Montag, 2. November 2015

Brohl-Lützing.

Das Brohltal ,Anfang November, Traumwetter.
Wanderung: 34_2015
Wanderleitung: Gerd
Wanderkarte: Das Brohltal Nr. 10.
Länge: 16,83 km.
Gehzeit brutto: 5h 23 min.
Wegbeschaffenheit: Wirtschaftswege, schmale Waldwege, klettersteigartiger Abstieg.
Anspruch: mittel schwer.
Wetter: ca. + morgens 3 Grad, Berge diesig, strahlende Sonne 12 Grad C.
Steigung: von 60 Meter auf 325 Meter.
Unsere Tour startet in Brohl-Lützing, im Zentrum ein Parkplatz an der Rheinstraße ohne Zeitlimit. Typisch für die Orte am Rhein, direkt an der Bahnlinie. Über die Burgstraße entlang einer alten Wasserzuführung zu einem ehemaligen Industriegebiet, und parallel zum Brohlbach geht es los. Nach Überquerung der Brohltal Bahn und der B 412 geht es über einen schmalen Laubbedeckten Hang Weg bis zur Fabrik Tönissteiner Sprudel. Vom Zauber des goldenen Oktober ist in den ausgedehnten Eichenwäldern ist noch einiges zu erkennen.
Der Brohlbach und der Pönterbach mit leicht ansteigender Wegführung ist bis zum Krayer Hof bei herrlichen Sonnenschein unsere Orientierung.
Wir schauen uns eine alte Wasserburg aus dem 12 Jahrhundert an, der Dichter Apolinaire verweilte hier 1901-1902, so sah das Ensemble auch aus.
In der Nähe des Vulkan Nastberg ist die Kehrtwende der Tour. Auf dem Höhenzug in unmittelbarer Nähe des Hüttenhofs genießen wir in der Sonne den Blick ins Rheintal. Die letzten Nebel ziehen über die Weinberge und wir avisieren einen Apfelbaum mit super leckeren Früchten an.
Das Ziel der Vulkankegel Hohe Buche bzw. Römischer Steinbruch hatte die Wanderleitung schon mal besucht. Für unseren Geologen Dieter, war der in 2014 noch unbekannt, da dieser heute abwesend war sollte dieser Norbert nicht vorenthalten werden.
Hier stand einmal eine große Buche. Daher hat der Vulkan Hohe Buche seinen Namen. Sein Gestein wurde u.a. zur Trierer Römerbrücke verarbeitet. Auf der Wanderung durch die Hohe Buche kann man in einen Lavastrom blicken, dessen Basaltlava in römischer, mittelalterlicher und napoleonischer Zeit abgebaut wurde. Sehr gute erklärende Infotafeln mit den verbliebenen Steinen und Abbildungen der Arbeiten lassen erahnen wie es hier zuging. Die letzte und wahrscheinlich einzige Eruption der Hohen Buche fand vor rund 110.000 Jahren statt.
Der Abstieg nach Brohl-Lützing hat teilweise klettersteigartige Abstiege. An einigen Punkten ist eine gute Sicht auf Rheinbrohl und Bad Hönningen. Der steile Abstieg bot die Möglichkeit den Begleiter zu überholen, sein Kommentar, hättest es sagen sollen nimm die Stöcke mit, bergauf merkt man schon den Altersunterschied, der wird in diesem Monat noch legalisiert.

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