Montag, 15. Oktober 2018

Einruhr.


Vom Truppenübungsplatz zum Ort der Stille, Wollseifen.
Auf der Dreiborner Hochfläche inmitten des Nationalparks Eifel liegt das tote Dorf Wollseifen. Die Einwohner des Dorfes mussten ihre Heimat 1946 auf Geheiß des britischen Militärs verlassen und konnten nie zurückkehren. Seit der Einrichtung des Nationalparks Eifel ist es aber für Wanderer zugänglich. Die Gegend ist uns hin läufig bekannt, in einer Analyse stellten wir fest, früher vor ein paar Jahren wurden größere Streckenabschnitte zurückgelegt mit längerer Laufzeit. Was Solls ein Wandertag bei Topwetter.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.3 Monschauer Land, Rurseengebiet.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  14,1 km, 04:09 h, 300 hm
Streckenführung: örtliche Bezeichnungen
Wetter: 24,8 Grad C, trocken, Sonne. Topwetter.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, wenig Asphalt.
Unsere Tour beginnt am Herberts Eck in Einruhr. Direkt leicht bergan auf dem Weg Nummer 25, bzw. dem Logo Wild Katze geht es durch das Naturschutzgebiet Vogelsang in Richtung Wollseifen.
Die Landschaft ist heute besonders reizvoll, bei so einem Herbstwetter, sprichwörtlich GOLDENER OKTOBER.
Heute liegt die sogenannte Wüstung Wollseifen auf der Dreiborner Hochfläche mitten im Nationalpark. Zu sehen sind noch einige historische Gebäude, die Ruinen der Kirche St. Rochus, Teile der alten Dorfschule, Überreste vom Transformatorenhäuschen und vom Bilderstock am Ortseingang.
Anhand von Infotafeln und einem barrierefreien Tastmodell des Dorfes können sich Besucher einen Überblick über die Geschichte und das frühere Aussehen des Ortes verschaffen. Die Kirche wurde von vielen ehrenamtlichen Helfern Instand gesetzt und einmal jährlich findet hier anlässlich des Patronatsfestes ein Gottesdienst statt.
Direkt steil ab wird die beeindruckende Staumauer der Urft Talsperre erreicht. Die älteste Talsperre der Eifel, zugleich war sie lange Zeit Europas größte und höchste Talsperre. Das Bauwerk ist eine gebogene Gewichtstaumauer, ihre Kronen liegen 324 Meter über Normal-Null. Sie wurde zwischen 1900 und 1905 erbaut und gilt als die Wiege des modernen Talsperrenbaus.
Wir begutachten noch einen Messvorgang, zwei Techniker und ein Geologe, an der Staumauer, und schauen dem Meßtechniker über die Schulter, und dann geht es zurück zum Ausgangspunkt. Die wichtigste Überwachung einer Staumauer betrifft das Sickerwasser. Kein Staudamm und keine Staumauer sind vollständig dicht. Daher wird das Wasser, das durch die Dichtung eines Staudamms oder einer Staumauer sickert kontinuierlich und automatisch gemessen. Bei einem unerwarteten Anstieg würde ein Alarm ausgelöst.
Zu guten Schluss stellen wir noch fest dass in der Eissplittertorte im Café Quasten in Kommern die Alkoholmenge drastisch reduziert wurde.

Keine Kommentare: