Freitag, 26. Februar 2016

Mechernich.

1.Damen - Wanderung
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr. 5 Eifelverein, Kall, Kommern, Mechernich, Nettersheim.
Wanderstrecke und Zeit: 10,5 Kilometer, 3h 06min, 218 hm.
Wegbeschaffenheit: gut ausgebautes Wegenetz, schmale Pfade, Asphaltdecke. Anspruch: leicht.
Wetter: + 1,1 Grad C, bedeckt, nasskalt.

Die Geschichte Mechernichs ist untrennbar mit der Geschichte des Bergbaus verbunden, denn bereits vor mehr als 2000 Jahren schürften hier Römer und Kelten untertage nach den Schätzen der damaligen Zeit, den Bleierzen.
Unser Startpunkt ist am Bergbaumuseum in Mechernich. Über die K 28 bergan geht es bis zum Hinweis auf die Wege A1-A2. Der Bleiberg von Mechernich ist ein altes Bergbaugebiet. Inzwischen wurde der Abbau von Bleierz längst eingestellt und die Grube Günnersdorf südlich von Mechernich der Öffentlichkeit als Besucherbergwerk zugänglich gemacht.
Der Bleibergbau hinterließ immense Schäden in der Landschaft, auffällige, wie der vom Tagebau aufgesprengte Westhang, der schon aus großer Entfernung sichtbar ist und unauffällige, die unsichtbaren Gefahren im Boden. Hin und wieder im Untergrund einstürzende Schächte verursachen an der Oberfläche Einbrüche, deshalb teilweise Warnhinweise und große Flächen eingezäunt. Den Wanderern wird nahe gelegt, sich unbedingt an die markierten Wege zu halten. Die schmalen Pfade in der Karte sind aber gerade reizvoll. Der Bergbauhistorische Wanderweg führt zu Aussichtspunkten, von denen aus man Einblicke in verschiedene Tagebaugebiete erhält und leitet zu Industriedenkmälern der Bergwerkanlage.
Zuerst erreichten wir die Überreste des Langen Emil. Eine ausführliche Beschreibung ist auf den Infotafeln zu finden. Das war einst mit 134 Metern der höchste Schornstein Europas.
Historie am laufenden Band, die früheren Bleisandabsetzbecken, die Eindicker, Baltesbendener und Buchholzbacher Weiher, die einst riesige Wassermengen für die Erzwäsche zu liefern hatten, alte Sandhalden und der Malakow-Turm.
In Richtung Kallmuth passieren wir die großen Halden die bei der Befahrung der B 266 in Richtung Kall sich deutlich abzeichnen.
Auf der Höhe Kallmuth beschließen wir auf Grund der Temperaturen und des aufkommenden Windes die Tagesroute zu ändern. Die römischen Sehenswürdigkeiten in Vollem und Breitenbenden habe so lange Zeit überstanden da warten wir mal auf besseres Wetter. Die Kalorienbewusste Ernährung auf der Tour bringt Vorfreude auf die Kulinarische Wanderung Kulturklüngel am Samstag mit Giddy und Nicole.

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