Wandertour: 3 in 2014
| Ausschnitt bis zum Mittag, danach im Schlafmodus |
| Wanderleiter der TÜV Rheinsteiggruppe |
Wanderleitung: Heinz.
Wanderkarte: Wanderkarte Kompass, Rheinsteig.
Region:. Mittelrhein
Länge: geschätzte 18 km
Gehzeit brutto: 6 Std. 55 Minuten.
WDG: 4,2 km/h
Wegmarkierung blaues R.
Wegbeschaffenheit: schmale Pfade, breite Wege, viel Asphalt.
Anspruch: mittel.
Wetter: 17 Grad
C, bedeckt, Sonne.
Steigung: 81,5 Meter auf 337 Meter, mehrmals.
Sehenswertes: Ausblick von Ehrenbreitstein auf
Koblenz, Deutsches Eck.
Der Rheinsteig ist in 23 Tagesetappen eingeteilt, und
so kann individuell je nach persönlicher Anforderung geplant werden. Der
Einstieg ist überall möglich, ebenso die Laufrichtung. Diesmal am Bahnhof
Engers. Lange war der Weg bis Bendorf durch die Orte, ist halt bei
Streckenwanderung nicht zu vermeiden, will man von A nach B und zurück mit der
Bahn. Ehrgeiz pur.
Hinter Bendorf ein Anstieg zum Wüstenhof. Nicht so
leicht zu finden wenn auch in den Orten das blaue R nur so schimmert.
| Hier war kein R mehr zu sehen. |
| Hier bekommen wir Hilfe |
Die heimische Bevölkerung weist den Weg und schnell
ist ein Höhenzug überwunden. Die mit Mispeln behangenen Obstbäume begeisterte
die Wanderer dazu für die Liebsten zu Hause ein Gruß mitzunehmen. Die Idee kam
von Berichterstatter, dem dritt jüngstem in diesem Kreis.
| Etwas für die Großen und die Liebsten zu Hause |
Kurz vor Wüstenhof werden Selbige deponiert, Position per Handy dokumentiert, und die
Restauration tangiert, mit der Bemerkung, wir kommen heute noch mal vorbei.
Hier muss man rasten, nicht nur wegen des schönen
Rheinblicks von der Terrasse, sondern auch, weil hier Johann Wolfgang Goethe
von der Muse geküsst 1774 das Gedicht vom Heidenröslein geschrieben haben soll.
Vom Wüstenhof wandern wir hinab zum Meer Bach, wo
wir an einer Schutzhütte in der Sonne die Mittagspause einlegen. Der
Rathausplatz von Vallendar wird erreicht.
Den Markierungen folgend wandern wir im Hang
zwischen Gärten an der Theologischen Fakultät vorbei. Am 1143 gegründeten
Kloster Schönstatt wenden wir uns nach rechts in Richtung Wambachtal. Der
Wambach begleitet unseren Weg durch eine naturbelassene Aue zum Bischofsbour.
Um diesen Brunnen rankt sich die Sage um einen Bischof, der nach erfolgloser
Jagd derart gotteslästerlich geflucht haben soll, dass sich die Erde auftat und
ihn verschluckte. Nun geht es in einem Hohlweg hinab ins Mallendarer Bachtal
bis nach Urbar. Frauen bemerkten die schönen Mispeln Zweige auf dem Rucksack
eines Wanderers, die folgenden Bemerkungen wurden mit einem wir sind
verheiratet erwidert. Auf der anderen Seite des Tals steigen wir wieder bergan
und folgen der Markierung durch eine Wohnsiedlung auf der Niederberger Höhe. Nun
teilen sich Rheinsteig und Rheinhöhenweg den Spazierweg bis in die Nähe der
gewaltigen Festung Ehrenbreitstein. Vollen Besucherströmen auf dem ehemaligen
Gelände der Bundesgartenschau versuchen wir auszuweichen. Ein Blick auf das
Deutsche Eck oder ins Glas.
Wer dem Rheinsteig treu bleibt, hat bald nach einem
kurzen Abstieg den Ortsteil Ehrenbreitstein und das Rheinufer erreicht. Die
Bahn kam viel zu schnell, und so war es möglich die deponierten Zweige zu holen
und den Abend auf Wüstenhof zu beenden.
Der Bedienung noch sagen versprochen ist versprochen
und einem guten Schluck Bier einige Spezialitäten genießen, ebenso wie die
letzten Sonnenstrahlen. Im Mai geht es weiter.
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