Sonntag, 26. Oktober 2014

Von Engers bis Ehrenbreitstein.

Wandertour: 3 in 2014
Ausschnitt bis zum Mittag, danach im Schlafmodus
Wanderleiter der TÜV Rheinsteiggruppe
Wanderleitung: Heinz.

Wanderkarte: Wanderkarte Kompass, Rheinsteig.
Region:. Mittelrhein
Länge: geschätzte 18 km
Gehzeit brutto: 6 Std. 55 Minuten.
WDG: 4,2 km/h
Wegmarkierung blaues R.
Wegbeschaffenheit: schmale Pfade, breite Wege, viel Asphalt.
Anspruch: mittel.
Wetter: 17 Grad C, bedeckt, Sonne.
Steigung: 81,5 Meter auf 337 Meter, mehrmals.
Sehenswertes: Ausblick von Ehrenbreitstein auf Koblenz, Deutsches Eck.
Der Rheinsteig ist in 23 Tagesetappen eingeteilt, und so kann individuell je nach persönlicher Anforderung geplant werden. Der Einstieg ist überall möglich, ebenso die Laufrichtung. Diesmal am Bahnhof Engers. Lange war der Weg bis Bendorf durch die Orte, ist halt bei Streckenwanderung nicht zu vermeiden, will man von A nach B und zurück mit der Bahn. Ehrgeiz pur.
Hinter Bendorf ein Anstieg zum Wüstenhof. Nicht so leicht zu finden wenn auch in den Orten das blaue R nur so schimmert.
Hier war kein R mehr zu sehen.
Hier bekommen wir Hilfe
Die heimische Bevölkerung weist den Weg und schnell ist ein Höhenzug überwunden. Die mit Mispeln behangenen Obstbäume begeisterte die Wanderer dazu für die Liebsten zu Hause ein Gruß mitzunehmen. Die Idee kam von Berichterstatter, dem dritt jüngstem in diesem Kreis.
Etwas für die Großen und die Liebsten zu Hause
Kurz vor Wüstenhof werden Selbige deponiert, Position per Handy dokumentiert, und die Restauration tangiert, mit der Bemerkung, wir kommen heute noch mal vorbei.
Hier muss man rasten, nicht nur wegen des schönen Rheinblicks von der Terrasse, sondern auch, weil hier Johann Wolfgang Goethe von der Muse geküsst 1774 das Gedicht vom Heidenröslein geschrieben haben soll.


Vom Wüstenhof wandern wir hinab zum Meer Bach, wo wir an einer Schutzhütte in der Sonne die Mittagspause einlegen. Der Rathausplatz von Vallendar wird erreicht.
Den Markierungen folgend wandern wir im Hang zwischen Gärten an der Theologischen Fakultät vorbei. Am 1143 gegründeten Kloster Schönstatt wenden wir uns nach rechts in Richtung Wambachtal. Der Wambach begleitet unseren Weg durch eine naturbelassene Aue zum Bischofsbour. Um diesen Brunnen rankt sich die Sage um einen Bischof, der nach erfolgloser Jagd derart gotteslästerlich geflucht haben soll, dass sich die Erde auftat und ihn verschluckte. Nun geht es in einem Hohlweg hinab ins Mallendarer Bachtal bis nach Urbar. Frauen bemerkten die schönen Mispeln Zweige auf dem Rucksack eines Wanderers, die folgenden Bemerkungen wurden mit einem wir sind verheiratet erwidert. Auf der anderen Seite des Tals steigen wir wieder bergan und folgen der Markierung durch eine Wohnsiedlung auf der Niederberger Höhe. Nun teilen sich Rheinsteig und Rheinhöhenweg den Spazierweg bis in die Nähe der gewaltigen Festung Ehrenbreitstein. Vollen Besucherströmen auf dem ehemaligen Gelände der Bundesgartenschau versuchen wir auszuweichen. Ein Blick auf das Deutsche Eck oder ins Glas.

Wer dem Rheinsteig treu bleibt, hat bald nach einem kurzen Abstieg den Ortsteil Ehrenbreitstein und das Rheinufer erreicht. Die Bahn kam viel zu schnell, und so war es möglich die deponierten Zweige zu holen und den Abend auf Wüstenhof zu beenden.

Der Bedienung noch sagen versprochen ist versprochen und einem guten Schluck Bier einige Spezialitäten genießen, ebenso wie die letzten Sonnenstrahlen. Im Mai geht es weiter.

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