Mittwoch, 25. Januar 2012

Mirbach. Ein Bericht von Norbert ( Piccolo )

Drei tragen des anderen Last
Wanderung zwischen den Wetterfronten, so könnte man den heutigen Wandertag beschreiben. Die Tage zuvor hatte es ja reichlich geregnet, so dass ich mich für eine Wanderung ins Lampertstal entschlossen hatte, in der Hoffnung, dass aufgrund der geologischen Bodenverhältnisse die Wanderwege einigermaßen begehbar sein sollten.

Einer mit Schirm, und das im Orchideental
 
Ab Treffpunkt Herbert sah alles recht gut aus, hohe Altostratus Wolken aber noch trocken. Nachdem wir Dieter noch in Weilerswist zugeladen hatten, fing es aber schon leicht an zu regnen. Je mehr wir uns unserem Startpunkt Mirbach näherten, nahm der Regen bedenklich zu.
Aber wir sind ja flexibel!!! Kurzentschlossen fahren wir weiter Richtung Hillesheim um dort bei einer Tasse Kaffee die weitere Wetterentwicklung abzuwarten.
Zu unserer Überraschung entdeckten wir dann an der L26 vor Hillesheim ein neues Café, das sofort ausprobiert wurde.

So kann man den Tag auch beginnen
Angebot her oder her 10 Cent fürs schneiden
 
Dicke Wolkenfelder, schwarz bis hellgraue, und ab und zu auch minimale blaue Lücken, fast nachlassender Regen ermunterte uns dann zum Aufbruch.
Am Ortsrand von Mirbach am Wanderweg 10 sollte es dann losgehen. Erster Schreck, ich hatte meine Wanderschuhe vergessen, also musste es auch so gehen.
Wie so 2-3-mal im Jahr war es dann erst mal wieder so, dass der Präsident einige seiner Wanderutensilien verteilte, die dann ein paar AUSERWÄHLTE, heute tragen durften.


Feuchte Wiesen und Wege
 
Die einen mit Schirm, die anderen wetterfest verpackt ging es nun am Mirbach entlang Richtung Lampertsbach. Zu unserer Freude hörte es schon bald auf zu regnen und ab und zu versuchte sogar die Sonne uns einige wärmende Strahlen zu schicken. Der Weg erinnerte uns an vorangegangene Wanderungen und Mitwanderer, über die es viel zu erzählen gab. Peter war ja ab ins Allgäu zum Skifahren und Gerd auf Wohnungssuche in Berlin.  

Das Lampertstal
Die Toskana der Eifel im Winter

So konnten wir dann schon mal proben, wie es dann so ohne ihn läuft.
Nun gehen wir weiter den Lampertsbach entlang Richtung Schloßtahl. Die Landschaft ist bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit immer wieder eine Augenweide.
Der Lampertsbach überrascht dabei immer wieder den Betrachter. In vielen Windungen schlängelt er sich durch das Tal vorbei an mächtigen Kiefern, Buchenwäldern und den dunkelgrünen Wachholderbüschen. Heute prall gefüllt mit Regenwasser fließt er gurgelnd durch die Wiesenlandschaft und verschwindet urplötzlich in einem Schluckloch, nur der Bachverlauf lässt erkennen, dass er vor kurzem auch hier noch ganz gefüllt sein müsste.

leichte Anstiege
Der Finger Gottes

Ein leichter Anstieg durch einen Wachholderhang und vor uns lag die Burgruine Burg Dollendorf, die von den Franzosen fälschlicherweise als Schloßtahl bezeichnet wurde.
Die Burg wurde von den Herren von Dollendorf als Wehrburg hoch über dem Ahrtal gebaut und wird schon 1077 erwähnt.
Nachdem Anfang des 19.Jahrhundert die Burgbesitzer enteignet wurden, wurde die Burg als Baustoffquelle abgebrochen. Ein verbliebener hochaufragender Turmrest wird im Volksmund " Finger Gottes " genannt.
Nach der Mittagsrast gehen wir über den Kreuzweg vorbei an der Kapelle St.Antonios von Padua ( erbaut 1701 ), wo es plötzlich heftig zu regnen begann. Nach gut fünf Minuten war es Gott sei Dank wieder vorbei und der Eifel Dom, unser Ziel, schon in greifbarer Nähe.
Nun noch schnell ins Café, dass wir ja am Morgen schon für gut befunden hatten. Kaffee und Kuchen rundeten den schönen Wandertag ab.
Besonderes Highlight der Bäckerei: " Bier Brot " ,vielleicht mal eine Alternative für den Alter Markt zu Karneval statt Plastikbecher oder Bierflaschen.
Gruß
Norbert

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