Auf den Spuren von Clemens August im Kottenforst.
Das Jägerhäuschen im Kottenforst
Zum Startpunkt haben wir das Forsthaus Schönewaldhaus gewählt, das Clemens August 1730/31 seinem Förster und dem reitenden kürfürstlichen Jäger Heinrich Schönewald erbaut hat, und das bis heute als Forsthaus besteht. In der Außenmauern am Schönwaldhaus sind Alte Kottenforster Grenzsteine eingelassen und dokumentiert. Heute geht es auf eine Tour im Südlichsten Teil des Kottenforst.
| Das Forsthaus Schönewaldhaus bei Villiprott |
Unser Ziel in einer Rundtour heute das alte Jagdhäuschen im Kottenforst. Auf der Karte lässt sich der Ort des alten Freuden-Häuschens noch exakt ermitteln, denn es lag im Fokus jener Schneisen, die der Kurfürst Clemens August für die Hetzjagd zwischen Brühl und Röttgen hatte strahlenförmig schlagen lassen.
| Der Rundweg im südlichsten teil des Kottenforst |
Querverbindungen dazwischen vervollständigten ein
Wegenetz, das wie ein Spinnennetz entworfen war und den schnellen Ritt und
beste Sichtverbindung zu erlaubte. Genauso
kann heute die Streckenführung den Bedürfnissen der Wanderer angepasst werden.
| Infos am Jägerhäuschen |
| Die Relaisstation zur Zeit von Clemens August |
Das Jägerhäuschen aus der Clemens Augusts Zeit
diente damals als Relaisstation. Hier konnte man die Pferde wechseln, wenn man
mit der Saufeder den Wildschweinen hinterher war. Die Saufeder wurde früher und
wird auch heute wieder in zunehmendem Maße zum Erlegen des Wildschweins
benutzt. Teilweise wird auch nur die eiserne Spitze als Saufeder bezeichnet,
der ganze Spieß als Ger. Das Töten eines
Wildschweins mit der Saufeder hat gegenüber einem Fangschuss den Vorteil, dass
Hunde, die das Schwein halten, nicht gefährdet werden und ihr Gehör nicht durch
den Knall beeinträchtigt wird.
| Gedenkstein |
Noch der letzte deutsche Kaiser hat als Prinz im
Kottenforst gejagt, wenn auch nicht zu Pferd. 1879 wurde eine Kaisereiche
gepflanzt.
| die Reste der rund 300 Jahren alte Eiche |
Ebenfalls in der Nähe wurde eine damals rund 300
Jahre alte Eiche die im Dezember 2010 unter der Schneelast fiel aufgebockt, damit
das Holz nicht so schnell verrottet und die Eiche somit länger als Naturdenkmal
erhalten blieb Die Eiche liegt am Weg zwischen Röttgen und Villiprott auf
unserem Rückweg.
Einen Teil des Baumes formte der Bildhauer Klaus
Simon zu einem Altar und anderen sakralen Gegenständen für die Namen-Jesu-Kirche
in Bonn.
| Ein Blumengruß für Montagswanderer und an die Leser der Bloggerseite |
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