Einlösung eines Geburtstagsgeschenks
von Albrecht-Brück.
In diesem Falle sind es die beiden Nichten Nicole
und Giddy.
Wir treffen uns im Engelbärt in der Engelbert Straße
zum Kaffee und sind in unmittelbarer Nähe des Treffpunkts zur Kulinarischen
Weltreise in der Südstadt, am Hauptportal der Herz Jesu Kirche.
Wir wird uns da
noch in die Suppe spucken, der Regendrachen jedenfalls nicht. Strahlender
Sonnenschein und einstellige im oberen Bereich zu findende Temperaturen.
Wer fremde Kulturen kennen lernen möchte, muss sich
also nicht in ein Flugzeug setzen. Hier vor Ort, fast vor jeder Haustür gibt es
unheimlich viel zu tun und spannende Menschen kennen zu lernen. Ein kleines
Abenteuer mit nur wenigen Schritten, als Spaziergang mit Essen und Trinken auf
der 3 Kilometer langen Distanz.
Bei diesem Event hat Mann oder Frau die Möglichkeit
sich über das multi-, inter- oder einfach kulturelle Leben in Köln informieren.
Bei der geführten Kulturwanderungen begegnet man auf genussvolle Weise hautnah
den Menschen der Stadt.
Chea Ien Chhay ist unser Tour Guide und bezeichnet
sich selbst als dat kölsche Mädsche mit indo chinesischen Wurzeln. In den 80ern
eröffneten ihre Eltern den ersten asiatischen Lebensmittelladen in Köln auf der
Luxemburger Straße. Die Tochter eines Chinesen und einer Kambodschanerin
verbrachte fast jede freie Minute im Laden und entdeckte schnell ihre
Leidenschaft zur indo chinesischen Küche. Die exotischen Gewürze wurde uns im Äthiopischen
Restaurant erklärt.
Kulturklüngel macht nicht nur Spaß, sondern betreibt
Kommunikation gegen Klischees und Vorurteile, die kleinen Reisen erweitern den
persönlichen Horizont und neue Erlebnisse sind garantiert.
Kaffee rösten und zu bereiten, so fängt die
Erlebnisreise im Fasika an, ein Äthiopisches Restaurant in der Luxemburger
Straße. Essen nur mit den Fingern, ein kräftiges schwarzes Bier, kein Besteck.
Der Fladen wird in Stücke gerissen und dann geht es los. Das Injera ist äthiopische hauptsächliche Ernährung.
Es ist ein leichtes, etwas schwammiger, Pfannkuchen wie Brot, das zuerst auf
dem Teller platziert wird, dazu ein Hauch von Grünkohl, Rindfleisch, Kartoffeln
und Paprika. Alles ohne Besteck zu genießen, dann guten Appetit.
Die Esskultur ist in vielen Ländern der Welt
wesentlicher Bestandteil des Alltagslebens, das wurde uns hier vermittelt, bis
in die Fingerspitzen.
Die Tour ging weiter in die Jahnstraße. Gute Aussichten
gefüllten Kekse, Makronen und Törtchen alles hausgemacht nach original
persischen Rezepten hergestellt. In Regalen lagern persische Süßigkeiten wie
kandierte Nüsse und getrocknete Früchte. Eine Kostprobe Ingwereis. So klein
aber fein die Portion, das sich der Kunststofflöffel verbog. Wir hatten den
Eindruck zu einer ungünstigen Zeit hier zu sein.
Am Mauritius Steinweg wurden im Seng Heng Asia
Supermarkt alle Register der Freundlichkeit gezogen. Der Tour Guide selbst legte
Hand an. Das Sortiment des Geschäftes umfasst alles, was das Herz sowohl eines
Hobby- als auch Profi-Kochs höherschlagen lässt, der eine Vorliebe zur
asiatischen Küche besitzt.
Eine Art Bao Bao mit Gemüse auf Bananen Blättern gedampft,
dazu leckere Soßen, und mit Stäbchen werden Gyoza Mandu aus der Pfanne gefischt.
Wieder zurück auf die Luxemburger Straße wurde im Hola
Mundo die Suche nach Produkten aus Lateinamerika fortgesetzt. Zum Glück gibt es
hier in dem kleinen Lädchen, im Hinter Raum eine kleine Küche. Die peruanischen
Ceviche werden serviert. Kartoffel, Hähnchenfleisch 1 Blatt Salat und ein
viertel Ei. Nicht die Menge macht es, sondern die Gewürze.
Ein wunderschöner und genussvoller Spaziergang durch
die Südstadt, besten Dank für die Einladung.
1 Kommentar:
... und hier stellt sich das Schwiegervätterchen beim Äthiopier Blue Nile an mit den Fingern zu essen. Auch roher Fisch will ihm nicht recht über die Kehle - am Eingeladen werden kann es ja nicht liegen. Man staunt was Gruppenzwang im Kölner Klüngel statt Berliner Filz so ausmacht.
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