Samstag, 20. Oktober 2018

Boos.


Mit dem BTV wandern.
Immer noch ein idealer Wandertag in diesem Oktober 2018, und die Nachrichten der Wetterexperten lauten:
Nix wie raus, nutzt dieses Wochenende. Gesagt getan eine Gruppe BTV er ist am Sammelpunkt der Muckibude und unternimmt eine Wanderung auf einem der vielen Traumpfade von RP.
Das Booser Doppelmaar mit rund 9 Kilometern Wanderstrecke hatte Manni, unser Therapeut, und heutiger Wanderleiter ausfindig gemacht und durch eine vor Tour einen perfekten Abschluss in der Blockhütte am Laacher See organisiert. Der etwa dreistündige Spaziergang durch die reizvolle Eifellandschaft im Kreis Mayen-Koblenz verspricht traumhafte Ausblicke auf weite Maare, und Vulkankuppen bis zur Nürburg und der Hohen Acht.
Wir starten auf einem schmalen Pfad entlang des Parkplatzes Vulkanparkstation bei Boos und steigen leicht bergab zum Rand des westlichen Trockenmaares. Die imposante Silhouette der Nürburgruine liegt im Dunst des Spätherbstlichen Wetters.
Die beiden flachen Maarkessel sind gut erkennbar. Wie die meisten Maare in der Eifel bildeten auch diese kurz nach ihrer Entstehung Sammelbecken für das Niederschlagswasser. Inzwischen sind einige verlandet oder trockengelegt, da der Untergrund zu wasserdurchlässig war. Der Kesselgrund wird dann meist vom Moor eingenommen und man spricht von einem Trockenmaar.
Kurz steil an ist Einschlagstelle einer Lavabombe, die der Vulkanschlot des Ostmaars bis hierhin geschleudert hat. Die Wucht des 250 Kilogramm schweren Lavabrockens verformte beim Aufprall die umliegenden Erdschichten und ließ das Wellenprofil entstehen. Das soll in der Zeit von 8.000 Jahre v. Chr. Gewesen sein. Informationstafeln erklären den interessierten Wanderern außerdem weitere Details des Vulkanismus in der Eifelregion.
Der Zuweg zum 557 Meter hohen Schneeberg mit dem Booser Eifelturm, ist ein schöner Rastplatz mit vielen Sitzplätzen der zur gemütlichen Pause einlädt. Die Aussichtsplattform ist über 125 Stufen zu erreichen, der Aufstieg lohnt sich. Je nach Blickrichtung sieht man die Ruine der Nürburg, einen Teil der Rennstrecke des Nürburgrings, die Hohe Acht, und den Hochkelberg.
Die Strecke führt uns durch Wald und Felder, leicht bergab ins verträumte Nitzbachtal mit naturbelassenen Bachmäandern. Unterwegs blickt man auf die Orte Nitz, Drees und Wanderath, bevor man die Maarmulde erreicht.
Wir überqueren kurz die Landstraße und kommen über eine Schleife um die Maare zum Startpunkt der Tour zurück. Tolle Tour, halt ein Traumpfad.

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