Mitten im Kermeter auf dem Wildnis
Trail.
Ein großes
unzerschnittenes Waldgebiet mit hohem Buchenwaldanteil ist der Kermeter im
Nationalpark Eifel, der als 14. Nationalpark in Deutschland geführt wird. Er umfasst
eine Fläche von 10.700 ha. Er grenzt im Nordwesten an den Rurstausee, umfasst
die Urft Talsperre, den ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang und die
Dreiborner Hochfläche. Das Waldareal ist seit 2005 zugänglich und bietet eine
Vielzahl von interessanten Wanderungen.
Mit 527,8 m
ü. NN ist eine namenlose Kuppe bei dem Ort Wolfgarten der höchste Berg des
Kermeter. Auf ihm steht der Feuerwacht- und Aussichtsturm Wolfgarten. Diesen
wollten die Mitwanderer zum Ende der Wanderung nicht mehr ersteigen.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.4/14 Schleidener
Tal, Hellenthal, Schleiden, Gemünd.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 18,5 Kilometer, 05:09 min, 495 hm.
Wegführung: Wildnis Trail, symbolische eine
Wildkatze, Quellenweg, Eifelverein.
Anspruch: mittel. Wetter: + 19,7 Sonne, strahlend blauer Himmel,
nachmittags leichte Bewölkung.
Startpunkt war an der L 249 am Wanderparkplatz
Forsthaus Maria Wald. Über den beschilderten Wildnis Trail ging es zunächst in
Richtung Maria Wald. Nach einer Stunde in Sichtweite, zu früh für Erbsensuppe
mit Wurst, also links liegenlassen.
Jenseits der L 249 in Höhe des Forthauses Kermeter
ist in der Kompass Karte eine schwarze dünne Linie die es galt zu erkunden
beziehungsweise bis zum Urftsee zu durchqueren. Hier begann in der Tat ein
Trail der es in sich hatte.
Querliegende Baumstämme inklusiv Bachquerung, des
Amselbaches. Kleine Bachläufe und jede Menge Brombeersträucher sorgten für
Abwechslung, hier hatte das Prädikat da waren wir noch nicht seine
Berechtigung. Somit war selbst der Aufdruck in der Karte, Im National Park
Eifel dürfen nur markierte Wege begangen werden, ignoriert und eine spannende
Suche nach dem Weg erfolgte. Die Schrittgeschwindigkeit wurde abrupt gestoppt.
An der Victor Neels Brücke erreichten wir den
Stausee und konnten die neue Brücke in Augenschein nehmen und bei 19,7 °C den
schönen Frühsommertag mit Pausenbrot genießen. Ob die Hängebrücke auch schwingt
wurde getestet.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Grundablässe der
Staumauer geöffnet, um die Menschen während der Bombenangriffen vor einer
gewaltigen Flut zu schützen, woraufhin die Talsperre vollkommen leer lief. Die
Kriegsschäden an der Talsperre wurden von 1945 bis 1950 beseitigt. Nach dem
Zweiten Weltkrieg wurde der Urft Stausee als Teil des belgischen
Truppenübungsplatzes Vogelsang für die Öffentlichkeit nahezu flächendeckend
unzugänglich.
Seit dem Abzug des belgischen Militärs zum 31.
Dezember 2005 ist der Urft Stausee ein Kernstück des 2004 gegründeten
Nationalparks Eifel. Neue Fahrrad- und Wanderstrecken entlang des Nordufers
nach Gemünd sowie von der Sperrmauer südlich über die Dreiborner Hochfläche und
Wollseifen nach Einruhr, Dreiborn und Herhahn wurden von der
Nationalparkverwaltung eingerichtet und markiert. In 2010 waren hier das letzte
Mal mit Anstieg 16% nach Vogelsang.
Entlang des Seewegs ging es in Richtung Malsbenden.
An der rechten Seite des Weges sonnten sich in den sogenannten Schweizer Bergen
die Reptilien.
Im Ort Malsbenden noch mal einen steilen Anstieg
meistern und schon kommt die Vorfreude auf, in Kommern gibt es die geliebte
Eissplittertorte mit Kirchschnaps, für drei Wanderfreude ein krönender Abschluss,
gedeckter Apfel gibt es überall.
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