen ist dagegen das Café Linnartz wo wir zum Abschluss feststellen die Wanderung 700 ist vorbei, wenn auf die Cloud noch auf dem Stand 695 ist. Das wird nächste Woche gefeiert so unser Ansinnen, wenn auch der Präsident nach in Urlaub ist. Norbert wird schon was einfallen, wie man sieht, der hat seine eigene Bank zum Schuhwechsel dabei.



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