Montag, 12. April 2010

Die gelbe Narzisse. Narcissus pseudonarcissus.

Während der Fahrt durch die nebelige diesige Landschaft stellten wir fest, die Oberjochgruppe ist beisammen. Da kann doch nichts mehr schief gehen. Die sind einiges gewohnt. Viel Freude kam auf als der Berichterstatter nach einem Vorschlag für Wanderungen meinte, klammheimlich mal etwas mehr in der Rucksack packen und dann abends anrufen wir haben uns verirrt und kommen morgen wieder. Das würde dann die Kommentare ersparen, was willst du so früh zu Hause, oder kommst du auch schon.
Auf dem älteren Foto sieht man, das wir schon immer zusammen gehalten haben.
Am Hollerather Knie wird geparkt, mit Bank, für Dieter, oh Schreck, gerade mal knapp über Null. Kalter Nordost und Nebel. Für den Massentourismus sind dort jetzt Dixi Toiletten installiert, Gott sei Dank ist Montag. Der Narzissenwanderweg ist uns bereits weitläufig bekannt, sollte das eine langweilige Wanderung werden, aber wer Norbert kennt sollte sich überraschen lassen. Die gelbe Narzisse. Vom Wandercoach Herbert hatte Norbert die Aufgabe rechtzeitig dieses Naturerlebnis uns zu präsentieren.
Nirgends in Deutschland finden sich mehr Gelbe Wildnarzissen als im Nationalpark Eifel, und den angrenzenden belgischen Tälern zur Olef hin. Im Frühling erstrahlen ganze Wiesen in gelb und grün. Giftige Schönheit.

Schon den alten Griechen war die Narzisse als Narkotischell bekannt. Ob der starke Duft oder das Gift der Zwiebeln und Blätter den Namen gab, ist nicht ganz sicher. Die Narzisse gehört zu den Amaryllisgewächsen, die allesamt als Boten des Frühlings gelten. Der ist nun da, und hatte schon letzte Woche einen tollen Wandertag beschert.
Auch wenn die gelben Schönheiten und anderen Pflanzen im Park verlockend aussehen, ist das Mitnehmen von Fauna und Flora verboten.
Ein kurzes Stück auf dem Rundweg und schon verlassen wir die Touristenroute und wandern über den GR 56 durch das urige Jansbachtal auf der belgischen Seite. Wir stellten fest, da waren wir noch nicht. Gut ausgesucht. Warntafeln für den Truppenübungsplatz Elsenborn erlauben für den Monat April das Wandern in diesem Gebiet. Über die Markierungen der Wanderwege in Belgien, in Farben, hier weiß/gelb und dann weiß/blau wird die höchste Stelle des Staatswald Hasselpat erreicht.

Keine Schutzhütte weit und breit, was soll’s da sind wir andere Sachen gewohnt, auf Baumstümpfen sich niederlassen, leicht frieren, und schnell die Brote essen. Bei dieser Temperatur war dann auch der Flachmann schnell leer. Über den Kreuzweg, hier als Zeichen, grünes Kreuz auf weißem Grund erreichen wir eine Brücke über die Olef und sind nun wieder auf den Wegen in Old Germany.
Was kann den Montag noch Toppen, als nur der 1. Arbeitstag in der Woche zu sein??? Wandertag, mit blühenden Narzissen, urigen Tälern, Brotzeit im Freien, Kaffe und Kuchen, gesponsert von Peter, und abends noch Tanz mit Schnittchen und Sekt. Bei dieser Vielfalt müssen die anderen Wochentage anstehen.

1 Kommentar:

norbert hat gesagt…

Hallo Gerd,
ein schöner Bericht von der Montagswanderung und wieder ein Foto aus längst vergangenen Tagen,da möchte mann glatt noch mal 16 sein.