Vom Truppenübungsplatz zum Ort der
Stille, Wollseifen.
Auf der Dreiborner
Hochfläche inmitten des Nationalparks Eifel liegt das tote Dorf Wollseifen. Die
Einwohner des Dorfes mussten ihre Heimat 1946 auf Geheiß des britischen
Militärs verlassen und konnten nie zurückkehren. Seit der Einrichtung des
Nationalparks Eifel ist es aber für Wanderer zugänglich. Die Gegend ist uns hin
läufig bekannt, in einer Analyse stellten wir fest, früher vor ein paar Jahren
wurden größere Streckenabschnitte zurückgelegt mit längerer Laufzeit. Was Solls
ein Wandertag bei Topwetter.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.3 Monschauer Land,
Rurseengebiet.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 14,1 km, 04:09 h, 300 hm
Streckenführung: örtliche Bezeichnungen
Wetter: 24,8
Grad C, trocken, Sonne. Topwetter.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, wenig Asphalt.
Unsere Tour beginnt am
Herberts Eck in Einruhr. Direkt leicht bergan auf dem Weg Nummer 25, bzw. dem
Logo Wild Katze geht es durch das Naturschutzgebiet Vogelsang in Richtung
Wollseifen.
Die Landschaft ist heute
besonders reizvoll, bei so einem Herbstwetter, sprichwörtlich GOLDENER OKTOBER.
Heute liegt die
sogenannte Wüstung Wollseifen auf der Dreiborner Hochfläche mitten im
Nationalpark. Zu sehen sind noch einige historische Gebäude, die Ruinen der
Kirche St. Rochus, Teile der alten Dorfschule, Überreste vom
Transformatorenhäuschen und vom Bilderstock am Ortseingang.
Anhand von Infotafeln und
einem barrierefreien Tastmodell des Dorfes können sich Besucher einen Überblick
über die Geschichte und das frühere Aussehen des Ortes verschaffen. Die Kirche
wurde von vielen ehrenamtlichen Helfern Instand gesetzt und einmal jährlich
findet hier anlässlich des Patronatsfestes ein Gottesdienst statt.
Direkt steil ab wird die
beeindruckende Staumauer der Urft Talsperre erreicht. Die älteste Talsperre der
Eifel, zugleich war sie lange Zeit Europas größte und höchste Talsperre. Das
Bauwerk ist eine gebogene Gewichtstaumauer, ihre Kronen liegen 324 Meter über
Normal-Null. Sie wurde zwischen 1900 und 1905 erbaut und gilt als die Wiege des
modernen Talsperrenbaus.
Wir begutachten noch
einen Messvorgang, zwei Techniker und ein Geologe, an der Staumauer, und
schauen dem Meßtechniker über die Schulter, und dann geht es zurück zum
Ausgangspunkt. Die wichtigste Überwachung einer Staumauer betrifft das
Sickerwasser. Kein Staudamm und keine Staumauer sind vollständig dicht. Daher wird das Wasser,
das durch
die Dichtung eines Staudamms oder einer Staumauer sickert kontinuierlich und
automatisch gemessen. Bei einem unerwarteten Anstieg würde ein Alarm ausgelöst.
Zu guten Schluss stellen
wir noch fest dass in der Eissplittertorte im Café Quasten in Kommern die
Alkoholmenge drastisch reduziert wurde.
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