Samstag, 27. Februar 2016

Kulturklüngel, eine Kulinarische Weltreise in Köln.

Einlösung eines Geburtstagsgeschenks von Albrecht-Brück.

Klüngeln ist Kölsch und bedeutet Sinngemäß, Beziehungen knüpfen, vernetzt sind, ich frage man einen guten Bekannten, oder Verwandten.
In diesem Falle sind es die beiden Nichten Nicole und Giddy.
Wir treffen uns im Engelbärt in der Engelbert Straße zum Kaffee und sind in unmittelbarer Nähe des Treffpunkts zur Kulinarischen Weltreise in der Südstadt, am Hauptportal der Herz Jesu Kirche. 

Wir wird uns da noch in die Suppe spucken, der Regendrachen jedenfalls nicht. Strahlender Sonnenschein und einstellige im oberen Bereich zu findende Temperaturen.
Wer fremde Kulturen kennen lernen möchte, muss sich also nicht in ein Flugzeug setzen. Hier vor Ort, fast vor jeder Haustür gibt es unheimlich viel zu tun und spannende Menschen kennen zu lernen. Ein kleines Abenteuer mit nur wenigen Schritten, als Spaziergang mit Essen und Trinken auf der 3 Kilometer langen Distanz.
Bei diesem Event hat Mann oder Frau die Möglichkeit sich über das multi-, inter- oder einfach kulturelle Leben in Köln informieren. Bei der geführten Kulturwanderungen begegnet man auf genussvolle Weise hautnah den Menschen der Stadt.
Chea Ien Chhay ist unser Tour Guide und bezeichnet sich selbst als dat kölsche Mädsche mit indo chinesischen Wurzeln. In den 80ern eröffneten ihre Eltern den ersten asiatischen Lebensmittelladen in Köln auf der Luxemburger Straße. Die Tochter eines Chinesen und einer Kambodschanerin verbrachte fast jede freie Minute im Laden und entdeckte schnell ihre Leidenschaft zur indo chinesischen Küche. Die exotischen Gewürze wurde uns im Äthiopischen Restaurant erklärt.
Kulturklüngel macht nicht nur Spaß, sondern betreibt Kommunikation gegen Klischees und Vorurteile, die kleinen Reisen erweitern den persönlichen Horizont und neue Erlebnisse sind garantiert.
Kaffee rösten und zu bereiten, so fängt die Erlebnisreise im Fasika an, ein Äthiopisches Restaurant in der Luxemburger Straße. Essen nur mit den Fingern, ein kräftiges schwarzes Bier, kein Besteck. 
Der Fladen wird in Stücke gerissen und dann geht es los. Das Injera ist äthiopische hauptsächliche Ernährung. Es ist ein leichtes, etwas schwammiger, Pfannkuchen wie Brot, das zuerst auf dem Teller platziert wird, dazu ein Hauch von Grünkohl, Rindfleisch, Kartoffeln und Paprika. Alles ohne Besteck zu genießen, dann guten Appetit.
Die Esskultur ist in vielen Ländern der Welt wesentlicher Bestandteil des Alltagslebens, das wurde uns hier vermittelt, bis in die Fingerspitzen.
Die Tour ging weiter in die Jahnstraße. Gute Aussichten gefüllten Kekse, Makronen und Törtchen alles hausgemacht nach original persischen Rezepten hergestellt. In Regalen lagern persische Süßigkeiten wie kandierte Nüsse und getrocknete Früchte. Eine Kostprobe Ingwereis. So klein aber fein die Portion, das sich der Kunststofflöffel verbog. Wir hatten den Eindruck zu einer ungünstigen Zeit hier zu sein.
Am Mauritius Steinweg wurden im Seng Heng Asia Supermarkt alle Register der Freundlichkeit gezogen. Der Tour Guide selbst legte Hand an. Das Sortiment des Geschäftes umfasst alles, was das Herz sowohl eines Hobby- als auch Profi-Kochs höherschlagen lässt, der eine Vorliebe zur asiatischen Küche besitzt.
Eine Art Bao Bao mit Gemüse auf Bananen Blättern gedampft, dazu leckere Soßen, und mit Stäbchen werden Gyoza Mandu aus der Pfanne gefischt.

Wieder zurück auf die Luxemburger Straße wurde im Hola Mundo die Suche nach Produkten aus Lateinamerika fortgesetzt. Zum Glück gibt es hier in dem kleinen Lädchen, im Hinter Raum eine kleine Küche. Die peruanischen Ceviche werden serviert. Kartoffel, Hähnchenfleisch 1 Blatt Salat und ein viertel Ei. Nicht die Menge macht es, sondern die Gewürze.
Ein wunderschöner und genussvoller Spaziergang durch die Südstadt, besten Dank für die Einladung.

1 Kommentar:

BerlinerKindl hat gesagt…

... und hier stellt sich das Schwiegervätterchen beim Äthiopier Blue Nile an mit den Fingern zu essen. Auch roher Fisch will ihm nicht recht über die Kehle - am Eingeladen werden kann es ja nicht liegen. Man staunt was Gruppenzwang im Kölner Klüngel statt Berliner Filz so ausmacht.