Donnerstag, 3. Dezember 2009

Endlich, dem königlichen Blick in die Augen schauen.

Was im Oktober nicht möglich schien wurde nun wiederholt. Mit dem Ticket Nr. 457691 über Internet von Sohn Michael gebucht, wurde der anstehende Besuch im Neuen Museum möglich.

Die schönste Berlinerin schaut von ihrem Platz in der Nordkuppel knapp 100 Meter hinüber zu Helios. Der Sonnengott und die Königin waren von einer Touristenschar umlagert. Immer wieder hieß es bitte kein Blitz, sonst wird die Königin vom Thron gestoßen. Das wäre wohl nicht im Sinne des Architekten David Chiepperfield der das im Krieg zerstörte Museum in Neuem Alten Glanz seit Oktober der Öffentlichkeit präsentiert. Nach mehr als zehnjähriger Bauzeit ist hier Alt und Neu gelungen zusammengfügt. Bei 200 Millionen Baukosten sollte das auch nicht schwerfallen, so ist alles aus dem alten Äyptischen Museum hier wieder vereint.

Der erste Zauberhut, 3000 Jahre alt, enthält das gesamte astronomische Wissen aus der Bronzezeit. Ein Goldhut mit ungeheurem handwerkliche Geschick hergestellt. Er ist durchgehend 0,06 mm dünn, 74 cm hoch und hat einen Durchmesser von 12,5 cm. Und das aus purem Gold. Er hat die Größe 56 und stammt angeblich aus einer Privatsammlung, von den gefundenen bizarren ausgegrabenen Hüten in Frankreich, Spanien und Schwaben ist hier der Best verhaltene ausgestellt.
In der zweiten Etage werden wir dann fündig und sehen die berühmteste Berlinerin, die im Jahre 1912 vom Archäologen Ludwig Borchert in der Wüste von Amarna ausgebuddelt wurde.
Eine rätselhafte Diva mit großer Faszinationskraft, im Raum ist Stille und ein jeder sucht die beste Position zum Foto. Aus der Nähe mit Handy oder Spiegelreflex nähert man sich sichtlich mit Respekt dieser Statue. Nachdem wir uns eine Kaffeepause im Museum gönnen, gehen wir auch noch mal zurück, die geschossenen Fotos waren nicht so wie der Berichterstatter sich das vorgestellt hatte. Hoppla, versehentlich ein Foto mit Blitz, und nun zufrieden den Rest der Ausstellung anschauen. Da wird wohl demnächst ein Verbotsschild hängen. Noch schnell den Xantener Goldjungen ablichten, am Eingang an einer Studie teilnehmen, und eine Postkarte als Geschenk einheimsen. Nun konnte man sich dem weihnachtlichen Budenzauber am Roten Rathaus, am Opernpalais und am Gendarmenmarkt widmen.

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