Zum Essen bei den Mönchen.
Nach einer
Wanderrunde am letzten Dienstag war die Dame des Hauses so vom Ort Heimbach
begeistert, das eine weitere Tour unter der Headline gestartet werden sollte. Heute
in aller Ruhe, da Dienstag um 10:00 Uhr sich Weller Lehnert mit Weinlieferung
angemeldet hatte, und nachmittags um 17:00 Uhr Ruth und Johannes zum Bier in
der Stadt. Stress pur.
Wanderleitung: Vadder.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.2 Erholungsgebiet
Rureifel.
Wanderstrecke, Zeit. Höhenmeter: 9,0 km, 02:54 h. 292hm.
Wegführung: Nr. 49.Themenweg Klosterrunde.
Anspruch: leicht. Wetter: + 26,0 Grad C, Sonne pur, keine Bewölkung.
Vom Parkplatz links an der Rur führt der Themenweg
am Heimbacher Staubecken vorbei hinauf zur Trappisten-Abtei Maria Wald. Da ist
zwar ein Höhenunterschied von 200 Metern, aber urig und langgestreckt.
Entlang des Heimbacher Staubecken in Ufernähe zaubert die Morgensonne bizarre Bilder.
Entlang des Heimbacher Staubecken in Ufernähe zaubert die Morgensonne bizarre Bilder.
Das Becken dient als Wochenausgleichsbecken
der Rurtalsperre. Es fast 1,2 Mio. m³ Wasser, die Stau Höhe beträgt 214 m ü.
NN, und das Becken ist 3 km lang. Seine Funktion besteht in Hochwasserschutz,
Trinkwassergewinnung, Energieerzeugung und als Erholungsgebiet für
Wassersportler.
Bald erreicht man das Wasserkraftwerk Heimbach welches
am 8. August 1905 nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren als seinerzeit
größtes Speicherkraftwerk Europas in Betrieb ging und damals überregionale
Bedeutung erlang. Die erzeugte elektrische Energie wurde in ein eigenes, fast
400 Kilometer langes, Freileitungsnetz eingespeist und versorgte die Stadt
Aachen, einen großen Teil der Eifel und Teile von Köln. Der durch die rasch
fortschreitende Industrialisierung stark steigende Strombedarf sorgte aber
schon bald dafür, dass das Kraftwerk Heimbach diese Aufgabe nicht mehr alleine
bewältigen konnte und nun im Verbund mit anderen Kraftwerken lief.
Bis heute hat das Kraftwerk Heimbach sich seinen
besonderen Reiz erhalten, gilt es doch als das schönste Jugendstilkraftwerk in
Deutschland. Wer zum ersten Mal vor dem Kraftwerk steht, wird dann auch eher an
einen Sakralbau denken, als an eine technische Einrichtung. Wegen dieser
bautechnischen Einmaligkeit steht das Kraftwerk Heimbach heute unter
Denkmalschutz.
Weiter am Staubecken entlang geht der Themenweg
rechts hoch zum Kloster Maria Wald. Ein schmaler Pfad leicht ansteigend. Die
Gründung des Klosters geht auf die Wallfahrt zu „Unserer Lieben Frau im Walde“
zurück. Zisterziensermönche errichteten hier 1480 anstelle der Kapelle ein
Kloster, dessen Tage allerdings gezählt waren, als die Revolutionsarmee 1794
das linksrheinische Reichsgebiet besetzte. Durch ein Tor erreicht man einen
Soldatenfriedhof mit 414 Gräbern, wovon einige mit Blumen geschmückt sind.
Die Wiederbewirtschaftung der Ländereien und
Renovierungsarbeiten begannen erst 1860 mit dem Kauf durch den Trappistenabt
Ephrem van der Meulen. Die starken Zerstörungen aus dem 2. Weltkrieg wurden
zwischen 1944 und 1961 behoben und der Klosterbetrieb wieder aufgenommen. Heute leben die Mönche einen streng
geregelten Tagesablauf. Dem Grundsatz des hl. Benedikt folgend, leben sie von
ihrer Hände Arbeit und teilen ihr Brot mit den Gästen und Armen.
Wir als Gäste sind eingeladen, laut Internet sollte
man bevor das Kloster-Restaurant besucht wird und die berühmte Mariawalder
Erbsensuppe und den noch berühmteren Mariawalder Klosterlikör trink einen Blick
in die schöne Klosterkirche werfen.
Ein Klosterbruder läutet die volle Stunde und wir
nehmen die vielgepriesene Erbensuppe nach einem Rezept aus den 1950 er Jahren. Im
Klosterladen noch einige Spezialitäten kaufen und im Rucksack verstauen ging es
nur noch abwärts entlang des Kreuzweges nach Heimbach.
2 Kommentare:
Schöne Wanderung und nicht zu anstrengend sehr zu empfehlen.
Na,das sind ja wirklich tolle Aufnahmen!!!
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