So ist der Spätherbst.
Wanderung: 36_2015
Wanderleitung: Herbert
Wanderkarte: Hillesheim Karte Nr.16
Länge: 14,67 km.
Gehzeit brutto: 4h 02 min.
Wegbeschaffenheit: Wirtschaftswege befestigt,
querfeldein, Wiesengrund mit viel Lehmunterlage.
Anspruch: mittel.
Wetter:
trocken bedeckt grau in grau 12 Grad C, stürmisch.
Steigung: von 435 Meter auf 530 Meter.
Unsere
Tour startet in Dollendorf. Nach Unterquerung der L 115 folgen wir erst mal dem
Wanderweg Nr. 33. Das Wandergebiet in der Hillesheimer Gegend ist bekannt für
seine ausgedehnten Wacholdergebiete. Leider sind die schönen herbstlichen
Sonnentage vorbei, so auch die Wegbezeichnung. Querfeldein durch den
Wiesengrund mit hunderten Mäuselöchern geht es leicht bergan zu einer
Grillhütte östlich von Wiesbaum. Im März 2012 hatten wir hier mal Schutz
gesucht vor einem Regenschauer. Peter wundert sich was so alles im Kurzzeitgedächtnis des Berichtschreibers hängen bleibt.
Da
weit und breit sich keine Möglichkeit ergab an anderer Stelle eine Pause im
Windschatten einzulegen verbringen wir hier unsere Rast. Der Flachmann mit
Grappa hatte Generalprobe.
Über
den Wanderweg Nr. 10 geht es in das Naturschutzgebiet der Wachholderheide bei
Wiesbaum. Viele Bezeichnungen für die Landschaft sind hier an der Tagesordnung,
Toskana der Eifel, als ein Beispiel. Hört man das Wort Wacholder, denkt man
automatisch an den Wacholderschnaps, den Gin. Doch dass dieser Strauch auch
vielseitige Heilwirkungen besitzt, wissen die wenigsten. Wacholder ist
verdauungsanregend und stoffwechselfördernd, wirkt antibakteriell und nierenanregend
beziehungsweise harntreibend.
Die
Sträucher sind sehr kälteunempfindlich, benötigen aber viel Licht. Dies sollte
bei der Wahl des Standortes berücksichtigt werden. Gepflanzt werden können
Wacholdersträucher ganzjährig, solange kein Frost besteht.
Nützlinge
wie Vögel, Bienen und andere Insekten lieben den Wacholder und siedeln sich
gerne auf ihm an.
Die
kleine Ortschaft Mirbach liegt wohl noch im Tiefschlaf, als wir den Ort
passieren, nur ein paar Hunde bellen. Merkmal des Ortes ist der Eifeldom mit
dem Bau begonnen wurde 9. April 1902. Die Einsegnung unter dem Titel
Erlöserkapelle durch den Trierer Generalvikar ist heute noch im Sprachgebrauch.
Die Kapelle und die gesamte Ausstattung war Eigentum des Freiherrn v. Mirbach.
Die Kosten für die Unterhaltung sollten aus den Zinsen eines in Wertpapieren
angelegten Bau Fonds bezahlt werden. Da durch die Inflation die Wertpapiere
Makulatur geworden waren, die Familie v. Mirbach nicht zur Unterhaltung
verpflichtet konnten die im Laufe der Zeit, besonders aber im letzten Krieg
aufgetretenen erheblichen Schäden lange nicht behoben werden. Die Kirchengemeinde
Wiesbaum-Mirbach wurde dann 1956 aktiv.
Über
den Weg Nr.34 nach Querung von Feldwegen mit genügend frischem Lehmboden wurde
der Startort sichtbar. Genug Kaffee und Kuchen, gesponsert vom genesenden Präsidenten, am Ortsende von Hillesheim und
auf der Rückfahrt den langersehnten Regen so muss ein Wandertag enden.
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