7.Wanderung noch mal im Schnee.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.3 Monschauer Land
Rurseengebiet.
Wanderstrecke und Zeit: 13,2 Kilometer, 3h 46min, 282hm
auf, 274 hm ab.
Wegbeschaffenheit: gut ausgebautes Wegenetz, Schneedecke 3-5 cm Pulverschnee. Anspruch:
mittel
Wetter: + 0,6
Grad C, strahlend blauer Himmel
Wie krank muss man sein bei diesem Wetter zu
wandern, hört man oft aus Bekanntenkreisen. Am Tag der seltenen Krankheiten, so
morgens in den Nachrichten, kommt Herbert und Gerd auf die Idee dem
vermeintlichen Widerspruch Paroli zu bieten.
Startpunkt war der Parkplatz Wahlerscheid an der B
258 auf 628 hm dem höchsten Abschnitt des Nationalparks Eifel. Am 16. Dezember
1944 erreichen die Amerikaner das Forsthaus Wahlerscheid und geraten dort in
die beginnende Ardennenoffensive. Von der 326. Volksgrenadierdivision werden
sie wieder zum Rückzug gezwungen. Die Amerikaner taufen die Straßenkreuzung am
Forsthaus Wahlerscheid, Heartbreak Crossroads. Erst am 31. Januar 1945
eroberten die Amerikaner Wahlerscheid endgültig.
Wir erobern den Weg links vom Parkplatz aus, so
hatten wir die Sonne auf der linken Seite bis zum Abzweig am Döppeskaul. Ein
kleiner Grenzfluss nach den Gebietsabtretungen in Folge des 1. Weltkriegs, hier
ist schon die Wegbezeichnung GR 56 in rot weiß, sprich belgische Kennung.
Über den Weg des Gedenkens, ( Sentier du Souvenir )
schlendern bergab bis zur nächsten Abzweigung. Der Grenzbach begleitet uns bis
kurz vor die Antoniusbrücke. Nun hieß es den Bach überspringen, ein Glück das
ein Baumstamm den Sprung darüber erübrigte, so dass Herbert dort gut entlang
balancieren konnte, na, wenn das kein Foto wert war.
In Höhe der Antoniusbrücke erreichten wir die
einzige Tropfsteinhöhle in der Nord Eifel weit und breit. Der Eingang versprach
schon imposante Einblicke, schade dass wir keine Taschenlampe dabei hatten.
Fasziniert von dem Naturschauspiel nahmen wir den Weg querfeldein über eine
Wiesenfläche bis in Höhe der Bundesstraße.
Auf der freien Fläche unterhalb des Brather Hofs
pfiff der Wind so stark, das die Rotorblätter einer Anlage ins Schwingen
gerieten. Nach Überquerung der B 258 ging es weiter bis zur Schutzhütte am
Rothe Kreuz, vor einigen Wochen unter der Leitung von Norbert, von Dreiborn aus
angesteuert.
Über den Weg Nummer 21 wurde das Plüngelbachtal
erreicht, geht man hier am Teich links so sind im April in Richtung Erkensrur
ausgedehnte Narzissen Wiesen zu bewundern, einige Wege haben als Label die
Blume als Kennzeichnung.
Nun leicht ansteigend entlang des Wüstebach, da hat
man am Nachmittag die Sonne von vorne mit ihrem wärmenden Strahlen geht es
zurück zum Ausgangspunkt. Die Außentemperaturen mit + 0,6 Grad o.k. Der
Sonnenschein, die leichte Pulverschneedecke, frischer Wind, morgen soll laut
Metrologen der Frühlingsanfang sein. Den Frühling erlebt ein Mitwanderer im
Moment in Fuerte, was eine SMS bestätigte, allerdings bei Aprilwetter.


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