Sonntag, 25. Mai 2014

Von Rengsdorf bis Bendorf.

Wandertour: Rheinsteig : 2 in 2014
Rengsdorf bis Bendorf
Wanderleitung: Heinz.

Wanderkarte: Wanderkarte Kompass, Rheinsteig.
Region:. Mittelrhein
Länge: 20,4 km
Gehzeit brutto: 7 Std. 34 Minuten.
WDG: 3,9 km/h
Wegmarkierung blaues R.
Wegbeschaffenheit: schmale Pfade, breite Wege, wenig Asphalt.
Anspruch: mittel.
Wetter: 23 Grad C, bedeckt, Sonne.
Steigung: 81,5 Meter auf 337 Meter, mehrmals.
Sehenswertes: Limes, Römertürme, Schloss Sayn. Waldbestand, Westerwald.
Souvenirjäger am Werk
Schloss Sayn
Der Rheinsteig beginnt in Bonn am Marktplatz, wechselt auf die rechte Rheinseite und führt über das Siebengebirge, um das Neuwieder Becken und endet schließlich am Schloss Biebrich. Heute ging es von Rengsdorf nach Bendorf. 3 gestandene Rentner und 1 Berufstätiger on Tour.
Mitten im Rheinischen Westerwald liegt zwischen dem romantischen Mittelrheintal und den Höhenrücken des Westerwaldes abseits vom touristischen Trubel der Kurort Rengsdorf. Die sauerstoffreiche Waldluft, gepaart mit der milden Rheinluft, sorgt für ein gesundes Klima. Dies verhalf Rengsdorf zum Prädikat Luftkurort. Anscheinend vor langer Zeit. Schon lange vor 1900 beherbergte man hier Sommerfrischler, das sieht man an den alten Bauten des Ortes. An diesem wundervollen Tag aber nur vier. So die Werbung, über die vielbefahrene Landstraße suchen wir am späten Nachmittag eine Lokalität zum krönenden Abschluss.
Am Ortsrand in Richtung A3, am Römergraben beginnt unsere Tour auf schmalem Pfad nach rechts durch den Wald, vorbei an der Jonashütte und anschließend aufwärts durch einen Tannenwald zum Osthang des Wingertsberges.
Infos zu vergangenen Zeiten
Dort kann man im Gelände noch einige Spuren des ehemaligen Limesgrabens entdecken. Die Grenzlinie war in regelmäßigen Abständen mit Türmen bewehrt. Einer davon stand ganz in der Nähe. Heute sind nur noch seine Fundamente zu sehen. Eine Rekonstruktion der Wehranlage mit Römerturm versetzt uns in die historische Zeit zurück.
Römerturm, leider verschlossen, die paar Stufen hätten wir auch noch geschafft.
Vom Römerturm geht es über den Waldlehrpfad Wingertsberg hinab ins Aubachtal zum Schwanenteich. Wir spazieren am Landesleistungszentrum der rheinland-pfälzischen Reiter in Oberbieber vorbei, von wo es bald bergauf in Richtung Haus am Pilz geht. Über den Heimbach hinweg erreichen wir den Schnepfenteich und in Richtung Heimbach-Weis den Vogelpfad.
Dieser endet am Kuckuck Berg. Über einen schmalen Pfad durch Felder und Streuobstwiesen nähern wir uns nun dem Zoo Neuwied. Viele mit Kind und Kegel unterwegs, ein idealer Ausflugstag was dass Wetter betrifft, hervorragend zu wandern. Schattige Waldwege moderate Anstiege und schöne Aussichtspunkte.
Bevor wir danach die Bismarckhöhe mit Schutzhütte erreichen, genießen wir beim Wandern durch die Ackerflur den Blick ins Neuwieder Becken.
Diese Senke zwischen Koblenz und Neuwied trennt das Engtal des oberen von dem des unteren Mittelrheins auf einer Länge von 22 Flusskilometern. Von der Bismarkhöhe geht es zum Friedrichsberg und dann hinab ins Saynbachtal, wo schon bald die Etappe endet. Allerdings nicht für uns, im Biergarten Scheune in Sayn eine Maß und dann noch mal bergan zum nächsten Römerturm. Die Hinweise zum Rheinsteig sind durch die Plakatierung zur Wahl verdeckt und mal entdeckt schon mal einen anderen Hinweis.
Im Ort Bendorf verleiten die sommerlichen Temperaturen zum Eisgenuss und wir müssen tatsächlich unser Handy nutzen für ein Taxi nach Rengsdorf. Das
ist kein Kundenservice, und somit auch nicht der Startpunkt für die nächste Etappe.

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