Nach Sektfrühstück einen Spaziergang zum Willi Brandt Forum und eine neue Ausstellung über das Leben in der DDR erkunden. Lohnenswert, hier kann man berlinern, wie das Beispiel zeigt ein Volk von Jägern und Sammlern.
Da fehlte doch noch ein Gebäude welches wir noch nicht von Innen besichtigt hatten. Das Jakob Kaiser Haus. Eigentlich 8 Häuser die von verschiedenen Architekten entworfen wurden. Der größte deutschen Parlamentsbau mit insgesamt 1745 Büros, Standardgröße 16,5m², und alle unterirdisch verbunden mit dem Reichstags. Da in den Baukosten ein Anteil von 3-5 % für Kunst veranschlagt wird, lohnt immer mal wieder ein Blick hinter die Kulissen.
Die Häuser 1 bis 4 und 5 bis 8 sind durch die Dorotheenstraße getrennt, allerdings verbinden zwei Brücken die Häuser miteinander. Ferner verlaufen unter der Dorotheenstraße zwei Passagen, die die beiden Gebäude ebenfalls miteinander verbinden.
In den Innenhöfen des Jakob-Kaiser-Hauses befinden sich mehrere Kunstobjekte verschiedener Künstler, beispielsweise auf dem Innenhof von Haus 3, der vom israelischen Künstler Dani Karavan gestaltet wurde. Der zur Spree hin offene Innenhof wurde durch Glasplatten begrenzt, auf denen die ersten 19 Grundgesetzartikel in der Fassung von 1949 zu lesen sind. Man entschied sich für die Glasplatten, um den Blick auf den Innenhof nicht zu versperren, aber eine Abgrenzung zu schaffen. Diese sind in den Abendstunden am besten abzulichten. Ein schöner Zaun, schwer sauber zu halten.
Drei Ruderboote in schwarz, rot gold bzw. blau für Europa sollten sich über Drahtwinden bewegen. Keine Funktion mehr, weil die Seile verschlissen sind. Ein Innengebäude wird zurzeit von den Grünen benutzt, und die Freien Demokraten können einen Blick auf den Reichstag erhaschen.
Im Untergeschoß kann eine Rolltreppe die schnelle Verbindung der Abgeordneten zum Reichstag benutzt werden. Wir nutzen die geplante Führung nochmals zu einem Rundgang durch die Kuppel. Mit Blick auf die Lindenstraße, denn dort wartet noch das Gaffel Kölsch frisch eingeflogen, kühl gelagert, und die Grillspezialitäten sollen nicht zu lange in der Sonne liegen.
| fleißige Hände |
| Kunst auf dem Balkon |
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