Montag, 26. April 2010

Heiden und Helden am Wegesrand.

Ein Artikel in der Rundschau ist mit diesem Titel beschrieben, und hatte die Neugier des Berichterstatters geweckt. Das Profil der Strecke wurde mit max. 80 Höhenmetern angegeben. Nach der Berg Tour der letzten Woche war Erholung angesagt. An Start und Ziel, Parkplatz Paulsgraben, war nicht nur eine Bank, sondern auch direkt ein geologischer Aufschluss.
Durch einen Wiesenweg wurden die ersten 80 Höhenmeter bis zum Jakob Kneip Berg überwunden.

Dieser Ort ist nach einem Schriftsteller benannt, der sich hier in Pesch wegen seiner Verbundenheit mit dem Katholizismus vor den Nazis versteckte. Nun ging’s wieder bergab bis zum Anstieg der römischen Tempel auf dem Addig. Da kam dann schon der Witz auf, wie nur 80 Höhenmeter. In der Grafik von Wolfgang sieht man in Summe 510 Höhenmeter, aber betrachtet man mal die Einzelnen Maxima und Minima sind wir wieder beim genannten Profil.

Auf dem Addig ist eine Tempelanlage rekonstruiert, beziehungsweise teilweise in den Grundmauern ausgegraben. Die Gebräuche der keltisch-romanischen Bevölkerung wurden uns hier von Dieter erläutert. Matronen als Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttinnen sind auf einem Stein dargestellt.

Diese Kultstätte ist offensichtlich ein Quellheiligtum gewesen. Die Ausgrabungen schon während des 1. Weltkrieges getätigt, sind dann in den 60 er Jahren fortgesetzt worden. Weiter durch die nördliche Kalkeifel erreichten wir den schönen Ort Nöthen. Fachwerk, allerorten, leider hatte eine weitbekannte Bäckerei wie sollte es sein, montags geschlossen.

Rechts des Weges sonnte sich eine Schafsherde, die allerdings auf zurufen von Hääbeert nicht reagierte. In der Schutzhütte Zimmerscheid erreichte uns dann ein entgangener Anruf, der aber in der Runde mit besten Genesungswünschen an den Präsidenten H. beantwortet wurde. Entweder hatte die Erkältung oder der Obstler die Sinne der Leitung beeinflusst, leichte Orientierungsprobleme kamen auf, die aber Dank Navi gelöst werden konnten. Nach einer weiteren Stunde der Wanderung erreichten wir in Höhe von Roderath eine Villa Rustica, diese war schon zur damaligen Zeit mit Fachwerk und Tonziegeln ausgerüstet. Ein etwas rustikaler Weg mit Dornen und Brombeerhecken durch das Wespelbachtal führte uns zurück nach Pesch. Pech gehabt wer nicht dabei war, stramme Leistung, war so nicht vorgesehen, schönes Wetter, und immer noch Spaß, Alltagsleben und Frühlinswandern alles in einem Tag.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

schon kurz nach neun und noch keine Nachrichten vom Tanz in den Mai?