Montag, 11. April 2016

Wolfsgarten.

Mitten im Kermeter auf dem Wildnis Trail.
Ein großes unzerschnittenes Waldgebiet mit hohem Buchenwaldanteil ist der Kermeter im Nationalpark Eifel, der als 14. Nationalpark in Deutschland geführt wird. Er umfasst eine Fläche von 10.700 ha. Er grenzt im Nordwesten an den Rurstausee, umfasst die Urft Talsperre, den ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang und die Dreiborner Hochfläche. Das Waldareal ist seit 2005 zugänglich und bietet eine Vielzahl von interessanten Wanderungen.
Mit 527,8 m ü. NN ist eine namenlose Kuppe bei dem Ort Wolfgarten der höchste Berg des Kermeter. Auf ihm steht der Feuerwacht- und Aussichtsturm Wolfgarten. Diesen wollten die Mitwanderer zum Ende der Wanderung nicht mehr ersteigen.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.4/14 Schleidener Tal, Hellenthal, Schleiden, Gemünd.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 18,5 Kilometer, 05:09 min, 495 hm.
Wegführung: Wildnis Trail, symbolische eine Wildkatze, Quellenweg, Eifelverein.
Anspruch: mittel. Wetter: + 19,7 Sonne, strahlend blauer Himmel, nachmittags leichte Bewölkung.
Startpunkt war an der L 249 am Wanderparkplatz Forsthaus Maria Wald. Über den beschilderten Wildnis Trail ging es zunächst in Richtung Maria Wald. Nach einer Stunde in Sichtweite, zu früh für Erbsensuppe mit Wurst, also links liegenlassen.
Jenseits der L 249 in Höhe des Forthauses Kermeter ist in der Kompass Karte eine schwarze dünne Linie die es galt zu erkunden beziehungsweise bis zum Urftsee zu durchqueren. Hier begann in der Tat ein Trail der es in sich hatte.
Querliegende Baumstämme inklusiv Bachquerung, des Amselbaches. Kleine Bachläufe und jede Menge Brombeersträucher sorgten für Abwechslung, hier hatte das Prädikat da waren wir noch nicht seine Berechtigung. Somit war selbst der Aufdruck in der Karte, Im National Park Eifel dürfen nur markierte Wege begangen werden, ignoriert und eine spannende Suche nach dem Weg erfolgte. Die Schrittgeschwindigkeit wurde abrupt gestoppt.
An der Victor Neels Brücke erreichten wir den Stausee und konnten die neue Brücke in Augenschein nehmen und bei 19,7 °C den schönen Frühsommertag mit Pausenbrot genießen. Ob die Hängebrücke auch schwingt wurde getestet.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Grundablässe der Staumauer geöffnet, um die Menschen während der Bombenangriffen vor einer gewaltigen Flut zu schützen, woraufhin die Talsperre vollkommen leer lief. Die Kriegsschäden an der Talsperre wurden von 1945 bis 1950 beseitigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Urft Stausee als Teil des belgischen Truppenübungsplatzes Vogelsang für die Öffentlichkeit nahezu flächendeckend unzugänglich.
Seit dem Abzug des belgischen Militärs zum 31. Dezember 2005 ist der Urft Stausee ein Kernstück des 2004 gegründeten Nationalparks Eifel. Neue Fahrrad- und Wanderstrecken entlang des Nordufers nach Gemünd sowie von der Sperrmauer südlich über die Dreiborner Hochfläche und Wollseifen nach Einruhr, Dreiborn und Herhahn wurden von der Nationalparkverwaltung eingerichtet und markiert. In 2010 waren hier das letzte Mal mit Anstieg 16% nach Vogelsang.
Entlang des Seewegs ging es in Richtung Malsbenden. An der rechten Seite des Weges sonnten sich in den sogenannten Schweizer Bergen die Reptilien.
Im Ort Malsbenden noch mal einen steilen Anstieg meistern und schon kommt die Vorfreude auf, in Kommern gibt es die geliebte Eissplittertorte mit Kirchschnaps, für drei Wanderfreude ein krönender Abschluss, gedeckter Apfel gibt es überall.

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