Der Kottenforst, wo Clemens August zu
Pferd unterwegs war.
Um 1727 wurde
der Kottenforst unter Clemens August von Bayern erstmals systematisch vermessen,
um Alleen für seine Jagden anzulegen. Diese meist breiten Alleen wurden
schnurgerade aufgeschüttet und wegen des nassen Untergrundes beiderseitig mit
Gräben versehen. Beachtlich ist die genaue Ausrichtung der Wege in Bezug auf
das kurfürstliche Schloss Brühl. Dieses Wegesystem ist bis heute weitgehend
erhalten geblieben.
Ebenfalls ist
die Eifelwasserleitung der Römer bis heute noch als Graben auf weiten Strecken
im Wald leicht zu erkennen. In Teilstücken ist die Leitung sogar vollständig
erhalten geblieben. Geborgene Abschnitte sind jetzt in mehreren der umliegenden
Orte aufgestellt.
Heimerzheim, Bis 1969 war Heimerzheim eine eigenständige Gemeinde. Auch Heimerzheim begeistert den Besucher durch
malerische Fachwerkbauten, ein altes Backhaus und den Zehnthof, der in früheren
Zeiten die jährlichen Zinsen und Pachtentgelte der Bauern und Winzer für den
Grundherrn beherbergte. Für die Montagswanderer oft nach Wanderungen an der Ahr
im Café Linnartz der Abschluss.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Nr.6 Rheinbach
Alfter.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 14,68 km, 03:45 h, 43,0 hm.
Streckenführung: immer geradeaus, Römerkanalweg.
Wetter: ca. 28
Grad bedeckt, trocken Sonne.
Wegcharakter: befestigte breite Waldwege.
Unsere Tour beginnt am
Ortsrand von Heimerzheim am Sportplatz in der Nähe der evangelischen Freikirche
Der Kottenforst ist bis heute
weitgehend unbesiedelt geblieben. Über breite Wege mit extra Spuren für die
Pferde ging es zuerst in Richtung Siebenschussstein. Eine Infotafel sorgte für
die nötige Erklärung dieses in der Wanderkarte verzeichneten Punktes.
Ein wenig
schmunzeln und eine kurze Trinkpause. Im weiteren Verlauf der Wanderung
erreichen wir das Forsthaus Buschhoven am Waldrand. Die nächste Etappe ist dann
die Markierung, Der Eiserne Mann. Hierzu ist folgende Geschichte als Erklärung
vermerkt.
Der Eiserne
Mann ist eine ca. 1,20 m aus dem Boden ragende und 15 × 15 cm messende Stele
aus Eisen, die an einem Wegeknotenpunkt nördlich von Buschhoven und östlich von
Dünstekoven aus dem Boden ragt.
Urkundlich erwähnt wurde
die Stele erstmals 1625, sie diente lange als Orientierungspunkt für die Grenze
zwischen den Gemeinden Heimerzheim und Alfter. Eine Untersuchung aus dem Jahre
1978 weist darauf hin, dass es sich um Holzkohlenroheisen handelt, das in eine
offene Erdrinne in Barrenform ausgegossen wurde. Dies ist eine Technik, die im späten
Mittelalter und in der frühen Neuzeit, aber noch nicht in der Römerzeit,
angewendet wurde.
Eine neue Schutzhütte
existiert seit 2015.
Alteingesessen ist dagegen das Café Linnartz wo wir zum
Abschluss feststellen die Wanderung 700 ist vorbei, wenn auf die Cloud noch auf
dem Stand 695 ist. Das wird nächste Woche gefeiert so unser Ansinnen, wenn auch
der Präsident nach in Urlaub ist. Norbert wird schon was einfallen, wie man
sieht, der hat seine eigene Bank zum Schuhwechsel dabei.
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