Donnerstag, 20. Mai 2021

Villiprott.

Auf den Spuren von Clemens August im Kottenforst.

Das Jägerhäuschen im Kottenforst

Zum Startpunkt haben wir das Forsthaus Schönewaldhaus gewählt, das Clemens August 1730/31 seinem Förster und dem reitenden kürfürstlichen Jäger Heinrich Schönewald erbaut hat, und das bis heute als Forsthaus besteht. In der Außenmauern am Schönwaldhaus sind Alte Kottenforster Grenzsteine eingelassen und dokumentiert. Heute geht es auf eine Tour im Südlichsten Teil des Kottenforst.

Das Forsthaus Schönewaldhaus bei Villiprott

Unser Ziel in einer Rundtour heute das alte Jagdhäuschen im Kottenforst. Auf der Karte lässt sich der Ort des alten Freuden-Häuschens noch exakt ermitteln, denn es lag im Fokus jener Schneisen, die der Kurfürst Clemens August für die Hetzjagd zwischen Brühl und Röttgen hatte strahlenförmig schlagen lassen.

Der Rundweg im südlichsten teil des Kottenforst

Querverbindungen dazwischen vervollständigten ein Wegenetz, das wie ein Spinnennetz entworfen war und den schnellen Ritt und beste Sichtverbindung zu erlaubte. Genauso kann heute die Streckenführung den Bedürfnissen der Wanderer angepasst werden.

Infos am Jägerhäuschen

Die Relaisstation zur Zeit von Clemens August

Das Jägerhäuschen aus der Clemens Augusts Zeit diente damals als Relaisstation. Hier konnte man die Pferde wechseln, wenn man mit der Saufeder den Wildschweinen hinterher war. Die Saufeder wurde früher und wird auch heute wieder in zunehmendem Maße zum Erlegen des Wildschweins benutzt. Teilweise wird auch nur die eiserne Spitze als Saufeder bezeichnet, der ganze Spieß als Ger. Das Töten eines Wildschweins mit der Saufeder hat gegenüber einem Fangschuss den Vorteil, dass Hunde, die das Schwein halten, nicht gefährdet werden und ihr Gehör nicht durch den Knall beeinträchtigt wird.

Gedenkstein

Noch der letzte deutsche Kaiser hat als Prinz im Kottenforst gejagt, wenn auch nicht zu Pferd. 1879 wurde eine Kaisereiche gepflanzt.

die Reste der rund 300 Jahren alte Eiche

Ebenfalls in der Nähe wurde eine damals rund 300 Jahre alte Eiche die im Dezember 2010 unter der Schneelast fiel aufgebockt, damit das Holz nicht so schnell verrottet und die Eiche somit länger als Naturdenkmal erhalten blieb Die Eiche liegt am Weg zwischen Röttgen und Villiprott auf unserem Rückweg.

Einen Teil des Baumes formte der Bildhauer Klaus Simon zu einem Altar und anderen sakralen Gegenständen für die Namen-Jesu-Kirche in Bonn.

Ein Blumengruß für Montagswanderer und an die Leser der Bloggerseite

Keine Kommentare: