Montag, 4. April 2016

Ripsdorf.

Auf den W Wegen, Wachholderwanderwege.
Die Wacholdersträucher auf der heutigen Wanderung zwischen Waldorf und Alendorf vermehren sich seit dem Mittelalter auf den Hügeln dieser Landschaft
auf ganz natürliche Weise, der Kalkmagerrasen verfilzte mit den Jahren. Seit 1987 zieht ein Schäfer regelmäßig mit seinen Tieren über die sanften Hügel mit den Wacholdersträuchern hindurch, um das relativ spärliche Gras kurz zu halten. Bei der Wachholderheide in Alendorf handelt es sich um die größte dieser Art in Nordrhein-Westfalen und eine der größten in ganz Deutschland.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.15 Ferienregion Oberes Kylltal.
Teilstrecke bis zur Mittagspause
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 13,86 Kilometer, 3h 43 min, 340 hm.
Wegführung: Quellenweg, örtliche Wege Nr.W, bzw. 37 ,Eifelsteig, vielfach über gut gedüngte Wiesen.
Anspruch: mittel. Wetter: + 11,7 Grad C, bedeckt, eine leichte Schauer am Morgen, mittags bedeckt und ab und an Sonne.
Startpunkt war an der Kirche in Ripsdorf. Hier im Süden der Eifel erhebt sich jenseits der Ahr die eigentliche Eifel in der Ferne bis auf 747 hm. Unsere Höhenwanderung beginnt bei ca. 500 hm. Zuerst über den traditionellen Brotpfad geht es bergan bis zur Schutzhütte am Stromberg. Lange Suche ist notwendig im Archiv um zu behaupten an dieser Stelle waren wir schon mal. Im August 2008 war Jürgen noch mit von der Partie, damals war der Startpunkt bei Café Maus. Schnell noch klären wie es weitergehen soll.
Der Gemeindeteil Ripsdorf liegt ungefähr in der Mitte der Hochebene, die sich zwischen der oberen Kyll und der oberen Ahr ausdehnt. Umflossen wird er vom Schafbach, der Ahr und vom Lampertsbach. Ein Teil des Wacholder-Naturschutzgebietes Lampertstal liegt in der Gemarkung Ripsdorf.

Bergab ins Tal und dann überwiegend über gut gedüngte Wiesen wird der Ort Waldorf angesteuert, der Nieselregen hat nachgelassen und die Luft ist reingewaschen und tolle klare Weitschichten tun sich auf. Doch erst mal Wind und Regen trotzen und das auf freier Prärie.
Der Ort Waldorf wird 1157 als Valendorf zum ersten Mal erwähnt. Hier siedelten sehr früh die sogenannten Walen, römisch-keltisch, die nach der Römischen Herrschaft zurückgeblieben waren. So ergibt sich die Bedeutung des Ortsnamen: Dorf der Walen. Wohl deshalb hat der Pfarrer einen kleinen Stellplatz.
Hinter Waldorf hatte der Osterhase für uns eine Überraschung auf einer Leichtpalette platziert, in einem Unterstand für landwirtschaftliche Geräte.
Vor lauter Freude war dann die aufgezeichnete Route auf dem I Pad regelrecht weg gewischt und so schnell nicht zu finden. Neustart der Auswertung vornehmen und in aller Ruhe zu Hause suchen, kein Problem es erfolgt eine automatische Speicherung, wieder was gelernt.
Streckenabschnitt nach der Mittagspause
Weiter an Esch vorbei, rechts liegen lassen, präsentierte sich eine einmalig üppige Wacholdervegetation auf dem 650 ha großen Naturschutzgebiet

Eine Römerstraße führte von Jünkerath, Esch über Alendorf und Waldorf nach Blankenheim. An dieser Straße wurde bei Alendorf eine römische Siedlung entdeckt. Später wurde das fruchtbare Gebiet der Alendorfer Kalkmulde schon früh von den Franken besiedelt. Am Griesheuel auf 564 hm, noch mal die Aussicht genießen bevor wir in Blankenheim ein neues Kaffee finden.

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