Reifferscheid
liegt in einer mischwaldreichen Landschaft und lockt zum Wandern. Der Ort bietet
dem ruhesuchenden und naturverbundenen Menschen das, was er für einen Wandertag
in der Eifel sucht. Von hier aus gibt es auch zahlreiche Wandermöglichkeiten.
Über den Eifelvereinswanderweg unterhalb der
Burg geht’s es erst mal von Nord nach Süd durch das Tal des Wolferter Bachs bis
zum Ortsende Wolfert. Ein leichter Anstieg auf breiten Wegen, weil der auch als
Radweg ausgewiesen ist. Sich der wärmenden Klamotten entledigen und dem Weg Nr.
4 folgen. Eine Ortsbezeichnung mit Zehntstelle verweist auf den Zehnten den die
Bauern im Mittelalter an die Herren zu Reifferscheid zu entrichten hatten.
Ein großer
Windpark wurde passiert und die bestellten 4 Rehe hatten pünktlich unseren Weg gekreuzt.
Die
Prehltalhütte lud zur Rast und entlang des Baches mit gleichnamigem Namen,
wurde der Richtungswechsel der Wanderung am Campingplatz von Hollerath
eingeläutet. Bis dato konnten sich die Mitwanderer genauso in der Sonne aalen
wie die Blindschleiche am Wegesrand. Weiter über den Ort Hönningen wurde die
massive Burgmauer sichtbar. Die Burg hat eine spektakuläre Geschichte. Sie
wurde 1106 erstmals erwähnt. Der Eigentümer steckte Reifferscheid zu dieser
Zeit in Brand, um es nicht in die Hände des Feindes fallen zu lassen.
Der Grundriss dieses Burgortes blieb über
Jahrhunderte hinweg nahezu unverändert. Im
Jahre 1385, als die Burg wieder aufgebaut war, wurde Johann von Reifferscheid
beschuldigt, den Landfrieden gröblich gebrochen zu haben. 1794 beschlagnahmten
die Franzosen die Burg und versteigerten sie. Die Burg wurde von den neuen
Besitzern als Steinbruch genutzt.
Durch
den beschaulichen Ort schlendern, somit war das Ende der Tour erreicht.

2 Kommentare:
Nüscht drinne vom Überraschungsgast?
Immer noch keine Berichterstattung? Kommt wohl vom Gartenwühlen!
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